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Bädertagung fordert energieeffiziente Modernisierung von Bädern

„Schwimmen ermöglichen – Bäder erhalten“
01.06.2016 Kategorie: Verband

Sie waren sich einig: Bäder bedeuten Daseinsvorsorge für den Bürger - v. l. n. r.: Uwe Lübking, Wolfgang Hein, Prof. Kurt Wilke, Prof. Dr. Lutz Thieme (Foto: DSV)

Hannover. „Schwimmbäder sind keine Verhandlungsmasse zur Sanierung öffentlicher Kassen!“ Diese Feststellung stammt nicht vom Deutschen Schwimm-Verband oder von seinen Partnern. Die Verbände könnte man in dem Zusammenhang kritisch als Interessenvertreter sehen. Vielmehr ist der Satz das Fazit eines Referats von Uwe Lübking, dem Beigeordneten des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Berlin. Gehalten hat er es auf der Bädertagung des Deutschen Schwimm-Verbandes und seiner Partner am 28. Mai 2016 in Hannover. Lübking bestätigt, dass Sportstätten, und damit auch Schwimmbäder, zwar freiwillige Aufgaben der Kommunen, aber gleichwohl Teil der Daseinsvorsorge für den Bürger seien. Die freiwilligen Aufgaben der Kommunen, u.a. auch die Unterhaltung von Schwimmbädern, machten erst das individuelle Angebot der Gemeinden an die Bürgerinnen und Bürger, und damit die Lebensqualität dort aus. Eine gute Infrastruktur für Sportstätten einschließlich Bäder einer Gemeinde sei nicht nur Daseinsvorsorge, sondern bedeute auch ein nicht zu unterschätzendes Kriterium für die Standortentscheidung sowohl von Unternehmen als auch von Familien.

Auch eine weitere Forderung der Verbände, die Bäder nutzen, machte sich Lübking zu Eigen. Er forderte ein öffentliches Programm zur energieeffizienten Modernisierung von Bädern sowie eine interkommunale Kooperation beim deren Betrieb. Zur Energieeffizienz äußerte sich im Verlauf der Tagung auch der auf Bäderbau spezialisierte Ingenieur Hans-Helmut Schaper, Hannover. Er erläuterte, in welcher Weise Bäder bei der angestrebten Energiewende mitwirken könnten und stellte einen Leitfaden „Energieeffizienz in Schwimmbädern“ in Aussicht, der in etwa zwei Jahren erscheinen werde und wichtige Anstöße zu der geforderten Modernisierung geben könne. Gerade bei den funktionalen Bädern, die man landesweit in großer Zahl finde, gebe es erhebliche Einsparpotenziale beim Energieverbrauch.

Der Ort der Bädertagung: Akademie des Sports im LSB Niedersachsen (Foto: DSV)

Auf die angesprochene, interkommunale Zusammenarbeit hob auch DSV-Vizepräsident Wolfgang Hein in seiner Begrüßungsrede ab. Er bezog das insbesondere auf die funktionalen Bäder für den Schul- und Vereinsbetrieb. Der Bau und die Unterhaltung von Spaßbädern sei keine Aufgabe der Kommunen.

Im Einführungsreferat zur Tagung machte wieder mal der in Fachkreisen sehr bekannte Prof. Kurt Wilke, Köln, auf die grundsätzliche Bedeutung des Schwimmens aufmerksam. Schwimmen können gewährleiste nicht nur eine hohe Überlebensfähigkeit im und am Wasser, sondern sei insgesamt gesundheitsfördernd. Kinder, die regelmäßig schwimmen, erwerben Sach- und Sozialrespekt, sportliche Bildung und erfahren seelische Stabilität, so Wilke. Insoweit leisteten Bäder ihren besonderen Beitrag zur allgemeinen Gesundheitsförderung und Entwicklung der Gesellschaft.

Der Betrieb von Bädern, verursache Kosten. Deren sicherer und wirtschaftlicher Betrieb könne aber nur durch Fachkräfte sichergestellt werden. Das sagte Armin Koenen, Bonn, vom Bundesverband Deutscher Schwimmmeister. Er wies auf die besondere Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bädern hin. Das beziehe sich sowohl auf die Technik als auch in der Betreuung der Badegäste. Der Erfolg eines Bades stehe zweifellos mit der Qualifikation und der Berufsauffassung des Personals in direktem Zusammenhang. Das bestätigte auch Andreas Roters, Schwerte, der verschiedene Modelle für den Betrieb von Vereins- und Bürgerbädern vorstellte. Diese hätten sich bewährt, wenn die engagiert, aber auch mit hoher fachlicher Qualifikation geführt würden. Viele Vereinsbäder hätten sich inzwischen dem bestehenden „Netzwerk Bürger- und Vereinsbäder“ angeschlossen.

