Schwimmabzeichen

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Hier finden Sie eine Übersicht der vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) angebotenen offiziellen Schwimmabzeichen, wie zum Beispiel dem Frühschwimmer-Abzeichen "Seepferdchen", sowie deren Leistungsanforderungen.

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Unsere dsv-jugend, die Jugend-organisation des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), verantwortet zahlreiche wichtige Themenbereiche, die unter anderem dazu beitragen die Zukunft deutscher Schwimmsport-vereine zu sichern.

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DSV-Chronik

Der Deutsche Schwimm-Verband vereinigt die Geschichten gleich vier olympischer Sportarten in Deutschland. Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen. Hinzu kamen mit dem Wandel der Zeit die Fachsparten Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport sowie Masterssport.

Entsprechend Vieles gibt es zu berichten, wenn man die Chronik des DSV von seiner Gründung im Jahre 1886 bis heute Revue passieren lässt. Für alle, die gerne in Erinnerungen schwelgen oder sich einfach nur über die DSV-Geschichte informieren möchten, gibt es diese Chronik. Einfach den gewünschten Zeitraum anklicken und reinlesen. Viel Spaß damit!


2010 bis heute

Datum/JahrEreignis

 
2010

Rekordmeister Wfr. Spandau 04 Berlin wird seit 1979 zum 30. Mal Deutscher Wasserballmeister bei den Männern, bei den Frauen der SV Blau-Weiß Bochum zum 11. Mal in Folge. Spandau gewinnt in seiner Vereinsgeschichte zudem 4 Mal den Europapokal der Landesmeister und 2 Mal den europäischen Supercup.

 
1. Januar 2010Der DSV hat aktuell 575.509 Mitglieder in 2424 Vereinen.
 
17. bis 22. Juli 2010Der erfolgreichste Freiwasserschwimmer aller Zeiten – Thomas Lurz gewinnt in Roberval / Kanada seinen 9. WM-Titel (zusätzlich 4 EM-Titel), den 6. in Folge seit 2005 über 5 km!
 
4. bis 15. August 2010Die 30. Europameisterschaften im Schwimmen, Springen, Freiwasserund Synchronschwimmen in Budapest sehen den DSV mit 20 Medaillen (8-9-3) auf Rang zwei hinter Russland. Die Springer wuchern mit ihren Pfunden – 8 Medaillen mit 5 Mal Gold. Der Berliner Patrick Hausding gewinnt – einmalig in der Geschichte dieses Sports – in allen 5 Wettbewerben eine Medaille (2-3-0)!
 
Patrick Hausding
 
25. bis 28. November 2010Der DSV hievt sich mit 22 Medaillen (10-8-4) bei der Kurzbahn-EM in Eindhoven zurück an Europas Spitze. Die aus Biberach stammenden Brüder Steffen und Markus Deibler, Hamburg, drücken den Titelkämpfen mit 4 bzw. 3 Goldmedaillen ihren Stempel auf – wie schon zwei Wochen vorher bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal mit sieben Titeln in der Addition.
 
27. / 28. November 2010In Bremen finden die 1. Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften der Masters statt.
 
4. Dezember 2010DSV-Präsidentin Dr. Christa Thiel wird in München zur Vize-Präsidentin Leistungssport im DOSB gewählt, seit 2004 gehört sie dem LEN-Bureau an, seit 2008 als »Finanzministerin«, seit 2006 fungiert sie im deutschen Sport als Sprecherin der 61 Spitzenverbände.
 
Dr. Christa Thiel, Dr. Thomas bach, Eberhard Gienger
 
15. bis 19. Dezember 2010Je eine Medaille pro Farbe für das kleine Team des DSV bei der 10. Kurzbahn-WM in Dubai: Paul Biedermann wird Weltmeister über 400 m Freistil, Markus Deibler Zweiter über 100 m Lagen, Bruder Steffen Dritter über 50 m Schmetterling.
 
Markus (li.) und Steffen (re.) Deibler
 

2000 bis 2009

Datum/JahrEreignis

 
16. bis 19. März 2000Der DSV kehrt mit 13 Medaillen (5-6-2) aus Athen zurück, seinem besten Ergebnis bei einer Kurzbahn-WM, und stellt 5 Weltmeister: Antje Buschschulte / Magdeburg über 50 und 200 m Rücken, Sandra Völker über 100 m Rücken, Jörg Hoffmann 9 Jahre nach seinem Langbahn-Titel über 1500 m Freistil und Mark Warnecke über 50 m Brust.
 
Antje Buschulte
 
28. Juni bis 9. Juli 2000Die 25. Europameisterschaften stehen im Schatten der Spiele in Sydney. Die Schwimmer des DSV treten deshalb nicht in voller Mannschaftsstärke und gewohnter »Zuspitzung« in Helsinki an. Nur Gold für die erfolgreichen Titelverteidiger im Sprint, Stev Theloke / Karl-Marx-Stadt (50 m Rücken) und Mark Warnecke (50 m Brust). Gold-Glanz liefern dafür Springer und Freiwasserschwimmer. Peggy Büchse / Rostock gewinnt zum 3. Mal in Folge die 5 km und zusätzlich auch die 25 km.
 
Peggy Büchse
 
29. Juli bis 7. AugustAn der 8. Masters-WM im Schwimmen, Springen, Wasserball, Synchron- und Freiwasserschwimmen in München nehmen rund 6600 Teilnehmer aus 58 Nationen teil.
Entry Book Masters WM 2000
 
15. September bis 1. OktoberWaterloo für die deutschen Schwimmer: Bei den Olympischen Spielen in Sydney kommen sie mit 3 Bronzemedaillen nicht über eine Nebenrolle im Konzert der Großen hinaus. Die wahre Stärke zeigt im allerletzten Rennen nur die 4×100 m Lagenstaffel der Männer mit Stev Theloke, der vorher schon im Einzelrennen über 100 m Rücken mit Bronze dekoriert wurde. Die 3. Bronzemedaille geht an die 4×200 m Freistilstaffel der Frauen. Verlass hingegen auf die Springer: Bronze für Dörte Lindner / Rostock vom 3-m-Brett und für das Dresdner Turm-Duo Jan Hempel und Heiko Meyer bei der olympischen Premiere im Synchronspringen.
 
Stev Theloke
 
29. Oktober bis 4. NovemberDie Freiwasserschwimmer führen vor Honolulu / Hawaii erstmalig eigenständige Weltmeisterschaften durch. Peggy Büchse gewinnt die 5 km, das DSV-Team die 10-km-Mannschaftswertung.
 
14. bis 17. Dezember 2000Mark Warnecke steht zum 3. Mal in Folge bei der Kurzbahn-EM in Valencia auf dem obersten Treppchen bei der Siegerehrung über 50 m Brust, muss sich den Erfolg diesmal aber gleich mit 2 Konkurrenten (Daniel Malek / CZE und Domenico Fioravanti / ITA) teilen. Der DSV holt 5 Gold-, 5 Silber- und 2 Bronzemedaillen.
 
22. bis 25. März 2001An der Spitze des DSV steht erstmals eine Frau! Dr. Christa Thiel, Juristin aus Wiesbaden, wird auf dem 68. DSV-Ver bands tag in Mannheim in das Präsidenten-Amt gewählt. Seit vier Monaten führt sie nach dem Rücktritt von Rüdiger Tretow den Verband bereits kommissarisch.
 
Dr. Christa Thiel
 
Juni 2001AQUAJOGGING in der freien Natur – eine neue Breitensport-Veranstaltung wird gleich beim 1. Mal im Fühlinger See bei Köln ein voller Erfolg und entwickelt sich binnen weniger Jahre zu einer bundesweiten Tour.
 
Aquarunning
 
16. bis 29. Juli 2001Deutschlands Schwimmer tauchen nach dem Wellental von Sydney wieder auf, gewinnen 3 Goldund je 6 Silber- und Bronzemedaillen bei der WM in Fukuoka / Japan. Die Gesamtbilanz für den DSV weist insgesamt 19 Medaillen (4-7-8) für den DSV aus. Hannah Stockbauer / Erlangen über 800 und 1500 m Freistil, die 4×100 m Freistilstaffel der Frauen (Petra Dallmann / Heidelberg - Antje Buschschulte - Katrin Meißner / Spandau - Sandra Völker) und Peggy Büchse über 10 km holen Gold.
 
Hannah Stockbauer
 
13. bis 16. Dezember 2001Platz 1 für den DSV im Medaillenspiegel bei der Kurzbahn-EM in Antwerpen mit 8 Gold-, 8 Silberund 5 Bronzemedaillen. Der Wuppertaler Thomas Rupprath schwimmt Weltrekord über 100 m Schmetterling (50,26).
 
Thomas Rupprath
 
2002Zur Unterstützung der deutschen Sportlerinnen und Sportler organisiert die dsv-Jugend anlässlich der Europameisterschaften in Berlin 2002 erstmals ein Jugend-Camp am Veranstaltungsort. Es folgen Camps bei internationalen Großereignissen in Barcelona, Budapest und Rom. Das nächste Highlight wird 2011 das Jugend-Camp während der Weltmeisterschaften in Shanghai.
 
3. bis 7. AprilDie Kurzbahn-WM in Moskau fi ndet wegen Termin-Überfrachtung nicht die gebührende Beachtung. Der DSV reist mit nur 7 Aktiven an – entsprechend ist die Medaillen-Ausbeute: 1 Mal Bronze (Toni Helbig / Potsdam 50 m Rücken).
 
25. Juli bis 7. August 2002Berlin ist als 4. deutsche Stadt nach Magdeburg (1934), Leipzig (1962) und Bonn (1989) Austragungsort einer »großen« Europameisterschaft. Schwimmer, Springer und Freiwasserschwimmer holen insgesamt 36 Medaillen (15-12-9), die den DSV erneut als Nr. 1 in Europa ausweisen. Franziska van Almsick verbessert 8 Jahre nach ihrem WM-Triumph von Rom noch einmal ihren eigenen Weltrekord über 200 m Freistil (1:56,64) und gewinnt 5 Mal Gold (insgesamt 18 EM-Goldmedaillen in ihrer Laufbahn). Nach 1993 und 1995 wird sie 2002 in Deutschland zum 3. Mal zur »Sportlerin des Jahres« gewählt.
 
Franziska v. Almsick
 
23. bis 28. September 2002Die Rostockerin Britta Kamrau tritt bei der WM im Freiwasserschwimmen in Scharm al-Scheich / Ägypten mit ihrem Sieg über 10 km die Nachfolge ihrer zurückgetretenen Vereinskameradin Peggy Büchse an.
 
3. November 2002Schwimm-Weltmeister Dr. Klaus Steinbach wird in Nürnberg zum letzten NOK-Präsidenten in Deutschland gewählt, amtiert bis zum Zusammenschluss von NOK und DSB zum DOSB im Mai 2006.
 
12. bis 15. Dezember 2002Langbahn-EM in Berlin und zum Jahresausklang auch noch Kurzbahn-EM in Riesa. Die DSV-Athleten nutzen den Heimvorteil zu 22 Medaillen (7-7-8) und bleiben an Europas Spitze. Thomas Rupprath holt 4 Mal Gold.
 
