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Vorschau auf den Saisonstart - Neuer Modus und das Wettrüsten an der Spitze

DWL 2017/2018
12.10.2017 Kategorie: Wasserball, Verband

Am kommenden Samstag (14.10.) startet die Deutsche Wasserball Liga (DWL) in ihre 42. Saison. Der Appetit auf die neue Spielzeit bei Spielern, Trainern und Fans ist groß, denn sie verspricht nicht nur jede Menge Spannung, Action und große Emotionen, Zutaten die der Wasserballsport von Haus aus mit sich bringt, sondern sie ist schon jetzt mit einer zünftigen Brise Zündstoff gewürzt, die vor allem das Gigantenduell um den Meistertitel mit sich bringt. Die Garnitur liefern die übrigen 14 DWL-Vereine sowie ein neuer Liga-Modus, der für zusätzliche Spannung sorgen wird.

Es geht wieder rund in der DWL! Ab übermorgen wird über 14 Spieltage und die anschließenden Playoffs hinweg der 97. Deutsche Meister im Wasserball ermittelt - zum 42. Mal in Folge innerhalb der Deutschen Wasserball Liga. Unfassbare 36 dieser bisher ausgespielten 41 DWL-Titel stehen auf dem Konto der Wasserfreunde Spandau 04 zu Buche. Eine Bilanz, die an Konstanz und Dominanz in Sportdeutschland vergeblich seinesgleichen sucht. Die Hauptstädter peilen in dieser Saison die fünfte Meisterschaft in Folge an und haben für das Erreichen dieses Ziels großen Aufwand auf dem Transfermarkt betrieben.

Wettrüsten zwischen Spandau und Waspo

So wurde als Ersatz für Frankreichs Nationalspieler Mehdi Marzouki, der Spandau in Richtung Kasan (Russland) verlassen hat, Rumäniens bester Wasserballer, Tiberiu Negrean, verpflichtet. Über den 1988 geborenen Modelathleten kommt Spandau-Trainer Petar Kovacevic richtig ins Schwärmen: „Er besitzt die gleiche Torgefährlichkeit auf der linken Seite und ist zusätzlich noch einer der besten Konterspieler in Europa. Mit seiner unglaublichen Schnelligkeit und Beweglichkeit passt Negrean ideal zu unserer Spielphilosophie,“ wird der Coach auf der Club-Webseite zitiert.

Hinzu kommen der Last-Minute-Transfer des montenegrinischen Nationalcenters Stefan Pjesivac - der 20-Jährige zählt auf seiner Position zu den besten Talenten Europas - und die Verpflichtungen der drei deutschen Jungnationalspieler Ben Reibel (Bayer Uerdingen), Dennis Strelezkij und Ferdinand Korbel (beide OSC Potsdam).

Der Hauptgrund für Spandaus große sommerliche Einkaufstour ist das erneute Erstarken von Ligarivale Waspo 98 Hannover, dem es auch in diesem Sommer gelang, die größten „Transferkracher“ zu vermelden. Das alljährliche personelle Nachrüsten der beiden Ligagiganten, die dem Rest der DWL auf unbestimmte Zeit enteilt sind, hat sich spätestens jetzt zu einem brisanten Wettrüsten zweier Erzrivalen entwickelt.

Die Einkaufsliste des amtierenden Deutschen Pokalsiegers liest sich daher fast noch beeindruckender als die von Rekordchampion Spandau, zumal sie mit der besondere Note versehen ist, nicht nur den eigenen Kader verstärkt, sondern auch die direkte Konkurrenz empfindlich geschwächt zu haben. Tobias Preuß, „Ur-Spandauer“ und feste Stütze der deutschen Nationalmannschaft, wechselte beispielsweise von Berlin nach Hannover, wo er in der Saison 2013/2014 schon einmal für ein Jahr unter Vertrag stand.

Als Königstransfer kann aber Julian Real betrachtet werden. Der Nationalmannschaftskapitän gilt als Deutschlands bester Wasserballer und verlässt für die Aussicht zukünftig mit einem Kader von internationalem Top-Format auch in der Champions League regelmäßig voll angreifen zu können seinen Heimatverein ASC Duisburg, dem er stolze 13 Jahre lang die Treue gehalten hat. Dem 27-Jährigen folgte auch Vereinskollege Moritz Schenkel, der seit 2010 das Tor des ASCD hütete und seit der Rückkehr Hagen Stamms zur Nationalmannschaft wieder als Nummer eins im deutschen Tor gilt.

