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Angelina Köhler: "Ich lebe meinen Traum"

Schwimmen
13.11.2019 Kategorie: Verband, Schwimmen

©Jo Kleindl

In den vergangenen zwölf Monaten hat Angelina Köhler viel erlebt und noch mehr erreicht. Auf der Kurzbahn gewann sie vor einem Jahr ihre ersten nationalen Meistertitel über 50m und 100m Schmetterling, dann qualifizierte sich der Teenager sogar für die Weltmeisterschaften in Südkorea und belegte dort Platz 13 über 100m Schmetterling. Vor gut einem Monat gewann die Schülerin aus Hannover nun erstmals im Weltcup, beim Heimspiel in Berlin. Vom 14. bis 17. November tritt Angelina Köhler, die übrigens nicht verwandt oder verschwägert ist mit Vize-Weltmeisterin Sarah Köhler, bei den Int. Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin trotz ihrer Jugend als eine der Favoritinnen an.


So richtig Zeit, den 19. Geburtstag zu feiern, war am gestrigen Dienstag wohl nicht, die Rückreise aus dem Höhentrainingslager in Spanien stand an. Sind Sie traurig, dass Sie derzeit keine Zeit für Partys haben wie andere Mädchen in ihrem Alter?
Angelina Köhler: Nein, ich wollte ja schon immer Schwimmprofi werden. Sicher wundern sich manchmal Freunde von mir, die nicht aus dem Sport kommen, wenn ich nicht mit ihnen zur Party oder abends ins Kino mitkomme, weil am nächsten Morgen noch ein Training ansteht – aber mir selbst fehlt dabei nichts. Ich habe es nie bereut, diesen sportlichen Weg eingeschlagen zu haben. Die Entscheidung dafür war bislang die beste meines Lebens.


Mit den jüngsten Erfolgen wachsen nun sicher auch die Erwartungen von außen, bei der DKM treten Sie nun sogar als Favoritin an. Empfinden Sie das als zusätzlichen Druck?
Angelina Köhler: Nein, überhaupt nicht. Ich schwimme ja gern und freue mich ja selbst am meisten über meine Leistungssteigerungen. Und wenn jetzt öfter als früher nach Interviews gefragt wird, mache ich das sehr gern. Das ist für mich keine Belastung. Wenn ich die Chance habe, vielleicht schon bald an Olympischen Spielen teilzunehmen, dann ist das doch einfach nur toll. Das ist doch das, was ich wollte, als ich 2013 aus der Nähe von Koblenz nach Hannover ans Sportinternat ging. Oder als mich zuletzt für eine Schulzeitstreckung entschied, um genug Zeit fürs Training zu haben.


Inzwischen wohnt aber die ganze Familie zusammen in Hannover, richtig?
Angelina Köhler: Genau, Anfang 2017 zog die ganze Familie nach. Auch weil ich noch zwei Schwestern habe, die auch Schwimmen als Leistungssport betreiben wollen. Paulina trainiert mit ihren 16 schon bei mir in der Trainingsgruppe mit. Und Jule ist mit 14 in der Gruppe darunter aktiv. Sie hat auch schon Bronze bei den Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften gewonnen.


Also könnte es bald noch mehr Köhlers in der Nationalmannschaft geben?
Angelina Köhler: Dreimal Köhler in einem Finale, das wäre irgendwie schon sehr cool. Ein echter Traum. Obwohl, dann wüsste meine Mutter ja vielleicht gar nicht mehr, zu wem sie halten soll. So oder so bin ich meinen Eltern aber jetzt super dankbar, dass sie ihr Zuhause und ihr Leben für ihre Kinder so aufgebaut haben, damit wir schwimmen und trotzdem als Familie zusammenleben können.


Wie konnte die Familie eigentlich derart dem Schwimmen verfallen?
Angelina Köhler: Ich habe selber eher spät damit angefangen, so mit acht oder neun Jahren. Wir waren damals im Urlaub in einem Robinson Club, dort wurde ein Schwimmcamp angeboten, das von Karina Kusch geleitet wurde. Sie war selber Olympiateilnehmerin in München 1972 und in Montreal 1976 und hat mir geraten, mit meinem Talent unbedingt in einem Schwimmverein anzufangen. Das habe ich dann wirklich getan, und offenbar bringe ich tatsächlich Talent mit. Nach zwei Jahren Schwimmtraining bin ich dann nach Koblenz auf eine weiterführende Schule und später auch nach Hannover gegangen, um bestmöglich schwimmen zu können.


Und Ihr Vater Thomas ist inzwischen ja auch der Abteilungsleiter der Schwimmabteilung Ihres Vereins Hannover 96?
Angelina Köhler: Genau, wenn er in seinem Job als Pilot nicht gerade fliegen muss, organisiert er alles ehrenamtlich bei uns im Verein. Er hatte damals auch die coole Idee, mal einen großen und bekannten Fußballverein mit einer Schwimmabteilung zu versehen und sie dann mit Freunden und Bekannten umgesetzt. Darauf bin ich auch ganz schön stolz.
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Bei den Int. Deutschen Kurzbahnmeisterschaften vom 14. -17. November wird Angelina wieder auf die Jagd nach Titeln gehen und hat die Chance darauf theoretisch gleich viermal, denn gemeldet hat sie über alle Schmetterlingsstrecken und die 50m Freistil.

Weitere Informationen zur DKM unter Opens external link in new windowschwimm-dm.de