13. bis 27. Juli 2003Hannah Stockbauer, neben Michael Phelps 2003 Welt-Schwimmerin des Jahres und wie auch schon 2001 Deutschlands Sportlerin des Jahres, mit einem 3-fach-Schlag über 400, 800 und 1500 m Freistil, Antje Buschschulte über 100 m Rücken und Thomas Rupprath mit Weltrekord über 50 m Rücken (24,80) vergolden den WM-Auftritt des DSV in Barcelona. Die Gesamtbilanz: 16 Medaillen (5-6-5). Der Sprungkünstler Jan Hempel / Dresden verabschiedet sich von der Bühne des Sports nach 48 Deutschen Meisterschaften (plus zwei für die DDR) und 14 internationalen Medaillen.
 
Hannah Stockbauer
 
11. bis 14. Dezember 2003Rupprath ist mit 3 Gold- und 1 Silbermedaille erneut erfolgreichster DSV-Starter bei der Kurzbahn-EM in Dublin. Der DSV bleibt mit 21 Medaillen (7-6-8) das Maß in Europa.
 
1. Januar 2004Die Mitgliederentwicklung im DSV erreicht mit über 610.000 Schwimmsportlern, organisiert in mehr als 2500 Abteilungen und Vereinen, ihren Höchststand.
 
5. bis 16. Mai 2004Die EM in Madrid steht erneut im Schatten von Olympia. Die DSV-Schwimmer geben ihre Führungsposition in Europa mit nur 9 Aktiven nahezu kampflos ab – nur Gold für Theloke über 50 m Rücken. Dafür halten Springer und Freiwasserschwimmer den DSV (insgesamt 7-4-4) mit jeweils 3 Mal Gold bei Laune. Bei Temperaturen um 14 Grad gelingt Britta Kamrau ein Gold-Triple über 5, 10 und 25 km einmalig in der EM-Geschichte!
 
Britta Kamrau
 
13. bis 29. August 2004Wieder kein optimaler Olympia-Verlauf bei den Spielen in Athen: Franziska van Almsick wird bei ihrer 4. Olympia-Teilnahme als Weltrekordlerin nur Fünfte über 200 m Freistil, die 5-malige Weltmeisterin Hannah Stockbauer scheitert bereits in den Vorläufen über 400 und 800 m Freistil. Das Synchron-Duo Andreas Wels / Halle und Tobias Schellenberg / Leipzig holt Silber vom Brett wie die Lagenstaffel der Männer, Antje Buschschulte ist an 3 Bronzemedaillen über 200 m Rücken, 4×200 m Freistil und 4×100 m Lagen beteiligt, eine 4. Bronzemedaille geht an die gebürtige Krefelderin Anne Poleska über 200 m Brust.
 
Andreas Wels / Tobias Schellenberg
 
7. bis 11. Oktober 2004Ein kompletter Medaillensatz für Thomas Rupprath / Hannover: Bei der Kurzbahn-WM in Indianapolis holt er Gold über 50 m Rücken, Silber über 100 m Lagen und Bronze über 100 m Rücken. Der DSV ist lediglich mit 6 Aktiven am Start. Rupprath gewinnt in seiner Laufbahn bis 2009 insgesamt 59 internationale Medaillen und 77 Deutsche Meisterschaften (Rekordmeister im DSV!), schwimmt 56 Deutsche Rekorde, darunter 8 Weltrekorde.
 
26. November bis 2. Dezember 2004Die Freiwasserschwimmer des DSV holen 3 der 6 Titel bei den Weltmeisterschaften in Dubai und damit Platz 1 im Medaillenspiegel. Britta Kamrau wird als 3-fache Europameisterin von Madrid jetzt auch 2-fache Weltmeisterin über 10 und 25 km. Thomas Lurz / Würzburg gewinnt seinen 1. WM-Titel über 10 km.
9. bis 12. Dezember 2004Die DSV-Athleten sammeln bei der Kurzbahn-EM in Wien mit 22 Medaillen (9-5-8) exakt doppelt soviel Edelmetall wie der Nächstbeste im Medaillenspiegel, Russland. »Mr. Kurzbahn« Thomas Rupprath ist wieder einmal herausragender Einzelakteur mit 4 Mal Gold.
 
1. Januar 2005Der DSV führt ein Wettkampfpass-System für alle Aktiven ein. Neben einer einmaligen lebenslangen Registrierung wird eine jährliche Lizenz eingeführt.
 
Wettkampfpass
 
16. bis 23. Juli 2005Mit dem Ziel, den Spaß am Schwimmen zu erhöhen und dabei die eigenen schwimmerischen Fähigkeiten zu verbessern startet vom 16. bis 23. Juli 2005 das erste Swim & Fun Camp in Hamburg.
 
17. bis 31. Juli 2005Arzt, Jungunternehmer – und der mit 35 Jahren älteste Schwimm-Weltmeister in der FINA-Geschichte: Mark Warnecke gewinnt bei der WM in Montreal / Kanada die 50 m Brust und damit das einzige Gold für den DSV neben Thomas Lurz im 5-km-Freiwasserschwimmen. Der DSV kommt auf eine Medaillenbilanz von insgesamt 13 (2-7-4) im Schwimmen, Springen und Freiwasserschwimmen.
 
Mark Warnecke
 
11. bis 14 August 2005Die Wasserballer überraschen mit Platz 3 im Super-Finale der Weltliga in Belgrad. Es ist die erste internationale Medaille für den deutschen Wasserballsport seit EM-Bronze 1995 in Wien.
 
8. bis 11. Dezember 2005Nicht so dominant wie vor Jahresfrist, aber immer noch gut genug für Platz 1 im Medaillenspiegel bei der Kurzbahn-EM in Triest: Die DSV Schwimmer holen diesmal 16 Medaillen (5-4-7). Thomas Rupprath gewinnt die 100 m Schmetterling zum 5. Mal und die 50 m Rücken zum 4. Mal in Folge.
 
5. bis 9. April 2006Janine Pietsch / Ingolstadt wird Doppel-Weltmeisterin über 50 und 100 m Rücken bei der Kurzbahn-WM in Schanghai.
 
2006Für die Betreuung der Altersgruppe der Kindergarten- und Grundschulkinder startet die dsv-Jugend die Ausbildung zum zertifi zierten »Kursleiter Schwimmen lernen«. Über 200 zertifi zierte Kursleiter arbeiten inzwischen im ganzen Bundesgebiet und einige Teilnehmer tragen die Idee auch in die Nachbarländer Österreich, Luxemburg und Belgien. Seit 2008 bietet die dsv-Jugend alle zwei Jahre eine Fachtagung an, zu denen Experten aus dem Inund Ausland über die neusten Erkenntnisse aus Pädagogik und Sportwissenschaft referieren.
 
Juni 2006AQUABALL entwickelt sich in den Vereinen als eigenständiger Wettbewerb mit einer bundesweiten DSV-AQUABALL-Tour.
 
25. Juli bis 6. AugustFast schon verglüht, geht der Stern der Britta Steffen endlich auch am internationalen Schwimmer-Himmel auf: Bei der EM in Budapest gewinnt sie 4 Mal Gold über 50 und 100 m Freistil (53,30 WR) und mit den bei den Freistilstaffeln über 4×100 m (3:35,22 WR) und 4×200 m. Die Freiwasserschwimmer tragen im Plattensee zur Gesamtbilanz des DSV (12-10-5) alleine 7 Medaillen bei, je 2 Mal Gold für Thomas Lurz (5 und 10 km) und Angela Maurer / Wiesbaden (10 und 25 km).
 
Britta Steffen
 
29. August bis 2. September 2006Die Hochkonjunktur der Freiwasserschwimmer hält an. 3 Wochen nach der EM stellt der DSV in Neapel 3 Weltmeister: Thomas Lurz über 5 und 10 km, Angela Maurer über 25 km.
 
Angela Maurer
 
8. bis 11. Dzember 2006Der DSV bleibt zum 6. Mal in Folge die Nr. 1 in Europa. Bei der Kurzbahn-EM in Helsinki holen die DSV-Schwimmer 15 Medaillen (6-6-3), der Frankfurter Helge Meeuw 3 Mal Gold und 2 Mal Silber.
 
Helge Meeuw
 
18. März bis 1. April 2007Die Beckenschwimmer schwächeln mit 3 Silber und 1 Bronzemedaille bei der WM in Melbourne. Goldfische gibt es nur unter den Freiwasserschwimmern: Thomas Lurz wird zum 3. Mal Weltmeister über 5 km (zusätzlich Silber über 10 km), Britta Kamrau wiederholt ihren Erfolg von 2004 über 25 km.
 
Thoams Lurz
13. bis 16. Dezember 2007Thomas Rupprath wird in Debrecen / Ungarn zum 6. (und letzten) Mal in seiner Laufbahn seit 1998 Kurzbahn-Europameister über 50 m Rücken. Der DSV beschließt die Titelkämpfe mit 19 Medaillen (5-7-7) wieder als Nr. 1 in Europa – zum 7. Mal in Folge!
 
13. bis 24. März 2008Der Aufstieg des Paul Biedermann aus Halle / Saale beginnt bei der EM in Eindhoven: 1. Europa-Titel über 200 m Freistil. Die Wolfsburgerin Janne Schäfer gewinnt nach 3 Kurzbahn-Titeln erstmals auch auf der Langbahn die 50 m Brust. Grundsätzlich aber wird die EM wie schon in den Olympia-Jahren 2000 und 2004 von den DSV-Schwimmern »ver nachlässigt«. Der DSV muss sich mit insgesamt 9 Medaillen (4-4-1) bescheiden. Die Springer bleiben in dieser Bilanz »stabil« wie in den zurückliegenden fast 2 Jahr - zehnten mit 7 Medaillen und Gold durch Sascha Klein / Aachen und Patrick Hausding / Berlin sowie Annett Gamm / Dresden und Nora Subschinski / Berlin im Synchronspringen vom Turm.
 
Patrick Hausding / Sascha Klein
 
9. bis 13. April 2008Im Vorfeld von Olympia in Peking und eine knappe Woche vor den deutschen Meisterschaften geht der DSV mit einer rudimentären Mannschaft in Manchester erstmals bei einer Kurzbahn-WM leer aus.
 
3. bis 8. Mai 2008Thomas Lurz holt sich in Sevilla zum 4. Mal in Folge den WM-Titel im Freiwasserschwimmen über 5 km.
 
8. bis 24. August 2008Britta Steffen wird in Peking Doppel-Olympiasiegerin über 50 und 100 m Freistil – aber die Beckenschwimmer des DSV erreichen nur noch zwei weitere Finalteilnahmen. Verlass hingegen wieder auf die Springer: Silber für Patrick Hausding und Sascha Klein vom Turm, Bronze für Ditte Kotzian / Berlin und Heike Fischer / Leipzig vom Brett, jeweils im Synchronspringen, und auch Bronze für Thomas Lurz bei der Freiwasser- Olympiapremiere über 10 km.
 
Britta Steffen
 
9. bis 14. September 2008Thomas Lurz verteidigt seinen EM-Titel im Freiwasserschwimmer über 10 km vor Dubrovnik erfolgreich.
 
7. bis 9. November 2008Der DSV-Verbandstag in Warnemünde bestätigt Dr. Christa Thiel für weitere vier Jahre im Präsidenten-Amt. Die Fachsparte Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport präsentiert auf dem Verbandstag einen mit DOSB-Unterstützung produzierten Image-Film für den DSV.
 
Dreharbeiten Image-Film
 
11. bis 14. Dezember 2008Der DSV büßt seine Führungsposition bei der Kurzbahn-EM in Rijeka / Kroatien mit nur 6 Medaillen (1-3-2) ein, nur Paul Biedermann holt Gold über 400 m Freistil. Die Diskussion in der Materialfrage in den Reihen der Schwimmer hält an. An der Rekordinfl ation von 108 Welt- und 142 Europarekorden im Olympiajahr 2008 sind DSV-Akteure nur minimal beteiligt.
 
