Schwimmabzeichen

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Stefan Lurz: „Der Teamgedanke macht die DMS aus“

Schwimmen
30.01.2020 Kategorie: Schwimmen, Verband

©Jo Kleindl

Der deutsche Schwimmsport schaut am Wochenende gespannt nach Wiesbaden. Und zwar nicht etwa, weil Franziska van Almsick, Britta Steffen oder Sarah Köhler am Samstag beim Ball des Sports in edlen Abendkleidern sicher für Blitzlichtgewitter (und Sporthilfe-Spenden) sorgen werden. Am Samstag (13:30 Uhr) und Sonntag (10:00 Uhr) steigt im Hallenbad Kleinfeldchen auch der Deutsche Mannschaftswettbewerb Schwimmen (DSM 2020) bei dem die Teams um die begehrten Punkte kämpfen. Titelverteidiger ist bei Männern und Frauen der SV Würzburg 05. Im Gespräch spricht Chefcoach Stefan Lurz über das Event.

Herr Lurz, Würzburg war bei den Frauen zuletzt dreimal und bei den Männern sogar viermal in Folge Mannschaftsmeister. Kann diese beeindruckende Serie noch weiter ausgebaut werden?
Stefan Lurz:
Die DMS hat bei uns im Verein traditionell eine große Bedeutung, schon in den Siebzigern waren wir da erfolgreich, dementsprechend ist die DMS als wichtiges Ereignis verankert. Natürlich wollen wir auch diesmal wieder den Titel holen, das sollte zumindest unsere Zielstellung sein.

Die Konkurrenz nennt Würzburg auch meist als Favoriten. Zumal die im Vorjahr knapp unterlegenen Männer aus Neckarsulm diesmal auf Unterstützung aus dem Ausland verzichten wollen.
Stefan Lurz:
Seitdem die Regeln auch den Start von Ausländern zulassen, weiß man vorher nie, wer da wen tatsächlich an den Start bringt. Das ist eine Unbekannte, aber auch reizvoll, weil du erst am Samstag in der Schwimmhalle siehst, gegen wen du wirklich kämpfst. Die bisher kursierenden Startlisten sind immer nur die halbe Wahrheit, da wird auch viel geblufft im Vorfeld. Bis zum langen Pfiff des Startkommandos kann man bei der DMS die Namen noch tauschen. Zu hören war bereits nur, dass München sich mit einigen Briten verstärkt hat.

In der Würzburger Startliste sind wieder viele ungarischen Namen zu finden. Wie kommt das?
Stefan Lurz:
Die Schwimmer aus Györ sind bei uns seit drei Jahren dabei, dort ist in Ungarn ein erfolgreicher Stützpunkt. Ich hatte Trainer Ivan Petrov mal auf einer Trainertagung des DSV kennengelernt, er spricht sehr gut Deutsch, inzwischen sind wir Freunde. Mit seinen Sportlern gibt es eine Trainingsgemeinschaft, wir fahren jedes Jahr zweimal gemeinsam ins Trainingslager in die Türkei, sie waren auch schon bei uns in Würzburg und wir bereits zweimal in deren toller Schwimmhalle – das ist eine ganz tolle Geschichte und ein toller Austausch. Als dann die Ausländerbegrenzung im Regelwerk fiel, kam bald die Idee auf, diese freundschaftliche Verbundenheit auch bei der DMS zu nutzen.

Und die Ungarn haben offensichtlich auch Spaß dabei!
Stefan Lurz:
Sie sind begeistert, noch mehr als wir. Sie kennen diese Stimmung in Ungarn gar nicht, mit der riesen Anfeuerung, den Trommeln und der ganzen Action drumherum. Bei denen hört man bei manchen Wettkämpfen ja fast eine Stecknadel fallen, deswegen finden sie die DMS richtig cool. Und so kommt auch eine Olympiasiegerin wie Zsusanna Jakabos trotz Ellenbogenproblemen wieder mit nach Wiesbaden, obwohl sie diesmal wohl nur mitschwimmt, wenn uns ein paar Punkte fehlen sollten. Ansonsten feuert sie mit an, wie übrigens auch unsere zweite Mannschaft, die am Sonntag auf dem Rückweg von ihrem Wettkampf von Freiburg einen Stopp zum Anfeuern einlegt. Dieser Teamgedanke macht die DMS doch letztlich aus.

Und kann man sich von Ungarn als derzeit sehr erfolgreiche Schwimmnation auch fachlich etwas abschauen?
Stefan Lurz:
Wir sind in Würzburg als Freiwasser-Stützpunkt ja sehr auf die langen Strecken orientiert, und von den Ungarn weiß man ja auch, dass sie ihre Tradition auf den harten Distanzen wie 400m Lagen oder 200m Schmetterling haben. Die Trainingsphilosophien sind sich deswegen durchaus ähnlich, umso interessanter ist natürlich der Austausch für beide Seiten.

Neu im DMS-Programm sind diesmal die nichtolympischen 50m-Sprints und die 100m Lagen, dazu noch die 800m Männer bzw. 1500m Frauen. Wie lange sitzt ein Trainer eigentlich an der punktträchtigsten Besetzung der insgesamt 34 Strecken, die in zwei Wettkampfabschnitten mit maximal fünf Starts pro Person absolviert werden? Oder übernimmt das inzwischen eine Software?
Stefan Lurz:
Es gibt natürlich Programme, die auch die nötigen Pausen zwischen den Rennen berücksichtigen, aber eben nicht den Faktor Mensch. Und es ist ja nun mal so, dass einer seine Lieblingsdistanz lieber am Nachmittag schwimmt, weil er da leistungsfähiger ist. Oder am Anfang möchte ich zum Beispiel immer lieber erfahrene, stabile Sportler einsetzen, damit es positiv fürs Team losgeht. Für einen Trainer ist das dann schon eine ziemliche Bastelei, bis alles passt und Sinn macht - mir persönlich macht das aber großen Spaß. Ich habe die ganze DMS-Woche über ein paar Stunden pro Tag damit zu tun, auch weil wir ja Mannschaften in mehreren Ligen haben.

Mit Leonie Beck haben Sie auch eine Freiwasserschwimmerinnen im Team, die schon für Olympia in Tokio qualifiziert ist. Was ist im 25m-Becken von ihr zu erwarten?
Stefan Lurz:
Im Freiwasserbereich gibt es ja nicht so viele Wettkampfmöglichkeiten, hierzulande allein schon wegen des Wetters. Und der Weltcup geht erst Mitte Februar in Doha los, also nutzt Leonie die DMS auch als Aufbauwettkampf. Sie war übrigens schon im Vorjahr die beste Punktesammlerin im gesamten DMS-Wettbewerb und wird sicher auch diesmal eine wichtige Stütze sein.
 
Die DMS 2020 gibt es auch im Livestream.

 

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