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Stamm beruft sieben Spandauer in seinen EM-Kader

Wasserball
10.01.2020 Kategorie: Wasserball, Verband

©Jo Kleindl

Die Liebe zum Detail zeigt sich auf der Uhr. Bereits um 10:00 Uhr morgens setzte Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm am Donnerstag das Trainingsspiel gegen den WM-Zweiten Spanien in Berlin an. Schließlich starten auch einige Vorrundenpartien bei den am Sonntag beginnenden Europameisterschaften in Budapest (12. - 26. Januar 2020) zu solch früher Stunde: „Meine Spieler sollten sich an die Abläufe zu dieser ungewohnten Wettkampfzeit gewöhnen, unser Vormittagsspiel gegen die Slowakei ist schließlich auch unser erstes Endspiel“, begründete Stamm.

Anders als in den EM-Vorrundenspielen gegen Kroatien (14. Januar, 14:30 Uhr) und Montenegro (18. Januar, 18:30 Uhr) ist das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) am zweiten Spieltag gegen die Slowaken (16. Januar, 10:00 Uhr) dann der Favorit - und benötigt wohl auch unbedingt einen Sieg fürs Weiterkommen. Nach der EM-Vorrunde rutscht nur der Gruppenerste direkt ins Viertelfinale, die Teams auf Platz zwei und drei spielen überkreuz mit den anderen Gruppen die weiteren Viertelfinalisten aus. Die Gruppenvierten kämpfen nur um die Plätze 13 bis 16.

„Wir haben nur ein Ziel beim Turnier in Ungarn: Uns den Platz für das Olympia-Qualifikationsturnier im März zu sichern“, sagte Stamm. Welcher Platz dafür nötig ist, hängt dabei auch vom Turnierverlauf ab. Titelverteidiger Serbien, Weltmeister Italien und der WM-Zweite Spanien haben das Tokio-Ticket bereits sicher, als Europameister oder hinter diesen drei Topteams kann sich eine andere Nation in Ungarn fürs Olympiaturnier in Japan qualifizieren. Zudem werden noch vier Plätze fürs letzte olympische Qualifikationsturnier in Rotterdam (22. bis 29. März) vergeben, für das die Niederlande als Gastgeber gesetzt sind.

„Für so ein Topergebnis wie vergangenen Sommer mit dem WM-Viertelfinale muss bei uns alles stimmen. Da musst du eine Topvorbereitung haben und möglichst keine Verletzten, das war zuletzt leider nicht der Fall“, erklärte Stamm, der am Donnerstag seinen 13-köpfigen EM-Kader (mit sieben Spielern vom deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04) benannte. Gleich fünf Nationalspieler hatte nach der WM mit größeren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, trotzdem will sich das DSV-Team den Platz beim Olympia-Qualifikationsturnier in Rotterdam sichern. Aus dem aktuellen Kader haben bisher übrigens nur Marko Stamm und Julian Real an Olympischen Spielen teilgenommen, 2008 in Peking als Jungspunde mit wenig Spielzeit. „Diesmal sind sie die Erfahrenen und damit die Spieler, von denen viel abhängen wird“, erklärte Bundestrainer Stamm. Dass sie ihre Führungsrolle ausfüllen wollen, zeigten beide übrigens schon am Donnerstagvormittag beim 10:10-Unentschieden gegen den EM-Mitfavoriten Spanien.


Der DSV-Kader bei der EM in Ungarn (Männer):

Mateo Cuk, Lucas Gielen, Maurice Jüngling, Ben Reibel, Marin Restovic, Marko Stamm, Denis Strelezkij (alle Wasserfreunde Spandau 04), Kevin Götz, Julian Real, Moritz Schenkel (alle Waspo 1898 Hannover), Dennis Eidner (ASC Duisburg), Hannes Schulz (OSC Potsdam), Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg 08).

Den kompletten EM-Spielplan finden Sie hier.

 

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