Neuanfang beim ASCD

Real und Schenkel sowie Philipp Kalberg und Jan Obschernikat, die aus privaten Gründen zum Duisburger SV abwanderten, hinterlassen beim ASCD große Löcher im Kader. Denn anders als z.B. Spandau kann der Verein aufgrund sehr beschränkter finanzieller Möglichkeiten die Verluste nicht durch Zukauf anderer „fertiger“ Spieler ausgleichen, wobei selbst für Spandau der Verlust von vier Nationalspielern nur schwer zu verkraften wäre.

Stattdessen sind die Mannen von der Wedau gezwungen im großen Stil auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Sage und schreibe neun Jugendspieler zählt der Verein in dieser Saison in seinem DWL-Kader. „Das ist das erste Mal, dass wir so viele Jugendspieler auf einmal integrieren. Das ist auf jeden Fall ein Abenteuer“, so Paul Schüler gegenüber der WAZ. Ex-Nationalspieler Schüler übernimmt nun das Kapitänsamt von Julian Real und zählt zusammen mit Dennis Eidner und Rückkehrer Tobias Gietz zu den festen Säulen im Team, an dem sich der blutjunge Teil der Mannschaft orientieren soll.

Für den Club, der noch 2013 das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal gewinnen und zuletzt als einziger DWL-Verein ansatzweise bei den „Großen“ mithalten konnte, haben sich die Zielstellungen komplett verschoben. Von einem dritten Platz in der Hauptrunde als Minimalziel spricht keiner mehr. Ein dritter Platz wäre diesmal ein riesiger Erfolg.

Kampfansagen an die Konkurrenz

In Duisburg stehen also nun alle Zeichen auf Neuanfang und auch unter den anderen DWL-Clubs ist kein ernstzunehmender Stolperstein für Spandau und Hannover zu finden. Der Kampf um die nationale Krone wird voraussichtlich also erst in der finalen Playoffserie richtig spannend, wobei die beiden Aufeinandertreffen der „Schwergewichte“ in der DWL-Hauptrunde (voraussichtlich 8. und 16. Spieltag) sicherlich auch als willkommene Gelegenheiten für Duftmarken und diverse Sticheleien genutzt werden, denn schon jetzt waren aus beiden Lagern deutliche Kampfansagen zu vernehmen:

„Ich bin nicht für Silber zurückgekommen“, kündigt beispielsweise Tobias Preuß selbstbewusst in der HAZ an, „nach 25 Jahren wird es Zeit, dass der Meisterpokal endlich mal wieder nach Hannover kommt.“ Doch auch in Berlin wird eine deutliche Sprache gesprochen: „Hauptkontrahent um die drei nationalen Titel wird wieder Hannover sein, das zwar in der Vorsaison den Pokal gewann, aber ansonsten die hochgesteckten Ziele mit einer Mannschaft voller Stars klar verfehlte. Das soll auch diesmal so bleiben“, so Spandau-Manager Peter Röhle vor kurzem gegenüber der DPA.

Spannung in der Hauptrunde? JA!

Doch wenn die Hauptrunde nur ein „Vorgeplänkel“ im Meisterschaftskampf darstellt, bietet sie dann überhaupt Spannung? Die Antwort lautet ganz klar: „Ja!“ Denn dafür wird der neue Liga-Modus sorgen. Jörg Deike, 1. Vorstand der White Sharks Hannover spricht in der HAZ sogar von der „spannendsten Saison seit Langem“. Grund dafür ist folgende Veränderung: Erstmals gibt es wieder einen direkten Absteiger. Der Tabellenachte der DWL-A muss in die Gruppe B runter, der Siebte spielt eine Abstiegsrelegation gegen den B-Zweiten. „Es will also jeder mindestens Sechster werden“, prophezeit Deike, „da sind vom Start an jeder Punkt und jedes Tor wichtig.“ Gleiches gilt für das Achterfeld in der B-Gruppe, denn auch hier steigt der letzte direkt ab und zwar in die regionale 2. Wasserball-Liga. Der Vorletzte spielt im Rahmen eines Aufstiegsturniers um den Verbleib im Oberhaus.

 
1. Spieltag DWL-A, 14.10.2017
15:30SSV Esslingen:SG Neukölln Berlin
16:00ASC Duisburg:SV Bayer Uerdingen 08
18:00Waspo 98 Hannover:White Sharks Hannover
19:00OSC Potsdam:Wfr. Spandau 04
 
1. Spieltag DWL-B, 14.10.2017
17:30SC Wedding 1929:SC Neustadt/Weinstraße
18:00SV Krefeld 1972:SV Poseidon Hamburg
18:00SGW Rhenania/BW Poseidon Köln:SVV Plauen
26.11.17Duisburger SV 1898:SV Ludwigsburg 08
 

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(LE)

 

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