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Sarah Köhler setzt vor Tokio 2020 auf Tipps von Britta Steffen

Schwimmen
29.12.2019 Kategorie: Schwimmen, Verband

©Jo Kleindl

Ins Olympiajahr rutscht Sarah Köhler auf den Kanarischen Inseln. In einem 10-tägigen Trainingslager unter der Sonne Gran Canarias holt sich die 25-Jährige von der SG Frankfurt seit dem 28. Dezember Motivation und Schwung für den Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio (24. Juli - 09. August). Die WM-Zweite über 1500m Freistil, die sich im November auch noch den Kurzbahn-Weltrekord über diese Distanz holte, spricht im Interview über ihre Ziele für den kommenden Sommer, neue Berater und japanisches Essen.

Ist in den ruhigeren Tagen zwischen den Jahren eher Vorschau oder Rückblick angesagt bei Ihnen?
Sarah Köhler:
Beides ein bisschen. 2019 war mein bislang erfolgreichstes Jahr und die Erfolge geben mir natürlich Motivation für 2020 - im Hinblick auf die olympischen Spiele in Tokio.

Sie gewannen bei den Weltmeisterschaften in Gwangju (KOR) ja nicht nur Silber im Becken, sondern zuvor auch Gold mit der Freiwasser-Staffel. An welche Momente in 2019 erinnern Sie sich eigentlich am liebsten?
Sarah Köhler:
Staffelgold war natürlich ein optimaler WM-Einstieg, es passte an dem Tag bei uns allen Vieren im Team einfach alles. Besonders in Erinnerung blieb mir aber auch der Tag meines Vorlaufs über 1500m in Südkorea. Bei der Vorbereitung fiel mir nach dem Trainerwechsel alles sehr schwer durch die große Umstellung - auch bei den ersten Wettkämpfen 2019 lief es nicht nach meinen Wünschen. Ich hatte dann doch einige Selbstzweifel, ob sich der Wechsel gelohnt hat, ob ich körperlich überhaupt in der Lage bin noch weiter in die Weltspitze vorzudringen. Aber an diesem Vorlauf-Tag hat sich mir gezeigt, dass doch noch mehr drin ist. Das hat dann zur Silbermedaille geführt, und mein Weltrekordrennen kürzlich in Berlin bestätigte es mir erneut.

Wenn Sie nach vorn schauen auf die Spiele in Tokio, woran denken Sie da konkret?
Sarah Köhler:
Erst einmal muss ich mich qualifizieren, der Zeitraum für die Normerfüllung beginnt ja bei uns in Deutschland erst am 01. Januar. Vor zwei Wochen bin ich bei einem Wettkampf in Magdeburg schon mal unter der geforderten Normzeit geblieben, so dass ich optimistisch bin, die Normzeiten dann auch erfüllen zu können, wenn nichts Großes schiefgeht. Der erste Wettkampf diesbezüglich steht im Februar in Magdeburg an und ich hoffe, dass ich den Sack dort bereits zu machen kann.

Und dann können Sie sich auch schon mit Details wie der zu erwartenden Hitze in Japan beschäftigen?
Sarah Köhler:
Die Beckenschwimmer werden in einer Halle natürlich nicht so ein großes Problem mit der Hitze haben wie andere unter freiem Himmel. Eine Belastung für den Körper wird es trotzdem sein, wenn im Innenbereich immer alles stark klimatisiert wird und draußen hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Da werden wir natürlich aufpassen müssen, dass der Mineralhaushalt ausgeglichen bleibt. Die Freiwasserschwimmer werden mit diesem Thema trotz der sehr frühen Startzeit um 07:00 Uhr morgens noch mehr zu kämpfen haben.

Sind Sie eigentlich traurig, dass im Freiwasserbereich nur das Rennen über 10 km olympisch ist und Sie damit keine Startchance haben diesmal?
Sarah Köhler:
Ich habe mit dem Freiwasser ja erst im Sommer 2017 überhaupt begonnen, es macht mir Spaß, aber ich hatte bislang ja auch nur Erfolgserlebnisse. Aber ich bin eben auch noch nie die 10 km in einem Wettkampf geschwommen. Mit den 800m und 1500m habe ich zwei Strecken, auf die ich mich vorbereiten werde, um ein bestmögliches Ergebnis abzuliefern. Ein 10km-Rennen haben wir dabei auf die Saison nach den olympischen Spielen verschoben.