1. 5. April 2009Die LEN führt jährliche Europameisterschaften im Wasserspringen ein. Hausding / Klein verteidigen ihren EM-Titel im Synchronspringen vom Turm nach Olympia-Silber erfolgreich. Die DSV-Springer unterstreichen ihr Qualitätssiegel mit 8 Medaillen (1-3-4) in 10 Wettbewerben.
 
17. Juli bis 2. AugustDie bei Olympia totgesagten deutschen Schwimmer leben noch, »mausern« sich mit 4 Gold-, 4 Silber- und 1 Bronzemedaille zum stärksten europäischen Team bei der WM in Rom. Britta Steffen über 50 und 100 m Freistil (23,73 und 52,07) und Paul Biedermann über 200 und 400 m Freistil (1:42,00 und 3:40,07) werden jeweils Doppel-Weltmeister, mit Weltrekord. Die Freiwasserschwimmer bringen 3 weitere Goldmedaillen durch Thomas Lurz (5 und 10 km) und Angela Maurer / Mainz über 25 km in die Bilanz ein.
 
Paul Biedermann
 
14. / 15. November 2009Beim FINA-Weltcup in Berlin schwimmt Paul Biedermann zwei neue Kurzbahn-Weltrekorde über 200 (1:39,37) und 400 m Freistil (3:32,77).
 
10. bis 13. Dezember 2009Paul Biedermann bestätigt seine großartige Saison mit zwei Kurzbahn-Titeln über 200 und 400 m Freistil bei der EM in Istanbul. Und der DSV spielt im »Konzert der Großen« wieder mit, holt 12 Medaillen (5-3-4).
 

1990 bis 1999

Datum/JahrEreignis

 
5. Mai 1990Auf dem 8. und letzten Verbandstag des DSSV in Berlin wird Wilfried Windolf / Schwedt zum Präsidenten gewählt. Windolf tritt die Nachfolge von FINA-Vize-Präsident Prof. Dr. Georg Zorowka an, der 24 Jahre an der Spitze des DSSV stand, und amtiert bis zur Aufl ösung des DSSV am 30. November 1990. Kristin Otto wird Vize-Präsidentin im DSSV.
 
Wilfried Windolf
 
24. bis 27. Mai 1990

41. und letzte DDR-Meisterschaften im Schwimmen in Dresden.

DSSV-Schwimmsportler gewinnen in ihrer Verbandsgeschichte bis zum Beitritt zum DSV insgesamt 43 olympische Goldmedaillen (38 Schwimmen, 5 Springen), 51 WM-Titel (50 Schwimmen, 1 Springen) und 132 Europameisterschaften (121 Schwimmen, 11 Springen).

 
19. Oktober 199016 Tage nach der politischen Vereinigung unterzeichnen die beiden Verbands-Präsidenten Bodo Hollemann (DSV) und Wilfried Windolf (DSSV) im Rathaus von Hannover die Vereinbarung, die den 5 neu gegründeten Landesverbänden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen den Beitritt zum DSV eröffnet.
 
Vereinigungs-Urkunde
 
8. bis 11. November 1990Die Schwimmer aus Ost und West ermitteln zwei Wochen nach den Springern an gleicher Stelle in München ihre ersten gemeinsamen Deutschen Meister und WM-Teilnehmer für Perth – mit teilweise ernüchternden Leistungen im Vergleich zu den vergangenen »goldenen« DDR-Zeiten.
 
3. bis 13. Januar 1991Mit 22 Medaillen (4-9-9) kehren Deutschlands wiedervereinte Schwimmsportler von der WM in Perth/Australien zurück. Der Potsdamer Jörg Hoffmann über 400 und 1500 m Freistil sowie die 4×200-Freistilstaffeln der Männer und Frauen holen Gold. Michael Groß erfüllt sich zum Abschluss seiner Karriere mit der »langen« Staffel einen sportlichen Traum. Groß gewinnt in seiner Laufbahn insgesamt 38 internationale Medaillen mit 3 Olympiasiegen, 5 WM- und 13 EM-Titeln, 12 Welt- und 24 Europa- sowie 69 DSV-Einzelrekorden (bis heute die Nr. 1 in der DSV-Rekordstatistik).
 
Jörg Hoffmann
 
17. bis 25. August 1991Albin Killat wird in Athen zum 3. Mal in Folge Europameister vom 3-m-Brett, der DSV gewinnt insgesamt 29 Medaillen (6-12-11) bei diesen Europameisterschaften. Vier Wochen später wird auch Christof Wandratsch / Burghausen Europameister in Terracina / Italien im Freiwasserschwimmen über 25 km (seit 1989 im EM-Programm).
 
Christoph Wandratsch
 
6. bis 8. Dezember 1991Der DSV ist Ausrichter der 1. Sprint-Europameisterschaften (LEN-Championat bis einschl. 1994) in Gelsenkirchen und gewinnt dabei als Gastgeber in 14 Wettbewerben 19 Medaillen (7-7-5).
 
Januar 1992Der bisherige Vize-Präsident Klaus Henter / Dortmund tritt auf einem Außerordentlichen Verbandstag in Kassel die Nachfolge als DSV-Präsident für den zurückgetretenen Bodo Hollemann/Hannover an.
 
25. Juli bis 9. August 199212 Medaillen (1-3-8) für den wiedervereinten deutschen Schwimmsport bei den Spielen in Barcelona, das einzige Gold durch die Magdeburgerin Dagmar Hase, die über 400 m Freistil sensationell die Amerikanerin Janet Evans schlägt. Hase gewinnt zudem Silber über 200 m Rücken und mit der 4×100 m Lagenstaffel. Mit der erst 14-jährigen Berlinerin Franziska van Almsick geht eine neuer Stern am internationalen Schwimmer-Himmel auf: Silber über 200 m Freistil und 4×100 m Lagen, Bronze über 100 m Freistil und 4×100 m Freistil.
 
Dagmar Hase
 
1993

Einführung des Vielseitigkeitsabzeichens TRIXI mit dem Motiv des ehemaligen Maskottchens des DSSV als Vorlage.

 
1993Eine neue Fitnesswelle aus den USA schwappt nach Europa über: Der DSV übernimmt AQUAFITNESS, ein Programm, das den Auftrieb und den Wasserwiderstand für dosierte Kräftigung bzw. Herz-Kreislauftraining im Flach- und Tiefwasser nutzt.
 
Aquafitness
 
29. Juli 8. August 1993
6 Mal Gold für Franziska van Almsick bei den Europameisterschaften in Sheffi eld über 50, 100, 200 m Freistil und in allen drei Staffeln. Mit insgesamt 29 Medaillen (15-6-8) räumt der DSV mächtig ab, die Springer sind dabei 8 Mal (4-1-3) beteiligt. Die Leipzigerin Brita Baldus wiederholt nach 10 Jahren ihren Titelgewinn vom 3-m-Brett!
 
Brita Baldus
 
2. bis 5. Dezember 1993Der Essener Christian Keller wird in Palma de Mallorca 1. deutscher Kurzbahn-Weltmeister über 200 m Lagen, gewinnt zusätzlich Silber über 200 m Schmetterling und mit der 4×200 m Freistilstaffel. Keller nimmt an vier Olympischen Spielen teil, wird zwischen 1991 und 2004 35 Mal Deutscher Einzelmeister und gewinnt insgesamt 29 internationale Medaillen.
 
Christian Keller
 
1. bis 11. September 1994Franziska van Almsick verpasst das WM-Finale über 200 m Freistil von Rom als Neunte, Dagmar Hase als Vorlauf-Achte verzichtet und Franziska van Almsick schwimmt im Endlauf auf Bahn 8 zu Gold und Weltrekord (1:56,78). Es ist das einzige Gold in Rom für den DSV neben 2 Silber- und 6 Bronzemedaillen.
 
Franziska v. Almsick
 
1. Januar 1995Die Geschäftsstelle des DSV wechselt von München nach Kassel und bezieht ihr eigenes Verbandshaus.
 
1995Die Forderung nach Selbstständigkeit für den Senioren-Wettkampfsport wird auf dem Verbandstag in Rostock durch die Bildung eines eigenen Fachausschusses »Masterssport« umgesetzt. Im Rahmen neuer Verbandsstrukturen erhält die Säule Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport eine eigene Vizepräsidenten-Position im DSV. In Ergänzung zu AQUAFITNESS wird aus der neuen DSV-Fachsparte heraus ein Mannschaftsspiel im Wasser entwickelt – AQUABALL.
 
Aquaball
 
17. bis 27. August 1995Der DSV bleibt bei der EM in Wien auf breiter Front mit 37 Medaillen (13-13-11) in der europäischen Spitze, Schwimmer wie Freiwasserschwimmer, Springer und auch Wasserballer (Männer mit Bronze) holen Medaillen. Franziska van Almsick ist diesmal mit 5 Gold- und 1 Silbermedaille beteiligt, Jörg Hoffmann wird zum 4. Mal in Folge Europameister über 1500 m Freistil, die Berlinerin Kerstin Kielgaß springt für van Almsick über 200 m Freistil in die (Gold-) Bresche.
 
30. November bis 3. Dezember 1995Mark Warnecke wird bei der 2. Kurzbahn-WM in Rio de Janeiro Weltmeister über 100 m Brust. Der DSV gewinnt weiterhin 4 Silber- und 5 Bronzemedaillen.
Mark Warnecke
 
Mai 1996

Als Ergebnis einer intensiven Diskussion innerhalb des Verbandes initiiert die DSV-Fachsparte Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport einen Kongress »Gesund durch Schwimmen« in Sindelfingen.

 
19. Juli bis 4. AugustMit 14 Medaillen (0-7-7) kehren die DSV-Schwimmer und Springer von den Jahrhundert-Spielen aus Atlanta zurück, allerdings diesmal ohne goldenen Glanz. Dagmar Hase bleibt die Leitfi gur mit 3 Mal Silber über 400, 800 und 4×200 m Freistil, Franziska van Almsick muss sich erneut mit Silber über 200 m Freistil trösten wie auch die Hamburgerin Sandra Völker über 100 m Freistil. Die Springer überraschen mit zweiten Plätzen vom Turm durch den seit Jahren in der Weltspitze etablierten Jan Hempel / Dresden und überaschend durch Annika Walter / Rostock.
Sandra Völker
 
26. Oktober 1996Auf einem Außerordentlichen Verbandstag in Bochum wird der bisherige Schatzmeister Rüdiger Tretow / Telgte als Nachfolger von Klaus Henter zum Präsidenten des Deutschen Schwimm-Verbandes gewählt.
 
13. bis 15. Dezember 1996Schon Vorreiter bei der ersten Sprint-EM für die  LEN richtet der DSV auch die ersten Kurzbahn-Europameisterschaften (inkl. aller Sprint-Wettbewerbe) in Rostock aus. Der DSV erzielt in Rostock auch seine bis heute beste Bilanz bei einer Kurzbahn-EM mit 39 Medaillen (14-14-11), die Hamburgerin Sandra Völker ist allein mit 5 Gold- und 2 Silbermedaillen beteiligt.
 
1997Die DSV-Fachsparte Breiten-, Freizeit- und Gesundheitssport unterstützt mit der Kampagne »Bist du fit für den Spaß im Wasser – dann zeig es!« die Schwimmausbildung in den Vereinen.
 
