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ZDF-Film dokumentiert Optimismus im DSV: „Ich freue mich, wenn es wieder losgeht“

Bericht in der "SPORTreportage"
22.06.2020 Kategorie: Verband

©Jo Kleindl

Längst haben noch nicht wieder alle Bäder der Bundesrepublik wieder geöffnet, die bekanntesten Gesichter des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) bekamen am vergangenen Sonntag trotzdem einen großen Auftritt im Fernsehen. Ein sehenswerter Bericht in der ZDF-SPORTreportage beschrieb die aktuelle Lage der deutschen Wassersportler*innen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie.

Neben den schönen, teilweise aufwändig mit Drohne oder Unterwasserkamera produzierten Bildern beeindruckte vor allem der Optimismus, mit dem die aktuelle Situation im DSV angegangen wird. Freiwasser-Weltcupsiegerin Leonie Beck räumte zwar offenherzig ein, dass sie sich nach zwei Wochen ohne Wassertraining erst einmal „wie ein Waschlappen“ fühlte, aber alle entstandenen Defizite nach dem Ende der in Bayern besonders lange andauernden Beschränkungen natürlich aufarbeiten kann und wird. Schließlich hoffe sie nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen in Japan auf „den Tag meines Lebens“.

Wellbrock ist schockiert von den Hamsterkäufen

Etwas weniger Trainingsausfall war dagegen in Magdeburg zu verzeichnen. Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock erzählte im Kurzinterview über seine Erfahrungen in den vergangenen Monaten: „Für mich hat sich Gott sei Dank nicht allzu viel geändert. Was mich erschrocken hat, war aber beim Einkaufen, dass so gehamstert wird. Das war ein kleiner Schock und eine neue Erfahrung.“

Natürlich sei auch beim Training immer noch einiges anders, so wird sich immer noch auf der Tribüne der Elbeschwimmhalle umgezogen, damit immer ausreichend Abstand eingehalten werden kann. „Eine gewisse Unsicherheit ist natürlich da. Es ist eine neue Krankheit, man weiß nicht, wie sich das auf den Leistungssport auswirkt. Deswegen müssen wir da vorsichtig sein, vorsichtiger als bei einer Grippe und was es sonst noch so gibt. Deswegen sind die Abstands- und Hygieneregeln so wichtig für uns“, betonte Florian Wellbrock.

Die Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 hat Wellbrock inzwischen gut wegstecken können. „Für mich stand ja fest, dass ich meine sportliche Karriere nach 2020 weiter fortsetzen werde, deswegen macht das für mich gar nicht so einen großen Unterschied, ob wir das nun 2020 oder 2021 machen. Ich bin weiter dabei und freue mich aufs nächste Jahr“, sagte Wellbrock. Seine stark besetzte Trainingsgruppe in Magdeburg verschaffe ihm auch während der Pandemie „quasi jeden Tag“ Wettkampfsituationen. So sei auch immer für Motivation und Spaß gesorgt, wie das Team im ZDF-Beitrag auch beim Standup Paddling bewies.

Trotzdem wünscht sich Wellbrock natürlich auch, dass es bald wieder Wettkämpfe gibt: „Ich bin zu 100 Prozent ein Wettkampftyp. Ich freue mich, wenn es wieder losgeht und kann es kaum erwarten. Und ein volles Programm spielt mir vielleicht sogar in die Karten, je mehr Wettkämpfe, desto besser.“ Dabei behält der 22-Jährige aber immer das damit verbundene Risiko im Blick und verlässt sich darauf, dass auch die Olympia-Organisatoren in Japan die richtigen Entscheidungen treffen. Spiele ohne Zuschauer sind für ihn zwar eine komische Vorstellung, aber auch hier ist er positiv eingestellt: „Ich kann mir nicht vorstellen, zu einem 1500m-Finale einzulaufen und dann keine Zuschauer da sind. Andererseits ist man ja nie wirklich allein. Wir sind mit Sicherheit mit einem großen deutschen Team da, das richtig Alarm macht. Man ist also trotz Einzelsport niemals allein und deshalb werden wir das so oder so rocken da drüben.“ Er sei sich sicher, dass er im nächsten Jahr so stark sein kann, wie das in diesem Jahr der Fall gewesen wäre.

Ähnlich denkt auch seine Freundin und WM-Zweite Sarah Köhler, die am Wochenende übrigens ihren 26. Geburtstag feierte. Im ZDF-Interview betonte sie: „Wir hoffen natürlich alle, dass ab September die Wettkämpfe wieder richtig losgehen. Dann ist noch genug Zeit bis Juli nächstes Jahr, um Wettkämpfe mitzunehmen und sich mit anderen zu messen.“ Die zusätzlichen Trainingsmonate will sie mit Bundestrainer Bernd Berkhahn nutzen, um an Schwachpunkten zu arbeiten, für sie sonst weniger Zeit blieb. Den gleichen Ansatz verfolgt auch Nicole Endruschatam Bundesstützpunkt in Essen: „Das kann bedrückend sein, dass es noch ein Jahr bis Olympia dauert. Wir haben aber versucht, es als Chance zu sehen“, erklärte die Trainerin: „Wir haben uns überlegt, was die Reserven sind, die wir in der Kürze der Zeit sonst nicht mehr angegangen wären, die wir aber jetzt bearbeiten, um die Athlet*innen noch besser vorbereitet an den Start zu bringen, als es in diesem Jahr der Fall gewesen wäre.“

Olympianormen werden sich laut Bundestrainer Berkhahn nicht ändern

Mit Erfolgen für den DSV natürlich. „Wir hatten ein sehr erfolgreiches Jahr 2019, waren heiß, gut vorbereitet auf 2020 und auf einem guten Weg. Wir hoffen, dass wir einiges wiederholen können oder vielleicht sogar noch besser sein können als 2019“, erklärte Berkhahn. In den Anforderungen, die wir als DSV haben, was die Qualifikationszeiten angeht, werden wir nichts zurücknehmen. Das wird so bleiben, wie es war. Die Frage ist nur, mit welcher Wettkampfform wir die Qualifikation ermöglichen.“

Der Essener Kraul-Spezialist Poul Zellmann wünschte sich übrigens absolute Fairness bei Olympia. Dass Sportler*innen einzelner Kontinente wegen dortiger Corona-Ausbrüche womöglich fernbleiben müssen, ist für ihn schwer vorstellbar. „Der Sinn von Olympischen Spielen ist, dass die Besten der letzten vier Jahre die bestmögliche Form haben. Und da möchte ich dann bitteschön auch gegen alle antreten, nicht nur gegen 50 Prozent. Dafür trainiere ich, um mich ordentlich zu messen, ich hätte gern alle meine Gegner rechts und links von mir auf dem Startblock.“

Beim TV Wetzlar trainieren sie im Gartenpool

Auch im Bereich Breitensport sind die Vereine während der Pandemie kreativ geworden. Gezeigt wurde Bilder vom TV Wetzlar. Trainer Uwe Hermann hat hier für seine Athlet*innen Trainingseinheiten in einem privaten Gartenpool improvisiert. Auch hier freut man sich aber natürlich darauf, wenn das Training Schritt für Schritt zurück in die Normalität finden kann.