Schwimmabzeichen

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Wellbrock schaltet den Turbo ein und schwimmt zu Gold

EM 2018
05.08.2018 Kategorie: Schwimmen, Verband

Fotos: Jo Kleindl

Packender hätte das Finish im Finale über 1500 m Freistil bei den Europameisterschaften in Glasgow kaum sein können: Nach rund 800 Metern setzte sich der Magdeburger von seinen Begleitern Mykhaylo Romanchuk (Ukraine) und Gregorio Paltrinieri (Italien) ein wenig ab. Für den gesundheitlich angeschlagenen Paltrinieri war der Zug damit abgefahren, Romanchuk aber kam nochmals zurück, schloss wieder bis auf wenige Zehntelsekunden zu Wellbrock auf, doch der zündete nochmals den Turbo und schwamm in sensationellen 14:36,15 Minuten zu Gold. Damit verbesserte er seinen eigenen Deutschen Rekord nochmals um 4,54 Sekunden.  

„Es ist einfach nur großartig. Ich wusste, dass es ein richtig schnelles Rennen wird und habe gezeigt, dass ich hinten raus der schnellste bin. Ich habe zwischendurch geguckt, ob einer der Jungs eine Attacke machen würde. Das war nicht der Fall, dann habe ich es gemacht“, so Wellbrock nach seinem Gold-Coup.  

Pech hatte indes die 4x200-m-Freistilstaffel der Männer: In 7:09,31 Minuten belegten Damian Wierling (Essen), Henning Mühlleitner (Neckarsulm), Poul Zellmann (Essen) und Jacob Heidtmann (Elmshorn) am Ende den undankbaren vierten Platz. „Wir wollten die Medaille, deshalb sind wir hier angetreten“, so Schlussschwimmer Heidtmann, der ein weiteres Mal über sich hinauswuchs und seine Zeit nochmals auf 1:45,94 Minuten verbesserte. Wierling hatte die Staffel in 1:48,86 Minuten ins Rennen gebracht, Mühlleitner ließ eine 1:46,94 Minuten folgen, Zellmann als Dritter eine 1:47,57 Minuten.  

Jeweils als Schnellste ins Finale zogen Philip Heintz und Franziska Hentke ein: Die Madegburgerin markierte über 200 m Schmetterling in 2:07,55 Minuten die Bestzeit des Tages, der Heidelberger verwies über 200 m Lagen in 1:57,56 Minuten die Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Gleich zwei DSV-Starter stehen im Finale über 100 m Rücken: Der Potsdamer Christian Diener schwamm in 54,10 Sekunden auf Platz sechs, Jan-Philip Glania (Frankfurt) in 54,24 Sekunden auf Rang sieben. Ein Punktlandung gelang der Heidelbergerin Isabel Gose. In 1:58,76 Minuten schwamm sie über 200 m Freistil auf Platz acht im Halbfinale und darf im morgigen Finale nochmals ran. Reva Foos (Darmstadt) verpasste das Finale als Zehnte in 1:59,04 Minuten lediglich um 28 Hundertstelsekunden. 

Die wichtigsten Links zur Schwimm-EM:

» EM-Übersicht: Wer startet wann? / Welcher Sender überträgt?
» Startlisten/Ergebnisse/Liveergebnisse
» DSV-EM-Team Beckenschwimmen

 

(HG)

 

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