17. bis 20. April 1997Sandra Völker und die 4×100 m Freistilstaffel der Männer (Lars Conrad / Hannover, Christian Tröger / München, Alexander Lüderitz / Berlin, Aimo Heilmann / Potsdam) werden Kurzbahn-Weltmeister in Göteborg. In ihrer Laufbahn nimmt Sandra Völker an 4 Olympischen Spielen (1992–2004) teil, gewinnt insgesamt 61 internationale Medaillen und 47 Deutsche Einzel-Titel (erfolgreichste DSV-Schwimmerin aller Zeiten), schwimmt 32 Deutsche Einzelrekorde, 4 Welt- (und 5 Weltbestzeiten) und 18 Europarekorde.
 
13. bis 24. August 1997Mit Einführung der Synchron-Wettbewerbe ins EM-Programm holen die DSV-Wasserspringer in Sevilla 12 Medaillen aus 10 Wettbewerben, davon 6 Mal Gold. Die Gesamtbilanz für den DSV im Schwimmen, Springen und Freiwasserschwimmen: 15 Gold-, 9 Silber- und 10 Bronzemedaillen.
 
7. bis 18. Januar 1998Die 4×200 m Freistil-Staffel der Frauen mit Franziska van Almsick, Dagmar Hase, Silvia Szalai / Frankfurt und Kerstin Kielgaß / Spandau holt Gold bei der WM in Perth. Die Gesamtbilanz des DSV: 14 Medaillen (1-7-6) mit starker Unterstützung der Springer (je 2 Silber und Bronze), bei denen erstmals die Synchron-Wettbewerbe auf dem Programm stehen.
4x200 m Freistil-Staffel
 
1998

Im Zuge der großen Strukturreform im DSV wird der Masterssport zur Fachsparte erklärt.

 
11. bis 13. Dezember 1998Zweite Kurzbahn-EM in Sheffi eld: 10 Gold-, 8 Silber- und 5 Bronzemedaillen für den DSV, 4 Mal Gold für Sandra Völker.
 
1999

Das »Qualitätssiegel gesund und fit im Wasser« wird Teil der DSB-Dachmarke SPORT PRO GESUNDHEIT. Vereine mit diesem Siegel garantieren eine hohe, gleich bleibende Qualität ihrer Angebote.

 
1999

Entwicklung des Zertifikates »Kursleiter Säuglings- und Kleinkinderschwimmen« durch ein Expertenteam. Bis heute haben fast 300 Frauen und Männer ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Zur Qualitätsabsicherung wird von Beginn an eine regelmäßige Fortbildung von allen zertifizierten Kursleitern erwartet. Die Möglichkeit dazu bestehen ebenfalls seit 1999 bei den alle zwei Jahre durchgeführten Fachtagungen, die die dsv-Jugend an der Deutschen Sporthochschule in Köln durchführt.

 
1. bis 4. April 1999Die FINA nimmt drei Jahre nach der LEN ebenfalls alle Sprint-Strecken in ihr Programm bei der Kurzbahn-WM in Hongkong auf. Sandra Völker holt den 1. WM-Titel über 50 m Rücken. Der DSV ist allerdings nur mit einem Mini-Team von 7 Athleten am Start.
 
22. Juli bis 1. August 1999Mit 37 Medaillen (12-14-11) stellt der DSV wieder einmal das erfolgreichste Team bei der EM in Istanbul. Gold fischen die DSV-Athleten im Schwimmen, Springen und Freiwasserschwimmen. Die 50-m-Sprints stehen erstmals komplett im EM-Programm der LEN.
 
9. bis 12 Dezember 1999»Nur« 5 Goldmedaillen für den DSV bei der dritten Kurzbahn-EM in Lissabon, zusätzlich 13 Silber- und 8 Bronzemedaillen.
 

1980 bis 1989

Datum/JahrEreignis

 
20. bis 29. Juli 1980

Der bundesdeutsche Sport boykottiert auf politische Empfehlung die Olympischen Spiele in Moskau ebenso wie 29 andere Länder, u. a. die USA, Kanada und Japan. 33 weitere Nationale Olympische Komitees reagieren auf die Einladung Moskaus erst gar nicht. 81 Länder sind letztlich am Start. Hintergrund des Boykotts: der sowjetische Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979.

11 von 13 Goldmedaillen wie schon vier Jahre zuvor an die DSSVSchwimm erinnen, in 6 Wettbewerben gibt es ohne die Konkurrenz der USA gar 3-fach-Erfolge. Insgesamt gewinnen die Schwimmer und Springer 14 Gold-, 11 Silber- und 9 Bronzemedaillen. Caren Metschuck / Rostock (zusätzlich 1 Mal Silber), Barbara Krause und Rica Reinisch / Dresden sind alleine je 3 Mal erfolgreich. Und bei den Männern heißt der schnellste Kraulsprinter über 100 m Jörg Woithe / Berlin.

 
Jörg Woithe (li.), Barbara Krause (re.)
 
1981Die dsv-Jugend beginnt mit der Organisation von außersportlichen Rahmenprogrammen zu Deutschen Jugendmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften. Zu internationalen Veranstaltungen werden Fanreisen durchgeführt.
 
5. bis 12. September 1981

Der internationale Aufstieg des Offenbachers Michael Groß beginnt bei der EM in Split mit einer Disqualifi kation als 3. über 100 m Schmetterling. Sein Heimtrainer Peter Pinck reist enttäuscht ab – zwei Tage später wird Groß Europameister über 200 m Schmetterling. Die positive Überraschung aber kommt für den DSV aus dem Wasserball-Lager: Was der legendären Goldmannschaft von 1928 nie gelang – die DSV-Sieben wird erstmalig Europameister vor der UdSSR und Ungarn. Der DSV holt 8 Medaillen (2-2-4).

Die DSSV-Schwimmerinnen schaffen erstmals einen kompletten Gold-Satz bei einer Europameisterschaft: 14 Mal in 14 Wettbewerben ertönt in Split die DDR-Hymne, in 9 Finals gibt es gar Doppelsiege. Mit den Springern holt der DSSV insgesamt 29 Me dail len (15-11-3). Ute Geweniger / Karl-Marx-Stadt ist die erfolgreichste Schwimmerin mit 5 Gold- und 1 Silbermedaille.

 
Ute Geweniger
 
1982Der SC Blau-Weiß Poseidon Köln wird 1. Deutscher Wasserball-Meister bei den Frauen. Ab 1999 spielen auch die Frauen in einer Bundesliga.
 
Michael Groß, WM 1982
 
29. Juli bis 7. August 1982

Michael Groß kehrt als Doppel-Weltmeister über 200 m Freistil und 200 m Schmetterling aus Guayaquil / Ecuador zurück, holt 3 weitere Medaillen über 100 m Schmetterling (Silber) und mit den Staffeln über 4×200 m Freistil und 4×100 m Lagen (jeweils Bronze). Die Wasserballer bestätigen ihren EM-Erfolg von Split mit Bronze bei der WM.

Die DDR-Schwimmerinnen holen 10 Goldmedaillen in Guayaquil / Ecuador, die Männer durch Jörg Woithe (100 m Freistil) und den Dresdner Dirk Richter (100 m Rücken) auch 2 Mal. Petra Schneider / Karl-Marx-Stadt feiert mit 4:36,10 Minuten über 400 m Lagen einen der überlegensten Triumphe in der WM-Geschichte. Ihr Weltrekord von 4:36,10 Minuten hält über 15 Jahre!

 
Nationalmannschaft Wasserball, WM 1982
 
1983Zum ersten Mal erscheint ein Jahresprogramm der dsv-jugend mit dem Titel "was, wann, wo?"
 
20. bis 27. August 1983

Michael Groß wird 4-facher Europameister in Rom über 200 m Freistil, 100 und 200 m Schmetterling und gemeinsam mit Thomas Fahrner / Lyon, Alexander Schowtka / Hamburg und Andreas Schmidt / Bonn über 4×200 m Freistil (7:20,40 Weltrekord). Der DSV gewinnt insgesamt 15 Medaillen (4-3-8), inkl. 1 Mal Silber und 2 Mal Bronze der Synchron schwim merinnen, die dann Mitte der 90er Jahre mehr und mehr den Anschluss an die internationale Spitze verlieren.

Mehr geht nicht: Die DDR-Schwimmerinnen gewinnen alle 15 Frauen-Wettbewerbe (4×200 m Freistil neu im Programm) und alle 12 Einzel rennen mit Doppelsiegen! Gesamtbilanz im Schwimmen und Springen: 39 Medaillen (17-17-5).

 
4x200 m Freistil-Staffel des DSV
 
15. Juli 1984Die Wasserballspielerinnen des DSV nehmen in Vorbereitung auf das erste EM-Turnier 1985 einen regelmäßigen Länderspielverkehr auf – 58 Jahre nach dem 1. Länderspiel 1926 gegen die Niederlande.
 
28. Juli bis 12. August 1984

Michael Groß wird in Los Angeles Olympiasieger über 200 m Freistil und 100 m Schmetterling, jeweils in Weltrekordzeit, verliert aber überraschend die 200 m Schmetterling gegen den Australier Jon Sieben und die 4×200-m-Freistilstaffel mit dem Anschlag gegen die USA. Der in Lyon / Frankreich lebende Thomas Fahrner »verschläft« seinen Vorlauf über 400 m Freistil, schwimmt dann aber als Sieger des B-Finales Olympischen Rekord (3:50,01), fast 1 Sekunde schneller als Goldmedaillengewinner George Dicarlo / USA. Der DSV gewinnt in L.A. insgesamt 12 Medaillen (2-3-7) einschließlich Bronze für die Wasserballer.

4 Jahre nach dem Moskau-Boykott westlicher Nationen bleiben u. a. die DDR wie die UdSSR, die CSSR, Ungarn oder Kuba ebenfalls mit einem politisch begründeten Boykott im sportlichen Abseits. In Moskau werden vom 19. bis 25. August statt Olympia »Wettkämpfe der Freundschaft« ausgetragen.

 
Michael Groß
 
1985Der DSV initiiert das Breitensport-Projekt »24 Stunden Schwimmen« – bis heute ein »Klassiker« im Angebot der DSV-Vereine.
 
 
13. bis 19. Mai 1985Die DSV-Wasserball-Nationalmannschaft der Männer gewinnt in Duisburg den FINA-Weltpokal ungeschlagen vor den USA und Spanien, 1983 in Malibu bereits Zweiter, 1987 in Saloniki noch einmal Dritter im Weltpokal.
 
FINA-Weltpokal für DSV-Wasserballer
 
4. bis 11. August 1985

6 Mal Gold für Michael Groß und den DSV bei der EM in Sofi a: 200 m Freistil, 100 und 200 m Schmetterling sowie in allen drei Staffeln. Die DSV-Bilanz mit insgesamt 17 Medaillen (6-4-7) verteilt sich diesmal auf Schwimmen, Springen und Wasserball (Männer und Frauen jeweils Bronze). Frauen-Wasserball wird von der LEN erstmals 1985 in Oslo als EM-Turnier ausgeschrieben.

Wie 2 Jahre zuvor erneut 39 EM-Medaillen (17-17-5) für DSSV-Athleten im Schwimmen und Springen, diesmal allerdings kein kompletter »Durchmarsch« bei den Frauen, dafür gewinnt Uwe Dassler / Potsdam die 400 und 1500 m Freistil. Über 400 m Freistil wird er 1988 auch Olympiasieger.