Zum Teil kontrovers wurde die Frage diskutiert, wieviel Bäder es in Deutschland denn überhaupt gebe. Gestellt hatte sie Prof. Dr. Lutz Thieme, Remagen, der den Stand und die Möglichkeiten einer bundesweiten Bäderstatistik untersucht hat. Nachdem die letzte bundesweite Sportstättenzählung aus dem Jahre 2002 stamme, kommt Thieme zu dem Schluss, dass man derzeit auf keine genauen Zahlen zurückgreifen könne. Auch das in den letzten Jahren immer wieder verbreitete Stichwort „Bädersterben“ ließ er nicht gelten, da es zum einen keinen nachprüfbaren Zahlen gebe, wieviel Bäder denn in welchen Zeitraum geschlossen worden seien. Außerdem könne man nicht vom „Sterben der Bäder“ reden, da es doch immer welche geben werde. Thieme regte an, ein nach einheitlichen Klassifizierungsmerkmalen aufgebautes Bädermonitoring zu installieren, das nach mindestens jeweils fünf Jahren die bestehenden Daten prüfe. So könne man u.a. unterschiedliche regionale Entwicklungen beschreiben und Standortentscheidungen beurteilen.

Kritisch merkte Thieme an, dass die im Lande zu beobachtende Verbandsvielfalt zwar grundsätzlich positiv sei, nicht selten aber zu vielfältigen verbandspolitischen Positionen führe. Das gelte auch für die Verbände, deren Mitglieder Bäder nutzen. Divergierende Verbandsinteressen förderten nicht die Durchsetzung der vertretenen Positionen gegenüber Dritten. Insoweit sei es unabdingbar, pro Bad mit einer Stimme zu sprechen.

Die Verbände, die zur Tagung eingeladen hatten, fordern funktionale Bäder u.a. für das Schul- und Vereinsschwimmen. Kommunen zielen darauf, die Kosten für den Betrieb von Bädern zu optimieren. Wie das zusammen gehen kann, wurde an einem holländischen Bäderkonzept deutlich, das Sander ten Broek vom Schwimmverband der Niederlande vorstellte. Er hat mit einem Team ein Bädermodell „2521 einfach schwimmen“ entwickelt, das funktionale Bäder zu vertretbaren Kosten baut. Die Grundkonzeption besteht aus einem Becken 25 mal 21 Meter (daher die Bezeichnung 2521), das allerdings nach den Erfordernissen des Betreibers variabel ist. Mit Baukosten ab 4 Mio Euro könne man ein solches Bad errichten. Grundsätzlich gehe es dabei um eine Mehrfachnutzung bei einfacher Bauweise, die gleichwohl einen hohen Qualitätsstandard beinhalte.

Zum Ergebnis der Tagung stellte Wolfgang Hein fest, dass man den verschiedenen Anregungen und Vorschlägen nachgehen werde. Insbesondere werden die beteiligten Verbände mitwirken, eine aussagefähige Bäderstatistik zu erstellen. Außerdem unterstützen sie vehement die Forderung nach einer energieeffizienten Modernisierung der Bäder, insbesondere der funktionalen Bäder für das Schul- und Vereinsschwimmen. Eine weitere Tagung ist für das Jahr 2017 vorgesehen.

 

Die Referate der Bädertagung zum Download:

 

Wolfgang Hein: » Wie sieht die Zukunft unserer Bäder aus?
Prof. Kurt Wilke: » Was bringt uns schwimmen heute noch? (PDF, 0,6 MB)
Prof. Dr. Lutz Thieme: » Möglichkeiten einer bundesweiten Bäderstatistik (PDF, 0,7 MB)
Armin Koenen: » Sicherer und wirtschaftlicher Betrieb von Bädern (PDF, 0,3 MB)
Sander ten Broek: » Kostengünstiger Neubau von Bädern (PDF, 4,7 MB)
Andreas Roters: » Bäder in Vereinsregie (PDF, 1,0 MB)
Hans-Helmut Schaper: » Verbesserung der Energieeffizienz in Bädern (PDF, 2,5 MB)
Uwe Lübking: » Komm. Schwimmbäder – Unverzichtb. Bestandteil der Daseinsvorsorge (PDF, 0,2 MB)

 

Weitere Informationen zur Tagung und zu den genannten Themen sind zu erhalten bei:

Wolfgang Hein
Vizepräsident des DSV
Semmelweisweg 31, 31737 Rinteln
Tel.: +49.5724.9511-21 (d.)
Fax: +49.5724.9511-10 (d.)
Privat: +49.5751.46279 (p.),
Handy: +49.171.3729745
E-mail: hein@dsv.de

 

(Adolf Hillebrand, Düsseldorf)

 

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