Spandaus Wasserballerinnen verteidigen den Titel und feiern erneut das Double

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Die beeindruckende Erfolgsserie der Wasserfreunde Spandau 04 geht weiter. Am Sonntag sicherten sich die Wasserballerinnen aus der Hauptstadt ihren inzwischen siebten Titel in Folge und damit auch in dieser Saison wieder einmal das Double aus Meisterschaft und DSV-Pokal. Im entscheidenden Finalspiel gewannen die Spandauerinnen am Sonntag mit 15:9 gegen den SV Blau-Weiß Bochum und setzten sich damit in den Endspielen im Modus „Best of Three“ mit 2:1 Siegen durch. Am Samstag hatte Berlin zuvor mit 17:13 gewonnen und damit den Serienausgleich hergestellt. Spiel eins hatte Bochum vor einer Woche mit 13:12 für sich entschieden.

„In Bochum hatte Bochum verdient gewonnen, da waren sie klar stärker. Am Wochenende haben wir jetzt beide Heimspiele deutlich und auch verdient gewonnen. Dementsprechend wird heute gefeiert“, sagte Spandaus Trainer Marko Stamm.

Seit 2019 hat Spandau bei den Frauen sämtliche nationalen Titel im Wasserball geholt und die längste laufende Meisterserie in einer olympischen Mannschaftssportart weiter ausgebaut. Durch den erneuten Erfolg rückt Berlin in der ewigen Rekordliste auf Rang zwei vor und zieht dort mit Bayer Uerdingen gleich. Rekordchampion bleiben die Bochumerinnen mit zwölf Meisterschaften.

 

Nach ausgeglichener erster Hälfte zieht Berlin im dritten Viertel davon

 

Bochum hatte am Sonntag durch Jana Stüwe erneut mit 1:0 vorgelegt. Doch wie am Vortag sollte es die einzige Führung des Spiels für die Blau-Weißen bleiben. Spandau präsentierte sich erneut deutlich konsequenter in Überzahl – neun Treffer fielen auf diese Weise, für Bochum war es lediglich zwei. Trotzdem verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen.

Nur einmal führte Spandau mit zwei Treffern, ansonsten trennten beide Teams meist nur ein Tor. Carolina Slagter besorgte quasi mit dem Pausenpfiff die psychologisch wichtige 5:4-Führung für die Gastgeberinnen. Diesen Schwung nahmen die Wasserfreunde in die zweite Hälfte mit. Bis zum Ende des dritten Viertels bauten sie ihren Vorsprung auf drei Tore (10:7) aus, kurz zuvor hatten sie sogar einmal mit vier Toren geführt.

Zwar steckte Bochum nie auf, bei denen Emiliia Khmil mit fünf Treffern abermals die beste Torschützin war. Doch spätestens nach dem 13:8 durch Berlins Kapitänin Gesa Deike war die Partie entschieden. Sie setzte anschließend auch den Schlusspunkt zum 15:9-Endstand. Ihre Schwester Ira Deike sowie Anne Rieck waren mit je drei Treffern die erfolgreichsten Torschützinnen beim alten und neuen Champion. Die Auszeichnung als Spielerin des Tages verdiente sich jedoch Torhüterin Jessica Milicich mit mehreren meisterwürdigen Paraden.

Auf Bochumer Seite richtete derweil Nationalspielerin Aylin Fry nach erster Enttäuschung direkt wieder den Blick voraus auf die kommende Saison. „Ich bin sehr stolz auf die ganze Mannschaft für das, was wir erreicht haben. Wir haben letzte Woche gezeigt, dass wir gegen Spandau gewinnen können. Dieses Wochenende hat es zwar leider nicht gereicht, trotzdem haben die Spiele gezeigt, dass wir sehr nah dran sind. Meiner Meinung nach waren die Spiele knapper, als das Ergebnis letztendlich ausgefallen ist. Wir haben hart gekämpft und werden in Zukunft für die neue Saison hart trainieren und erneut angreifen.“

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