 
Uwe Dassler
 
15. bis 18. Mai 1986Der DSV feiert sein 100-jähriges Bestehen in der Bonner Beethoven-Halle, FINA und LEN tagen in Bonn. Quasi als Geburtstagsgeschenk erhält der DSV mit der Stadt Bonn den Zuschlag für die EM 1989. Der wiedergewählte DSV-Präsident Harm Beyer / Hamburg wird als Schatzmeister ins LEN-Bureau (1986–1994, von 1994–1998 Sekretär, seit 1978 im LEN-Bureau) gewählt. Der DSV weist in seinem Jubiläumsjahr knapp 510.000 Mitglieder in 2200 Abteilungen und Vereinen aus.
 
Harm Beyer
 
12. bis 16. Juli 1986Die FINA führt in Tokio erstmals offi zielle Weltmeisterschaften für Senioren durch, die LEN zieht 1987 mit 1. Europameisterschaften in Blackpool nach.
 
21. bis 27. Juli 1986Der DSV richtet in seinem Jubiläums-Jahr die Jugend-Europameisterschaften in Berlin aus.
 
13. bis 23. August 1986

Bei der 5. WM in Madrid erzielt der DSV mit 4 Gold-, 2 Silber- und 1 Bronzemedaille sein bislang bestes WM-Ergebnis. Michael Groß wiederholt seinen Triumph von 1982 über 200 m Freistil und 200 m Schmetterling, der Kölner Rainer Henkel wird ebenfalls Doppel-Weltmeister über 400 und 1500 m Freistil. Die 4×200 m Freistilstaffel Henkel, Groß, Schowtka, Fahrner »verliert« Gold um 5/100-Sekunden in einem deutsch-deutschen Duell an die DDR.

Die DDR behauptet sich bei der letzten WM vor der Wiedervereinigung als Nr. 1 im Welt-Schwimmsport deutlich gegenüber den USA (7-7-10) mit 30 Medaillen (14-12-4) und gewinnt 13 von 16 Wettbewerben bei den Frauen. Das 14. Gold holt die 4×200 m Freistilstaffel der Männer vor dem Quartett des DSV. Heike Friedrich / Karl-Marx-Stadt und Kristin Otto / Leipzig werden jeweils 4-fache Weltmeisterin.

 
Rainer Henkel
 
16. bis 23. August 1987

Michael Groß gewinnt zum 4. Mal in Folge die 200 m Schmetterling bei der EM in Straßburg, verliert aber die 200 m Freistil (Bronze) und die 100 m Schmetterling (Silber). Mit Peter Sitt / Köln, Henkel und Fahrner holt Groß Gold und Weltrekord (7:13,10) mit der 4×200 m Freistilstaffel. Henkel wird Europameister über 1500 m Freistil, der Münchner Albin Killat im Kunstspringen vom 3-m-Brett. Die DSV-Bilanz: 17 Medaillen (4-4-9) im Schwimmen und Springen.

Der Siegeszug auf europäischer Ebene hält an: die DSSV-Schwimmer und -Springer sammeln die Rekord-Medaillenzahl von 41 (18-13-10). Die Frauen gewinnen 14 von 16 Wettbewerben (neu im Programm: 50 m Freistil), Kristin Otto holt alleine 5 Mal Gold.

 
Albin Killat
 
28. bis 30. August 1987Eine Woche nach den Europameisterschaften in Straßburg bestreiten die Schwimmer und Springer des DSV und des DSSV in München den historischen ersten und einzigen deutsch-deutschen Länderkampf. Vorausgegangen ist eine intensive sportpolitische Vorarbeit der beiden Verbandspräsidenten Harm Beyer (DSV) und Prof. Dr. Georg Zorowka (DSSV). Die Auswahl des DSSV gewinnt beide Vergleiche im Schwimmen und Springen.
 
Programmheft 1. Länderkampf BRD-DDR
 
1988Einführung von »Bestenermittlungen der Senioren« in Boxberg, 1989 in Bitterfeld Senioren-Meisterschaften im DSSV, 1990 ebenfalls in Bitterfeld internationale Senioren-Meisterschaften der DDR.
 
17. September bis 2. Oktober 1988

3. Olympia-Gold für Michael Groß in Seoul, diesmal über 200 m Schmetterling. Über 200 m Freistil und 100 m Schmetterling, seine Gold-Strecken von L.A., wird er nur 5., mit der 4×200 m Freistilstaffel holt er Bronze, der Hamburger Stefan Pfeiffer wird 2. über 1500 m Freistil hinter Wladimir Salnikow / UdSSR, aber vor 400-m-Sieger Uwe Dassler / Potsdam. Die Wasserballer werden 4.

Mit 6 Mal Gold avanciert die Leipzigerin Kristin Otto zur »Königin von Seoul« – 6 auf einen Streich ist einmalig geschichte. Die DSSV-Athleten holen 28 Medaillen (11-8-9), die F Stefan Pfeiffer rauen alleine 10 Mal Gold.

 
Kristin Otto
 
12. bis 20. August 1989

Der DSV richtet in Bonn zum 2. Mal nach Magdeburg (1934) eine Europameisterschaft aus und gewinnt insgesamt 9 Medaillen (3-3-3). Die DSV-Sieben schlägt im Wasserball-Finale sensationell Olympiasieger und Weltmeister Jugoslawien in der 2. Verlängerung mit 10:9 und holt sich den 2. EM-Titel nach 1981. Sieg-Torschütze Rainer Osselmann (ASC Duisburg) stand wie auch Peter Röhle, Hagen Stamm (beide Wfr. Spandau 04) und Frank Otto (SV Cannstatt) bereits in der Meistermannschaft von 1981. Gold auch für Albin Killat vom 3-m-Brett und die 4×100 m Freistil der Männer mit den Zwillingen Bengt und Björn Zikarsky.

Der DSSV feiert auf der Bühne des internationalen Schwimmsports einen letzten großen Triumph als eigenständiger Verband mit insgesamt 16 Gold-, 11 Silber- und 11 Bronzemedaillen in 43 Wettbewerben und stellt erneut bei einer EM die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft! Kristin Otto beendet ihre herausragende internationale Karriere in Bonn mit zwei EM-Titeln über 100 m Rücken und 4×100 m Lagen. Zwischen 1962 (Heidi Pechstein / Leipzig) und 1989 (Katrin Meißner / Berlin) stellt der DSSV 10 Mal in Folge Europas schnellste Kraulsprinterin über 100 m Freistil.

 
DSV-Wasserballer holen EM-Titel
 

1970 bis 1979

Datum/JahrEreignis

 
1970Die Deutsche Wasserball-Meisterschaft der Männer wird erstmals in Form einer Bundesliga entschieden.
 
5. bis 12. September

Die bundesdeutschen Schwimmer tauchen nach dem Tief von Utrecht wieder auf, gewinnen bei der EM in Barcelona 4 Gold-, 6 Silber- und 4 Bronzemedaillen. Der in den USA gestählte Mannheimer Hans Fassnacht wird 3-facher Europameister über 200 m, 1500 m und 4×200 m Freistil, Silbermedaillengewinner über 400 m Freistil, 400 m Lagen und 4×100 m Freistil. Fassnacht schwimmt in seiner Laufbahn 2 Weltrekorde über 400 m Freistil und 200 m Schmetterling, bleibt als 1. Mensch über 400 m Freistil auf der Kurzbahn unter der Vier-Minuten-Grenze (1969 in 3:59,7) und wird 3 Mal hintereinander »Sportler des Jahres« (1969-1971) in der Bundesrepublik.

Der DSSV avanciert zur Nr. 1 auf dem Kontinent, gewinnt durch Schwimmer und Springer insgesamt 34 Medaillen (16-9-9), die Leipzigerin Gabriele Wetzko wird 4-fache Europameisterin über 100 und 200 m Freistil und mit beiden Staffeln. Roland Matthes bestätigt seinen Ruf als weltbester Rückenschwimmer, erweist sich aber auch als zweitschnellster Kraulsprinter in Europa.

 
Hans Fassnacht
 
3. / 4. September 1971Die DDR und die USA bestreiten in Leipzig den 1. von insgesamt 3 Länderkämpfen den USA. Zwei weitere folgen 1974 in Concord und 1977 in Berlin. Die Amerikaner sind in allen 3 Vergleichen erfolgreich.
 
Eintrittskarte Länderkampf 1971
 
10. Juli 1972Historischer Augenblick in der internationalen Schwimmsport-Geschichte: Bei den 23. DDR-Meisterschaften in Leipzig schwimmt Roland Matthes mit 2:02,8 Minuten Weltrekord über 200 m Rücken und ist damit für kurze Zeit schneller als der aktuelle Weltrekordler über 200 m Schmetterling, Hans Fassnacht / Mannheim (2:03,3).
 
Roland Matthes
 
August 1972DSSV-Präsident Prof. Dr. Georg Zorowka / Halle wird auf dem FINA-Kongress in München Mitglied des FINA Bureaus, von 1980 bis 1991 als Vize-Präsident, von 1974 bis 1991 ist er auch Mitglied des LEN-Bureaus.
 
27. August bis 4. September 1972

Bei den Olympischen Spielen in München holt der DSV 1 Mal Silber durch die 4×200 m Freistilstaffel der Männer sowie 3 Mal Bronze durch »Glatzkopf« Werner Lampe / Bonn über 200 m Freistil und die beiden Frauen-Staffeln über 4×100 m Freistil und 4×100 m Lagen – jeweils hinter den USA und der DDR.

Roland Matthes steht in München erneut auf dem obersten Treppchen bei den Siegerehrungen für 100 und 200 m Rücken. Die Athleten des DSSV holen insgesamt 11 Medaillen (2-5-4) im Schwimmen und Springen. Die 13-jährige Kornelia Ender / Halle avanciert mit 3 Silbermedaillen zur jüngsten deutschen Olympia-Medaillengewinnerin aller Zeiten.

 
Werner Lampe (li.)
 
1. bis 9. September 1973

Mit 3 Bronzemedaillen in Staffeln muss sich der DSV bei den ersten Weltmeisterschaften der FINA in Belgrad begnügen.

Die WM-Premiere erfolgt mit einem Paukenschlag: Die DDR-Mädchen küren sich mit 10 Goldmedaillen zur Nr. 1 im Welt-Schwimmsport. Der DSSV holt insgesamt 28 Medaillen (13-6-9) im Schwimmen / Springen. Die Rostockerin Christa Köhler erkämpft dabei auch das einzige WM-Gold (3 m) für die Wasserspringer des DSSV in der Geschichte.

 
Christa Köhler
 
8. bis 10. August 1974Bei den 1. Europameisterschaften im Synchronschwimmen in Amsterdam – bei der Premiere noch getrennt von Schwimmern, Springern und Wasserballern – gewinnt die Münchnerin Brigitte Serwonski Bronze im Solo und 2 Mal Silber mit Beate Mäckle im Duett und mit der Gruppe.
 
18. bis 25. August 1974

Der Erfolgstrend der »doppelten Deutschen« bei Europameisterschaften hält auch in Wien an. Der DSV stellt bei insgesamt 11 Medaillen 6 Titelträger. Der Wuppertaler Peter Nocke ist dabei alleine 5 Mal beteiligt – über 100 und 200 m Freistil und in allen 3 Staffeln, die Aachenerin Christel Justen schafft als einzige das Kunststück, die Siegesserie der »flying fräuleins« aus der DDR mit Weltrekord (1:12,55) über 100 m Brust zu durchbrechen.