Beschäftigen Sie sich auch schon mit japanischen Bräuchen oder Essgewohnheiten?
Sarah Köhler:
Ich gehe sehr gerne Sushi essen und koche auch ab und zu mal asiatisch zu Hause. Da wir aber auch sehr viel unterwegs sind und mir oftmals die Zeit fehlt, beschränkt es sich auf seltene Gelegenheiten.

Mit ihrem Freund Florian Wellbrock stehen Sie besonders im Blickpunkt, tragen dabei auch viele öffentliche Erwartungen. Empfinden Sie das als Belastung?
Sarah Köhler:
Ich sehe das entspannt, kann da aber nur für mich sprechen. Dass wir ein Paar sind, weckt offenbar besonderes mediales Interesse. Aber sportlich stehen wir definitiv nicht nur zu zweit da. Mit Franziska Hentke, Philip Heintz oder Marco Koch als Medaillengewinner bei WM und EM gibt es weitere Medaillenkandidaten im Team, auch Marius Kusch glänzte gerade mit Gold bei der Kurzbahn-EM. Da verteilt sich die Last der Erwartungen ganz gut, und den größten Druck mache ich mir letztlich ja immer selbst, weil ich mir meinen Traum erfüllen will. Da ist eigentlich egal, was von außen dazu kommt.

Obwohl ein Paar, setzen Sie neuerdings auf unterschiedliche Vermarkter. Wie kommt das?
Sarah Köhler:
Wir wollen beide jeder auch für sich und seine eigenen Leistungen gesehen werden, daher muss man in diesem Bereich nicht alles zusammen machen. Mit meiner neuen Managerin wurde ich durch Britta Steffen bekannt gemacht, die Doppel-Olympiasiegerin wird schon länger von Carmen Schießl betreut. Mal abgesehen, dass es bei solchen Dingen immer auch menschlich gut passen sollte, finde ich es schon cool, dass ich mir in dieser Konstellation jetzt auch immer Rat von Britta holen kann. Von ihr habe ich schon früher einiges lernen können, als sie noch aktiv schwamm und ich bei ihr mittrainieren durfte. Auf Brittas Meinung lege ich viel Wert.

Betrachten Sie es als Vorteil, dass Tokio nicht Ihre ersten Olympischen Spiele sein werden?
Sarah Köhler:
Die ersten beiden Tage in Rio waren schon eine Art Reizüberflutung, ich war geradezu euphorisch im Athletendorf, das hat einiges an Energie gekostet. Trotzdem bin ich damals mehrere Bestzeiten geschwommen, nur im Finale über 800m blieb ich weit unter meinen Erwartungen. Ich bin definitiv froh, dass ich diesmal besser weiß, was mich erwartet. Dass wir zuletzt bei der WM in Südkorea ebenfalls ein Athletendorf hatten, wird sicher auch allen im Team helfen, die noch nicht bei den olympischen Spielen dabei waren.

Bleibt neben den vielen Trainingskilometern eigentlich noch Zeit für etwas anderes in so einem Olympiajahr?
Sarah Köhler:
Ich habe dieser Tage das Ergebnis meiner letzten Klausur erfahren. Da ich bestanden habe, bin ich mit dem schwierigsten Teil meines Jura-Studiums fertig und darüber sehr glücklich, denn sonst hätte ich noch einmal einige Wochen büffeln müssen. Mit der Examensvorbereitung beginne ich nun aber erst nach Tokio, weil das die intensivste und bedeutendste Phase ist. Es kommt am Ende fast nur auf mein Examensergebnis an. Aber bis es soweit ist, konzentriere ich mich die nächsten Monate ausschließlich auf den Sport und die Vorbereitung auf Tokio.

 

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