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Hartes Training statt Weihnachtsgans: Wasserballer starten EM-Vorbereitung

Wasserball
16.12.2019 Kategorie: Wasserball, Verband

©Jo Kleindl

Mit einem Konditions-Lehrgang in Hannover beginnt die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft der Männer am Dienstag (17. Dezember) die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Ungarn vom 12. - 26. Januar 2020. „Wegen der Champions League bleibt so wenig Zeit für nie zuvor vor einem großen Turnier, doch die wollen wir nun konsequent nutzen“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm: „Deswegen geht es zwischendurch nur kurz mal nach Hause zum Geschenke abholen an Weihnachten und zum Böllern an Silvester. Unser wichtigster Feiertag soll dann erst in Budapest stattfinden.“ 

Nach der Trainingswoche in Hannover ist vom 27. - 30. Dezember ein gemeinsames Vorbereitungscamp mit dem Weltmeister in Italien angesetzt. Vom 02. - 05. Januar spielt die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) noch ein Turnier in Montenegro mit Spielen gegen den Gastgeber, Georgien und Frankreich, ehe es nach einem weiteren Kurzlehrgang in Berlin (07. - 10. Januar) zur EM geht. In Berlin wird Stamm auch entscheiden, welche 13 seiner bislang 20 Spieler er zur Europameisterschaft mitnimmt. Seine EM-Teilnahme absagen musste am Montag Tobias Preuß (Waspo Hannover) wegen einer langwierigen Schulterverletzung. Mit Ben Reibel (Wasserfreunde Spandau) droht noch ein weiterer Spieler auszufallen, der bei den Weltmeisterschaften im Sommer in Südkorea das Viertelfinale erreicht hatte. „Bei Ben müssen wir sehen, ob er nach längerer Pause schnell genug wieder den Anschluss finden kann“, sagte Stamm.

Um den Traum von der Olympia-Teilnahme in Tokio zu erfüllen, muss man sich in Ungarn einen der vier noch offenen Startplätze für das finale Qualifikationsturnier im März in Rotterdam sichern. Weltmeister Italien, der WM-Zweite Spanien und Weltliga-Sieger Serbien haben ihr Olympiaticket bereits sicher, auch ein anderer Europameister als diese drei Nationen bekäme eines. Zudem sind die Niederländer gesetzt als Gastgeber des Qualifikations-Turniers, für das Europa noch auf bis zu zwei weierte Nachrücker hoffen kann. „Platz acht muss trotzdem unser Ziel sein. Unsere EM-Vorrundengruppe mit Montenegro, Kroatien und der Slowakei hat es aber in sich, da müssen wir gleich nahe am Optimum spielen“, sagte Stamm. In Hannover will er dafür nun die Grundlagen legen.


Der vorläufige DSV-Kader:
Marko Stamm, Maurice Jüngling, Marin Restovic, Denis Strelezkij, Ben Reibel, Mateo Cuk, Lucas Gielen, Florian Thom (alle Wasserfreunde Spandau), Julian Real, Moritz Schenkel, Kevin Götz, Reiko Zech, Fynn Schütze, Niclas Schipper (alle Waspo Hannover), Hannes Schulz, Ferdinand Korbel, Lukas Küppers (alle OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg), Dennis Eidner (ASC Duisburg).

 

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