Den DSSV-Schwimmerinnen gelingt mit 13 Goldmedaillen in 14 Wettbewerben fast der »totale Durchmarsch«. Kornelia Ender tritt mit 4 Goldmedaillen die Nachfolge von Gabriele Wetzko an. Rücken-Doppelsieger Roland Matthes sucht diesmal die 100 m Schmetterling (Silber) als »Nebenstrecke«. Bilanz: 36 Medaillen (17-15-4) im Schwimmen und Springen.

 
Christel Justen
 
1. Januar 1975Die Mitgliederstatistik weist für den DSV mehr als 513.000 Schwimmsportler in über 2000 Abteilungen und Vereinen aus.
 
18. bis 27. Juli 1975

Das Staffel-Drama der USA über 4×200 m Freistil der Männer - Frühwechsel bei riesigem Vorsprung – beschert dem DSV-Quartett Klaus Steinbach, Werner Lampe, Hajo Geissler und Peter Nocke in Cali / Kolumbien den 1. WM-Titel überhaupt. Geissler gewinnt auch noch Bronze über 400 m Lagen, die Männerstaffeln über 4×100 m Freistil und 4×100 m Lagen holen Bronze.

Der DSSV bestätigt seine Dominanz im Frauen-Schwimmsport auf Weltebene. Die Frauen gewinnen wie 2 Jahre zuvor in Belgrad 10 von 14 Wettbewerben, Matthes siegt noch einmal über 100 m Rücken.

 
5. März 1976Klaus Steinbach schwimmt auf der Kurzbahn des Bremer Zentralbades die 100 m Freistil als erster Mensch überhaupt schneller als 50 Sekunden (49,99), zwei Tage später steigert er sich an gleicher Stelle auf 49,78 Sekunden.
 
Klaus Steinbach
 
1. bis 5. Juni 197617 Weltrekorde fallen bei den 27. DDR-Meisterschaften in Berlin, bei den Frauen nur im 200-m-Brustschwimmen nicht! Kornelia Ender schwimmt dabei alleine 5 Weltrekorde in 5 verschiedenen Disziplinen: 55,73 über 100 m Freistil, 1:59,78 über 200 m Freistil, 1:00,13 über 100 m Schmetterling, 1:01,62 über 100 m Rücken und 2:17,14 über 200 m Lagen – Enders Vielseitigkeit ist unerreicht im internationalen Schwimmsport.
 
18. bis 27. Juli 1976

Peter Nocke mit 2 Mal Bronze über 100 m Freistil und mit der 4×100 m Lagenstaffel rettet die ansonsten ernüchternde DSV-Bilanz bei den Olympischen Spielen in Montreal.

Die DDR-Schwimmerinnen bleiben in Montreal mit 11 Olympiasiegen in 13 Wettbewerben die dominierende Frauen-Mannschaft. Roland Matthes verabschiedet sich mit Bronze über 100 m Rücken von der großen internationalen Bühne. Seine spätere Frau Kornelia Ender (verheiratet von 1978 bis 1982) wird 4-fache Olympiasiegerin (zusätzlich 1 Mal Silber). Am 22. Juli gewinnt sie innerhalb von 28 Minuten Gold über 100 m Schmetterling und 200 m Freistil, jeweils mit Weltrekord. Zwischen 1973 und 1976 stellt sie insgesamt 23 Einzel- und 5 Staffel-Weltrekorde auf.

 
Peter Nocke
 
13. bis 21. August 1977

Der DSV steigert seine gute EM-Bilanz von Wien in Jönköping / Schweden noch einmal auf 12 Medaillen mit 7 Europameistern bei den Männern: Nocke ist erneut über 100 m und 200 m Freistil sowie über 4×100 m Freistil und 4×100 m Lagen erfolgreich und damit insgesamt 9-maliger Europameister, der Dortmunder Gerald Mörken gewinnt die 100 m (1:02,86 Weltrekord) und 200 m Brust, der Gladbecker Michael Kraus die 200 m Schmetterling, Mörken und Kraus stehen auch in der siegreichen Lagenstaffel.

Bis auf das Brust - schwimmen (100 m und 200 m) dominieren die DDR-Schwimmerinnen erneut die EM. Gesamtbilanz des DSSV: 34 Medaillen (16-11-7) im Schwimmen und Springen. Petra Thümer / Karl-Marx-Stadt wird 3-fache Europameisterin (200, 400 und 800 m Freistil).

 
Petra Thümer (li.), Gerald Mörken (re.)
 
28. September bis 2. OktoberEin 1. Meilenstein zur Entwicklung des Breitensports im Verband: Der 1. internationale Kongress zum Anfängerschwimmen wird in Bayreuth durchgeführt. In den folgenden Jahren hat die dsv-jugend in zahlreichen Seminarveranstaltungen hunderte Übungsleiterinnen und Übungsleiter aus- und fortgebildet, die sich mit dem Schwimmen lernen beschäftigten.
 
1978Der DSV trifft mit der DLRG, dem DTB, BDS, VDST, DRK und der Kultusministerkonferenz eine Vereinbarung über die bundesweite Gültigkeit der deutschen Prüfungsordnung Schwimmen-Retten-Tauchen in Verbänden und Schulen. Der große Erfolg der Olympischen Jugendlager inspiriert den Jugendausschuss des DSV anlässlich der III. Weltmeisterschaften 1978 in Berlin ein internationales Jugendlager durchzuführen.
 
18. bis 28. AugustDer gebürtige Hildesheimer Walter Kusch wird vor heimischer Kulisse in Berlin 1. Einzel- Weltmeister des DSV in Berlin über 100 m Brust (zusätzlich Silber mit der Lagenstaffel und Bronze über 200 m Brust). Klaus Steinbach feiert mit Bronze über 100 m Freistil in seiner auslaufenden Karriere seinen größten Einzelerfolg. Er stellt insgesamt 64 Einzelrekorde für den Bereich des DSV auf. Die Bilanz für die DSV-Schwimmer in Berlin: 7 Medaillen (1-2-4). Die DDR-Schwimmerinnen erleben ihr »Waterloo« – ausgerechnet in Berlin (West). Die sieggewohnten Frauen erringen diesmal nur einen einzigen WM-Titel durch die Berlinerin Barbara Krause über 100 m Freistil. Die Gesamtbilanz für Schwimmer und Springer: 15 Medaillen (1-10-4).
 
Walter Kusch
 

1960 bis 1969

Datum/JahrEreignis

 
25. August bis 6. September 1960

Wiltrud Urselmann holt Silber über 200 m Brust bei den Olympischen Spielen in Rom. Die gesamt - deutschen Frauen-Staffeln gewinnen Bronze über 4×100 m Freistil und 4×100 m Lagen. Die Heidelbergerin Ursel Brunner ist beide Male beteiligt, zwischen 1957 und 1964 schwimmt sie insgesamt 58 Einzelrekorde für den Bereich des DSV und ist in dieser Beziehung noch heute die erfolgreichste Athletin in der DSV-Geschichte!

Die gebürtige Dresdnerin Ingrid Krämer beendet in Rom als 1. Goldmedaillengewinnerin für den DSSV die 40-jährige Erfolgsserie der amerikanischen Brettspringerinnen bei Olympia. Mit gerade 17 Jahren wird Ingrid Krämer innerhalb der gesamtdeutschen Mannschaft Olympiasiegerin im Kunst- und Turmspringen und damit auch 1. deutsche Doppel-Olympiasiegerin überhaupt. Im gleichen Jahr wird sie in der DDR wie auch in der Bundesrepublik zur »Sportlerin des Jahres« gewählt – ein einmaliger Vorgang im geteilten deutschen Sport!

 
Ursel Brunner
 
18. bis 25. August 1962Der DSSV richtet die 10. Europameisterschaften in Leipzig aus und holt je 5 Gold- und Silber- sowie 7 Bronzemedaillen im Schwimmen und Springen, Ingrid Krämer wird 2-fache Europameisterin von Brett und Turm. Der DSV bleibt diesen Europameisterschaften nach dem Bau der Berliner Mauer (13. August 1961) fern.
 
1962In den Landesschwimmverbänden wird das Amt der Mädelwartin als Vertreterin der Mädchen eingeführt.
 
Dezember 1962Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb von 10 Jahren fast verdoppelt auf 243.000.
 
19631. von insgesamt 9 Verbands festen bis 1988 des DSSV in Döbeln, bei denen alle vier Fachsparten in Wettbewerben ohne Mitglieder aus den Leistungskadern den Breitensport präsentieren.
 
11. bis 18. Oktober 1964

Die Ära gesamtdeutscher Olympia-Mannschaften geht in Tokio zu Ende – mit Silbermedaillen für alle drei Männer-Staffeln und Bronze für Hans-Joachim Klein / Darmstadt über 100 m Freistil und Gerhard Hetz / Hof über 400 m Lagen. Klein steht in allen drei Silberstaffeln und gehört wie Hetz, Wiltrud Urselmann und Ernst-Joachim Küppers / Nordhorn, dem berühmten DSV-Jahrgang 1942 an, alle 4 Athleten schwammen in ihrer Laufbahn auch Weltrekorde.

Ingrid Engel-Krämer wiederholt in Tokio ihren Olympiasieg vom Brett (als 1. Deutsche überhaupt!) und holt trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung auch noch Silber vom Turm. Silber gewinnt auch der Rostocker Frank Wiegand über 400 m Freistil sowie mit den beiden gesamtdeutschen Freistilstaffeln.

 
4x200 m Freistil-Staffel
 
24. bis 31. Juli 19661. Zentrale Kinder- und Jugendspartakiade der DDR in Berlin mit Altersgruppen-Wettkämpfen (bis 1989).
 
20. bis 27. August 1966

Tiefpunkt in der EM-Geschichte des DSV: Die Osnabrückerin Heike Hustede mit Silber über 100 m Schmetterling einzige Medaillengewinnerin für den DSV.

Frank Wiegand entreißt dem Amerikaner Don Schollander bei der EM in Utrecht den Weltrekord über 400 m Freistil (4:11,1) und holt auch über 400 m Lagen und mit der 4×100 m Freistilstaffel Gold, zusätzlich Silber mit den beiden übrigen Staffeln. Die DSSV-Athleten gewinnen insgesamt 15 Medaillen (4-6-5) – darunter auch Silber für den Wasserballsport, der nach den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko City (6. Platz) keine spezielle Förderung mehr in der DDR erfährt.

 
Frank Wiegand
 
12. / 13. April 1968Der DSSV richtet erstmals in seiner Verbandsgeschichte Kurzbahn-Meisterschaften aus, die bis einschließlich 1989 immer in Rostock stattfi nden.
 
1. Juli 1968Der DSV bezieht seine eigene Geschäftsstelle in München, Silcherstraße, teilte sich vorher 8 Jahre die Räumlichkeiten mit dem Bayerischen Schwimmverband in München, Briennerstraße.
 
14. bis 26. Oktober 1968

Der Wuppertaler Michael Holthaus über 400 m Lagen und die Lagenstaffel der Frauen erhalten Bronze bei den Olympischen Spielen in Mexiko City. Holthaus schwimmt 1968 den letzten offi ziell von der FINA registrierten Weltrekord auf einer Yards-Bahn – 4:46,8 Minuten über 440 y Lagen.

