Starker Hausding springt an Medaille vorbei

08.08.2012 Verband, Wasserspringen

Von Tobias Küpper

Gehofft, gezittert, gekämpft, gescheitert:

Trotz einer starken Leistung hat auch der siebenmalige Europameister Patrick Hausding die schwarze Serie der deutschen Wasserspringer im Londoner Aquatics Centre nicht beendet. Der 23-Jährige erzielte im teils hochklassigen olympischen Wettbewerb vom 3-m-Brett mit 505,55 Punkten persönliche Bestleistung auf internationaler Ebene, stand mit Platz vier am Ende aber mit leeren Händen da. Nach sechs Sprüngen betrug der Rückstand des Berliners mit 505,55 Punkten auf den drittplatzierten Titelverteidiger He Chong (524,15) 18,60 Zähler. Gold gewann überraschend der russische Vize-Weltmeister Ilja Sacharow (555,90) vor Synchron-Olympiasieger Qin Kai aus China (541,75).

Für die Chinesen war es im sechsten Wettbewerb die erste Niederlage. "Das war ein super Wettkampf. Ich habe mit der Weltspitze gut mitgehalten und habe Hoffnung, dass es weiter aufwärts geht", sagte ein sehr zufriedener Hausding. "Es ist lange her, dass wir im Kunstspringen so knapp eine Medaille verpasst haben. Patrick hat gezeigt, dass er zur absoluten Weltspitze gehört", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Mit seinen starken Leistungen im Vorkampf und Halbfinale hatte Vize-Europameister Hausding Hoffnungen auf die erste deutsche Medaille im Olympia-Becken geschürt. Für das Finale hatte der Sportsoldat, der im Synchronwettbewerb vom Turm mit Sascha Klein nur Rang sieben belegt hatte, den Schwierigkeitsgrad seiner Kür noch einmal erhöht. "Für nach ganz vorne sind im Finale auch die schweren Sprünge nötig. Da muss man Risiko gehen", hatte Hausding vor dem Endkampf gesagt. Für die Medaillenplätze müsse man "alles riskieren", ergänzte Bundestrainer Lutz Buschkow.

Statt mit zwei sprang Hausding seinen zweieinhalbfachen Vorwärtssalto im dritten Durchgang mit drei Schrauben. Nach dem Versuch lag er auf Platz sechs. Der Rückstand auf Bronze betrug aber schon mehr als 20 Zähler. Hausdings Sprünge waren gut, allerdings fehlte gegen die starke Konkurrenz lange der Ausreißer nach oben. Im fünften Durchgang zeigte Hausding dann sein ganzes Können, vor dem Schlusssprung betrug der Rückstand auf Edelmetall aber noch immer 17 Zähler. Mit einem sehr guten letzten Versuch überbot der Berliner gar seine bisherige Bestleistung von 502,75 Punkten, die er bei seiner EM-Silbermedaille im Mai in Eindhoven erzielt hatte - vergeblich. Ob nun Hausding oder der Dresdner Martin Wolfram am Freitag neben dem WM-Dritten Sascha Klein (Riesa) in die Qualifikation im

Turmspringen startet, steht nach Aussage von Buschkow bisher noch nicht fest. Am Mittwoch (20.00 Uhr MESZ) steht zunächst der Vorkampf im Turmspringen der Frauen an. Für das Berliner Duo Nora Subschinski und Maria Kurjo geht es um den Einzug ins Halbfinale der besten 18

SID tk tl

 
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