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Schwimmen 16.8

Masters-WM Budapest 2017
17.08.2017 Kategorie: Masterssport, Masterssport - Internationales WM, Masterssport - Schwimmen, Masterssport - Internationales

Sonnenschein pur, Platz ohne Ende in den Einschwimmbecken, relaxed Sportler, nichts ist hektisch!

Warum sollte es auch! Die Wettkämpfe sind so zwischen 14.00 Uhr und 15.00 Uhr zu Ende und der bildungshungrige Master geht auf Sightseeingtour. Da wären zu besichtigen der Burgberg mit der Fischerbastei, das jüdische Viertel mit der Synagoge, die Kettenbrücke, das Parlament. Oder man setzt sich einfach in die Wassertram und lässt sich von einem Ufer zum anderen tragen, schaut sich Budapest also vom Wasser an. Und das alles natürlich kostenlos. Dabei lernt man sehr schnell, dass die Metro - Rolltreppen sehr flink und sehr schmal sind; dass man in Straßenbahnen auch mal auf der verkehrten Seite einsteigen muss; dass man auf einem Platz an denen  8 verschiedene  Bushaltestellen mit ungefähr jeweils 8 Busnummern der richtige nicht zu finden ist und man deshalb mit der Metro einen völlig neuen Anlauf nimmt.

Aber nun zum Wichtigsten, warum wir hier sind: Zum Wettkampf. Heute standen die 400 m Lagen, die 200 m Freistil und die 50 m Schmetterling auf dem Programm.  Für ein Bad muss ich mich ja entscheiden und so gehe ich erst einmal in die Danube Arena. Ich suche Annett von Rekowski und werde von unseren deutschen Damen an eine Amerikanerin verwiesen: „Das ist Annetts Freundin und die weiß, wo sie ist“. Dana Greene, so heiß die junge Dame hat noch Goby unter den Arm. Mir fallen fast die Augen aus dem Kopf, denn Goby ist ein Hund! Was macht der in der Schwimmhalle? Dana hat eine Latexallergie. Der Hund steht bei jedem Wettkampf am Beckenrand und beobachtet Frauchen sehr aufmerksam - ist also ein Schwimmrichter. Und wenn sich bei Dana eine allergische Reaktion abzeichnen, springt er ins Wasser und „überreicht“ ihr eine Spritze. Nur spritzen muss sie sich selbst.

Ins Bad geleitet hat mich Katharina Aschauer. Sie kennt ja den Weg schon, hat schon das Open Water mitgemacht, ist die 800 geschwommen und nimmt heute nun noch die 200 m F und die 50 m Schmetterling aufs Korn. Als wir an einem riesigen weißen Gebäude vorbeifahren sagt sie: Das ist mein Betrieb. Katharina arbeitet als Marketingbeauftragte bei einem Prüfungs – und Beratungsunternehmen, was Europaweit agiert. Da ist mit einem 8-Stundentag nicht immer Schluss.

Also braucht sie das Training zum Stressabbau und damit das Ganze auch rationell wird, fängt sie erst nach 09.00 Uhr mit der Arbeit an, um dann nach 19.00 Uhr zum Training zu gehen. Seit 2013 frönt sie besonders dem Freiwasserschwimmen und wurde hier auch 13., ein Platz, mit dem sie sehr zufrieden war. Manchmal spielt sie auch noch Wasserball bei den Masters. Und hier gefällt ihr besonders der Mannschaftsgedanke.