Der Erfurter Roland Matthes beginnt mit 2 Mal Gold über 100 und 200 m Rücken sowie Silber mit der DDR-Lagenstaffel seinen Aufstieg zu einem der erfolgreichsten deutschen Schwimmer aller Zeiten, bleibt 7 Jahre lang zwischen 1966 und 1973 auf den Rückenstrecken ungeschlagen, gewinnt insgesamt 4 Gold- und jeweils 2 Silber- und Bronzemedaillen bei Olympia, wird 3 Mal Welt- und 4 Mal Europameister über 100 und 200 m Rücken und 40 Mal DDR-Meister (Kurz- und Langbahn), stellt 19 Einzel-Weltrekorde (zusätzlich 2 Mal 4×100 m Lagen) auf, 7 Mal wird er als »DDR-Sportler des Jahres« gefeiert.

 
Roland Matthes
 
1969Erste Deutsche Senioren-Meisterschaften im Schwimmen und Springen in Bad Gandersheim, 1971 Umbenennung in »Bestenkämpfe«.
 
25. Oktober 1969Die von DSV-Präsident Dr. Hermann Karg / München initiierte zentrale Schwimmsport-Schule mit Internats-Charakter für die Nachwuchs förderung in der Bundesrepublik wird in Saabrücken eröffnet, benannt nach dem früheren FINA-Präsidenten Max Ritter aus Magdeburg. Sportlicher Leiter ist Bundestrainer Horst Planert. Die DSV-Schule besteht von 1969 bis 1984 und bringt u. a. Olympia-Medaillengewinner wie Angela und Klaus Steinbach, Silke Pielen und Gudrun Beckmann (alle 1972 in München) hervor.
 

1950 bis 1959

Datum/JahrEreignis

 
1950Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Sportjugend in Bayrischzell. Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits beim DSV das Amt des Jugendwartes. Der Jugendwart gehört der Verbandsleitung an und wird ebenso wie die übrigen Mitglieder alle zwei Jahre neu gewählt.
 
4. bis 7. August 1950In Pirna finden die 1. offi ziellen Schwimm-Meisterschaften der DDR nach der Proklamation der Deutschen Demokratischen Republik (7. Oktober 1949) statt, 1948 in Zeitz und 1949 in Erfurt gibt es bereits »Vorläufer« in der sowjetischen Zone. BSG
Börde Magdeburg wird im August erster offizieller Wasserballmeister der DDR.
 
20. bis 27. AugustMit 8 Medaillen (4-2-2) melden sich die Schwimmer und Springer des DSV nach dem 2. Weltkrieg in der internationalen Gemein schaft bei den 7. Europameisterschaften in Wien zurück. Heinz-Günther Lehmann / Braunschweig (1500 m Freistil), der Münchner Herbert Klein (200 m Brust), Hanns Aderhold / Gronau (Brett) und Günther Haase / Lüden scheid (Turm) sind die Nr. 1 auf dem Kontinent. Lehmann wird bis 1984 mit 35 Einzeltiteln als Rekordmeister im DSV geführt.
 
Heinz-Günther Lehmann
 
10. Dezember 1950

Gründung des Deutschen Sportbundes (DSB) in Hannover.

Der DSV weist mehr als 130.000 Mitglieder aus.

 
25. August 1951Die »Sektion Schwimmen«, im Mai 1951 gebildet, wird als provisorisches Mitglied in die FINA aufgenommen, was den DDR-Schwimmern die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen gestattet.
 
25. Juli bis 2. August 1952Der favorisierte Weltrekordmann Herbert Klein über 200 m Brust und Günther Haase im Turmspringen gewinnen Bronze bei den Olympischen Spielen in Helsinki. Klein schwimmt im Schmetterlingsstil mit Brustgrätsche, er stellt in seiner Laufbahn insgesamt zwei Welt- und zehn Europarekorde auf.
 
Herbert Klein
 
1953Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Wolfenbüttel werden erstmals Senioren-Wettkämpfe durchgeführt.
 
1954

Am 22. April 1954 erzielt der Dresdner Alfred Spengler mit 5:18,3 Minuten über 400 m Lagen den ersten Weltrekord eines DDR-Schwimmers.

 

Die BSG Berlin gewinnt die 1. DDR-Meisterschaft im »Zwölfer-Kunstreigen« (Kunstschwimmen).

 
31. August bis 5. September 1954

Die aus Danzig stammende Ursula Happe / Dortmund wird in Turin Europameisterin über 200 m Brust und gewinnt zusätzlich Bronze über 100 m Schmetterling, ebenfalls Bronze erhält die 4×100 m Freistilstaffel der Frauen.

Die Erfurterin Jutta Langenau über 100 m Schmetterling und Klaus Bodinger / Leipzig über 200 m Brust sind die 1. Europameister im Schwimmen für die DDR.

 
Jutta Langenau
 
1955In Berlin wird erstmals die Veranstaltung für »Alte Meister Schwimmen« durchgeführt.
 
28. November bis 7. Dezember 1956

Bei den Olympischen Spielen in Melbourne tritt erstmals eine gesamtdeutsche Mannschaft an. Die schon 30-jährige Ursel Happe holt Gold über 200 m Brust.

Die 1. Olympia-Medaillengewinnerin für den DDR-Schwimmsport heißt Eva-Maria ten Elsen. Bei den Spielen in Melbourne gewinnt die Leipzigerin innerhalb der ersten gesamtdeutschen Mannschaft Bronze über 200 m Brust.

 
Ursula Happe
 
1957

Erste Deutsche Meisterschaften im Synchronschwimmen und Bilderreigen in Ludwigshafen.

 

Die Jugendwarte der Spitzenverbände beschließen eine Musterjugendordnung mit allgemeinen Grundsätzen der Jugendarbeit.

 
27. / 28. April 1957Gründung des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB) als gesellschaftliche Dachorganisation des DDR-Sportes bis zum Beitritt der Landessportbünde der fünf neuen Bundesländer zum Deutschen Sportbund (DSB) am 15. Dezember 1990.
 
13. bis 15. September 1957Die DDR und die UdSSR starten ihren traditionellen Freundschaftsländerkampf (bis 1989). Die DDR bleibt in 16 von insgesamt 27 Vergleichen mit der UdSSR erfolgreich.
 
3. / 4. Mai 1958Gründung des Deutschen Schwimmsport-Verbandes (DSSV) der DDR in Zeitz, 1. Präsident ist Heinz Deininger / Bitterfeld, von 1964 bis 1968 Mitglied im FINA-Bureau, von 1962 bis 1970 auch Mitglied im LEN-Bureau.
 
Wappen DSSV
 
31. August bis 6. September 1958

Erneut nur 3 Medaillen (0-1-2) für die Schwimmer und Springer des DSV bei der EM in Budapest. Klaus Bodinger, 1954 noch Europameister für die DDR, wechselt 1955 in die Bundesrepublik und wird diesmal EM-Dritter in Budapest über 200 m Brust. Über die gleiche Strecke gewinnt die Krefelderin Wiltrud Urselmann ebenfalls Bronze, der Regensburger Horst Rosenfeld Silber vom 3-m-Brett.

Nur 1 Mal Bronze für die Schwimmer der DDR durch Wolfgang Wagner / Karl-Marx-Stadt bei der EM in Budapest über 100 m Rücken – es soll ihr schlechtestes Ergebnis bei einer EM bleiben.

 

1930 bis 1949

Datum/JahrEreignis
 
1930

Die Mitbestimmung der Frauen wird auf dem 36. Verbandstag 1930 in Braunschweig mit der Wahl einer DSV-Frauenvertreterin institutionalisiert.

Walther Binner, selbst Olympia-Teilnehmer 1912 und Weltrekordler 1909, wird als bislang einziger DSV-Funktionär zum Präsidenten der LEN gewählt (bis 1934), von 1932 bis 1936 fungiert Binner auch als Präsident der FINA.

 
Walter Binner
 
23. bis 30. August 1931Gerhard Deutsch aus Breslau wird in Paris Europameister über 100 m Rücken, Olga Jordan, gebürtig in Nürnberg, im Kunstspringen, Ewald Riebschläger verteidigt seinen Titel vom Brett erfolgreich. Olga Jordan gilt als eleganteste Springerin Europas in den 30er Jahren.
 
6. bis 13. August 1932Der DSV muss sich bei den 10. Olympischen Sommerspielen in Los Angeles mit einer einzigen Silbermedaille begnügen – Ungarn dreht vier Jahre nach der »Schmach« von Amsterdam den Spieß herum und gewinnt Wasserball-Gold vor Deutschland.
 
12. bis 19. August 1934Der DSV ist erstmals Ausrichter einer Europameisterschaft in Magdeburg, die DSV-Springer räumen alle vier Titel durch den Iserlohner Leo Esser, den Frankfurter Hermann Stork, die inzwischen verheiratete Olga Jensch-Jordan und die Berlinerin Hertha Schieche ab, Gold geht auch an die beiden 200-m-Brustschwimmer Martha Genenger / Krefeld und Erwin Sietas / Hamburg.
 
Olga Jensch-Jordan
 
18. April 1936Auf einem außerordentlichen Verbandstag in Berlin haben die Teilnehmer über die Aufl ösung und Überführung des DSV in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen (DRL, ab 1938 NSRL) zu befinden.
 
8. bis 15. August 1936Mit dem späteren DSV-Präsidenten Bernhard Baier / Hannover (1950–1960) erkämpft die DSV-Sieben im Wasserball erneut hinter Ungarn Silber bei den Olympischen Spielen in Berlin. Ebenfalls Silber holen über 200 m Brust Erwin Sietas und Martha Genenger sowie die 4×100 m Freistilstaffel der Frauen, Bronze Gisela Arendt / Charlottenburg über 100 m Freistil und die beiden Turmspringer Hermann Stork und Käte Köhler / Hamburg.
 
Erwin Sietas
 
1936Zu Altherren-Schwimmfesten erhalten
erstmals auch Frauen Zugang.
 
6. bis 13. August 1938
5 Mal EM-Gold für den DSV in London in seinen traditionell starken Disziplinen durch Heinz Schlauch / Gera über 100 m Rücken, Joachim Balke / Bremen über 200 m Brust vor Titelverteidiger Sietas, die 4×200 m Freistilstaffel der Männer sowie Erhard Weiß / Dresden von Brett und Turm, für die Wasserballer gibt es zum 3. Mal hintereinander Silber hinter Ungarn.
 
17. Dezember 1945Die Direktive Nr. 23 des Alliierten Kontrollrates bestimmt, dass zum 1. Januar 1946 alle Sportorganisationen aufzulösen sind, die vor der Kapitulation in Deutschland bestanden haben.
 
8. Februar 1947In Hamm wird der Westdeutsche Schwimm-Verband unter Vorsitz von Willy Isenberg / Wuppertal als erster Regionalverband ins Leben gerufen, Vorläufer und Muster für die spätere Neugründung des DSV.
 
3. / 4. August 1947Die 1. Nachkriegsmeisterschaften der Schwimmer finden in Frankfurt / Main statt – noch mit Teilnehmern aus der sowjetischen Zone (spätere DDR).
 
1947, 1948Bei den Europameisterschaften 1947 in Monte Carlo und den Olympischen Spielen 1948 in London sind deutsche Sportler in Folge des 2. Weltkrieges nicht vertreten.
 
11. / 12. September 19481. Ostzonen-Meisterschaften im Schwimmen und Wasserball in Zeitz.
 
1. Oktober 1948Gründung des Deutschen Sportausschusses, einer eigenständigen Dachorganisation in der sowjetischen Zone als Vorläufer des DTSB der DDR.
 
19. bis 21. August 1949Anlässlich der 3. Nach kriegsmeisterschaften in Peine wird die Neugründung des Deutschen Schwimm-Verbandes ausgerufen, der satzungsgebende Verbandstag folgt vom 8. bis 10. April 1950 in Schwäbisch-Gmünd. Bernhard Baier löst Kurt Masch / Hamburg als DSV-Präsident ab, bleibt bis 1960 im Amt. 1950 ist er maßgeblicher Gründer-Vater des DSB und enger Vertrauter von DSB-Präsident Willi Daume.
 
Titelbild Festprogram DM 1949
 
5. September 1949Die FINA-Führung nimmt in Mailand den DSV-Antrag auf Wiederaufnahme in den Welt-Schwimmverband an. DSV-Vize-Präsident Bernhard Skamper / Köln, später Sportchef des Westdeutschen Rundfunks (WDR), und der aus Magdeburg stammende FINA-Generalsekretär Max Ritter / USA leisten maßgebliche Vorarbeit.
 

1910 bis 1929

Datum/JahrEreignis
 
1912Der 1. Deutsche Wasserballmeister bei den Männern heißt Germania 1887 Berlin. Im Endspiel in Charlottenburg schlagen die Berliner Schwaben Stuttgart mit 4:2.
Wasserballer Germania Berlin, 1912
 
6. bis 15. Juli 1912Schwimm-Wettbewerbe für Frauen werden erstmals bei den 5. Olympischen Spielen in Stockholm ins Programm aufgenommen. Walter Bathe / Breslau gewinnt Gold über 200 und 400 m Brust, Paul Günther / Hannover im Kunstspringen.
 
19. Oktober 1913Per Satzung ruft der DSV die Gründung einer Lebensrettungs-Gesellschaft als Vereinigung innerhalb des DSV ins Leben.
 
1914Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wächst der DSV auf über 61.000 Mitglieder in 378 Vereinen an.
 
1919Frauen nehmen erstmals mit 6 Wettbewerben an Deutschen Meisterschaften in Magdeburg teil.
 
24. Juli 1919Die Deutsche Schwimmerschaft (DS) schließt sich wieder dem DSV an.
 
1920, 1924Bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen und 1924 in Paris fehlen deutsche Sportler in Folge des 1. Weltkrieges.
 
1922Die Mitgliederentwicklung im DSV erreicht einen vorläufi gen Höhepunkt: Der DSV weist 213.281 Mitglieder in 800 Vereinen aus.
 
1923Erich »Ete« Rademacher / Magdeburg, das Idol des deutschen Schwimmsports der 20er und 30er Jahre, öffnet mit seinen Erfolgen ab 1923 die sportliche Isolation Deutschlands im internationalen Sport nach dem 1. Weltkrieg. Zwischen 1916 und 1933 gewinnt er 998 Rennen, schwimmt dabei 9 Weltrekorde. Nach einer triumphalen Amerika-Reise 1926 empfängt ihn Reichspräsident Paul von Hindenburg in einer zweistündigen Privataudienz.
 
Erich (Ede) Rademacher
 
25. Mai 1925Wiedereintritt des DSV in die FINA auf einer Tagung in Prag.
 
1926Ein »Fest der alten Meister« wird erstmals im Verbandsbereich des DSV in Magdeburg durchgeführt.
 
18. bis 22. August 1926Die Schwimmer und Springer des DSV dominieren die 1. offi ziellen Europameisterschaften in Budapest. Der auf Samoa geborene Gustav Fröhlich von Hellas Magdeburg gewinnt den EM-Titel über 100 m Rücken, Erich Rademacher den über 200 m Brust, die deutsche 4×200 m Freistilstaffel startet eine große Erfolgsreihe, Arthur Mund aus Halberstadt vom Brett und Hans Luber aus München vom Turm setzen mit ihrem ersten EM-Gold die deutsche Springer-Tradition fort.
 
30. August 1927Gründung der Ligue Européenne de Natation (LEN) anlässlich der 2. Europameisterschaften in Bologna, DSVSchwimmwart Walther Binner / Breslau wird Vize-Präsident der LEN, die Frauen finden Einlass in das EM-Wettkampfprogramm, Rademacher, Luber und die 4×200 m Freistilstaffel der Männer wiederholen ihren Vorjahreserfolg, Hilde Schrader / Magdeburg über 200 m Brust und Ewald Riebschläger / Zeitz im Kunstspringen vom 3-m-Brett holen ebenfalls EM-Gold, der DSV stellt wie schon 1926 die erfolgreichste Mannschaft.

 
4. bis 11. August 1928Erich Rademacher wird bei den 9. Spielen in Amsterdam als Torhüter Olympiasieger mit der deutschen Wasserball-Nationalmannschaft gegen Ungarn und eine Stunde vorher Silbermedaillen- Gewinner über 200 m Brust, Hilde Schrader gewinnt die 200 m Brust. Mit »Ete« Rademacher bilden Fritz »Itze« Gunst, Karl Bähre / beide Hannover, Otto Cordes, Emil Benecke, seinem Bruder Joachim Rademacher, Max Amann / alle Magdeburg und Johannes Blank / Nürnberg die legendäre Wasserball-Mannschaft.
 

1900 bis 1909

Datum/JahrEreignis
 
12. bis 19. August 1900Bei den 2. Spielen in Paris stellt der DSV mit dem Bremer Ernst Hoppenberg über 200 m Rücken und im 200 m Mannschaftsschwimmen seinen ersten Olympiasieger. Wasserball feiert Olympia-Premiere. Eine deutsche Nationalmannschaft verliert in ihrem 1. offi ziellen Länderspiel gegen Frankreich 2:3. Das 2. Länderspiel folgt erst 22 Jahre später in Arosa mit 1:2 gegen die Schweiz.
 
1900Verfechter des »volkstümlichen Schwimmens« treten aus dem DSV aus und gründen eine Gegenorganisation, die Deutsche Schwimmerschaft (DS).
 
5. August 1904Der Berliner Georg Zacharias schwimmt in Berlin mit 8:30,6 Minuten über 500 m Brust den 1. offi ziellen Weltrekord überhaupt, den die FINA rückwirkend nach ihrer Gründung 1908 anerkennt. Wasserspringen wird olympisch.
 
5. bis 7. September 1904Die Berliner Emil Rausch über 880 Yards und 1 Meile Freistil (Seiteschwimmen), Walter Brack über 100 y Rücken und Georg Zacharias über 440 y Brust gewinnen Gold bei den 3. Olympischen Spielen 1904 in St. Louis.
 
 Emil Rausch
 
1906Der Australier Cecil Healy demonstriert in Hamburg eine in Deutschland noch nie gesehene Crawltechnik, die das in Europa gängige „Hühschwimmen“ (Hand-über-Hand) bald ablöst.
 
August 1906Der DSV gibt erstmalig eine offi zielle Sprungtabelle heraus mit insgesamt 145 verschiedenen Übungen.
 
1907Erstes Schauschwimmen (Kunstschwimmen) von Damen des DSV München vor geladenen Gästen – aber hinter verschlossenen Türen. Zu den prominentesten Gästen zählte die königliche bayerische Familie.
 
16. bis 25. Juli 1908Arno Bieberstein aus Magdeburg gewinnt die 100 m Rücken bei den 4. Olympischen Spielen in London, die DSV-Kunstspringer Albert Zürner / Hamburg, Kurt Behrens / Magdeburg und Gottlob Walz / Stuttgart feiern einen 3-fachen Triumph.
 
19. Juli 1908Gründung des Welt-Schwimm-Verbandes, der Fédération Internationale de Natation Amateur FINA). Zu den Gründungsvätern zählt für den DSV der Magdeburger Max Ritter (1886–1974), später als amerikanischer Staatsbürger von 1960 bis 1964 Präsident der FINA. Ritter gilt als eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Geschichte des internationalen Schwimmsports.
 
Max Ritter
 
8. Oktober 1908Die Magdeburgerin Martha Gerstung schwimmt in Magdeburg in 1:35,0 Minuten über 100 m Freistil den 1. offiziellen Frauen-Weltrekord, knapp drei Monate nach Gründung der FINA.
 
 

1886 bis 1899

Datum/JahrEreignis
 
8. August 188631 Verteter aus 9 Vereinen gründen in Berlin den Deutschen Schwimm-Verband (DSV). Die Gründer-Vereine: Berliner Schwimm-Verein von 1878, Schwimm-Club Hecht Berlin, Schwimm-Club Poseidon Berlin, Hamburger Schwimmverein von 1879, Hamburger Schwimmsport-Club Triton, Magdeburger Schwimm- Club von 1883, Dresdener Schwimm-Club Neptun, Breslauer Schwimmverein von 1885, Dessauer Schwimm-Club. Der 1. Verbands-Vorsitzende des DSV heißt Carl Miller / Magdeburg, der 24 Stunden vorher gekürte erste Meister, Max Hille, wird 1. Schriftführer des DSV.
 
 Gründerfahne des DSV von 1886
 
1886Der Begriff »Altherrenschwimmen« wird erstmals erwähnt und findet fortan in Literatur und Verbandsgeschehen Anwendung.
 
1891In Berlin fi nden erste Wettkämpfe im »Reigenschwimmen mit Kunstschwimmübungen« statt. Ein »Zurschaustellen« kommt allerdings nur für Männer in Frage!
 
1893Der Berliner Georg Hax wird in Wien Europameister im Kunstspringen. Von 1894 bis 1903 und später noch einmal von 1930 bis 1941 steht Hax als Präsident an der Spitze des Deutschen Schwimm- Verbandes – insgesamt 20 Jahre.
Zwei Amtszeiten: Georg Hax
 
1895Der Erste Wiener Athletik Schwimm-Club schließt sich dem DSV an, weitere öster - reichische Vereine folgen. Wien ist 1897 Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft.
 
22. September 1895Die Berliner Vereine Poseidon und Borussia bestreiten das erste Wasserballspiel in Deutschland. Die ersten Regeln sehen eine Spieldauer von zweimal zehn Minuten vor – ohne Spielerwechsel.
 
Erstes Wasserballspiel in Deutschland
 
6. bis 15. April 1896Schwimmen steht mit 4 Wettbewerben bei den Männern auf dem Programm der 1. Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen. Deutsche Teilnehmer sind nicht am Start.
 

... vor der Gründung

Datum/JahrEreignis
 
15381. Schwimm-Lehrbuch des Ingolstädter Pädagogen Nycolaus Wynmann.
 
1774In Frankfurt/Main wird die 1. Badeanstalt in Deutschland eröffnet.
 
1798Der Turnlehrer Johann Chr. Fr. Guts Muths (Foto) gibt ein »Kleines Lehrbuch der Schwimmkunst zum Selbstunterricht« heraus.
 
 
 
1840In Berlin wird eine Schwimm-Sprung-Gesellschaft mit der Bezeichnung »Tichy’sche Frösche« ins Leben gerufen. Tichy, seit 1811 an der Unterbaumbrücke in der Spree als Schwimmlehrer tätig, setzt damit die Tradition der Halloren (Salzwirkerbruderschaft aus Halle) im Wasserspringen fort.
  
1878Gründung des ältesten deutschen Schwimmvereins, des Schwimm-Club Neptun Berlin, ab 1883 dann Berliner Schwimm-Verein von 1878.
 
18831. »Meisterschaft von Deutschland« in Berlin, geschwommen wird im Halensee im Grunewald über eine englische Meile (1882 Vorläufer »Meisterschaft für Gentlemen«).
 
7. August 1886Im Vorgriff auf die einen Tag später folgende Verbandsgründung wird der erste Meister des DSV in Berlin ermittelt – Max Hille vom Magdeburger SC im Kunstspringen.
 

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Chronik-Legende