Nun ist Schnelligkeit gefragt, denn die langen Weg im Bad und dem angrenzenden Gelände sind lang und ich will unbedingt zur Siegerehrung 400 m Lagen. Ich will die erste Weltmeisterin von Montag, Claudia Thielemann, AK 45 interviewen. Heute hat sie über 400 m Lagen die Silbermedaille erkämpft. Es fällt immer wieder auf, das erfolgreiche Masters auch oft anspruchsvolle Tätigkeiten ausüben. Claudia ist „Europäischer Personalleiter der Automobilindustrie“ also auch Europaweit unterwegs. 18 Jahre hat sie kein Schwimmtraining betrieben, ist dafür gelaufen und gelaufen. Nun brauchte sie unbedingt zum Abspannen eine andere Sportart. Claudia startet für die SG Bayer Wuppertal. Aber wie so oft, haben die Masters dort keine idealen Trainingsbedingungen. Da kam der Kollege Zufall des Weges: Stefan Hetzer, einst ein sehr erfolgreicher DDR – Schwimmtrainer (unter anderem Kristin Otto)  und seit der Wende in Burghausen tätig, wurde ihr neuer Trainer. Er sah ihren Ehrgeiz, ihren unbändigen Willen und versprach ihr, aus ihr eine Weltmeisterin zu machen! Und das haben nun beide geschafft. Als Trainingspartnerin hat sie sich mit Anett von Rekowski zusammen getan. Sie können sich so richtig aufpuschen und da wird auch mal mit freundlich-harten Bandagen operiert!

Neben dem Schwimmen ist Tauchen ihre große Leidenschaft. Da stehen dann schon mal Reise auf die Philippinen an, Weihnachten verbringt sie auf  Bonaire und schöpft dort Kraft für den Rest des Jahres.

Karsten Dellbrügge läuft mir über den Weg. Auch er schon im Besitz einer Medaille  über 800 m, heute Platz 4 über 200 m Freistil. Und wieder höre ich eine interessante Berufsausbildung. Er ist Ingenieur und entwickelt heute Rollstühle.

Als Kind hat er ein bisschen Wasserball gespielt, hat es im Flossenschwimmen bis in die Sportfördergruppe geschafft und wurde dann ein erfolgreicher Triathlet. Vizeeuropameister in der AK 45 war sein größter Erfolg und besonders widmet er sich dem Errate – Triathlon: Schwimmen, Mountainbiking und Crosslauf stehen da als Disziplinen. Und sicher ist das eine gute Vorbereitung für einfache, simple Schwimmwettkämpfe.

Ergebnisse 16.08.2017

400 m L Frauen
1. Platz Brigitte Merten Neukölln Berlin AK 70
3. Platz Christina Geuter SSG Coburg AK 65
3. Platz Gabriele Brkowski SV Hagen AK 55
2. Platz Susanne Reibel – Oberle SSV Lahr AK 50
2. Platz Claudia Thielemann SG Bayer AK 45
1. Platz Maren Spietzack Swimmteam Heddos AK 30
3. Platz Anna Spietzack Swimmteam Heddos AK 30
400 m L Männer
2. Platz Peter Kauch SG Gladbeck AK60
200 m F Frauen
2. Platz Helga Reich SC Wiking Herne AK 80
2. Platz Brigitte Merten Neukölln Berlin Ak 70
1. Platz Ina Ziegler Berliner TSC AK 50
3. Platz Verena Haselhoff SSV Meschede AK 30
2. Platz Claudia Stich 1. FC Nürnberg AK 30
200 m F Männer
3. Platz Gottfried Kläring SSV Leutzsch AK 85
1. Platz Werner Schnabel 1.DSC AK 80
3. Platz Gerhard Hole SSF Bonn AK 75
2. Platz Günter Kallenbach SSV Leutzsch AK 75
3. Platz Lars Kalenka SSV Nikar Heidelberg AK 30
50 m S Frauen
3.Platz Angela Zingler HSG Uni Rostock AK 60
2. Platz Andrea Kutz Berliner TSC AK 45
3. Platz Frauke Labarre Hamburger SC AK 40
2- Platz Julia Barby Postschwimmverein Leipzig AK 30
1. Platz Jennfer Thater SG Dortmund AK 25
50 m S Männer
2. Platz Curt Zeiss AMTV Hamburg AK 85
3. Platz Hans Reichelt Wfd München AK 80
3. Platz Horst Lehmann SC Humboldt Uni Berlin AK 70


Anett und Claudia beim Training


Dana mit Hund

 

 

 

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