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IOC beruft Yusra Mardini und Alaa Maso ins Flüchtlingsteam für Tokio

Schwimmen
08.06.2021 Kategorie: Verband, Schwimmen

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) unterstützte während der laufenden Saison zwei syrischen Schwimmer*innen bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). So durften Yusra Mardini und Alaa Maso nicht nur an den Stützpunkten in Hamburg bzw. Hannover mittrainieren, sondern auch an der Olympiaqualifikation oder den Deutschen Meisterschaften in Berlin teilnehmen.

Der Einsatz hat sich gelohnt, denn nun wurden beide gemeinsam mit 27 weiteren Athlet*innen aus 11 verschiedenen Ländern vom Vorstand des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in das „Refugee Team“, also einem Team bestehend aus Geflüchteten, für Tokio berufen. „Die geflüchteten Athleten sind eine Bereicherung für uns alle in der gesamten olympischen Community“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach bei der virtuellen Zeremonie aus Lausanne. „Die Gründe, warum wir dieses Team geschaffen haben, existieren immer noch. Wir haben derzeit mehr Menschen auf der Welt, die gewaltsam vertrieben wurden, und daher war es selbstverständlich, dass wir für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 wieder ein IOC-Refugee Olympic Team aufstellen.“

Während der Eröffnungsfeier der Spiele in Tokio wird das Refugee Team direkt nach Griechenland das brandneue japanische Nationalstadion mit der olympischen Flagge auf dem zweiten Platz betreten. Das Team wird wie alle anderen 206 teilnehmenden Nationen im olympischen Dorf leben und auch nach den Spielen vom IOC unterstützt werden. Bei allen offiziellen Anlässen wird die olympische Flagge gehisst und die olympische Hymne gespielt.

„Unsere Teilnahme ist eine gute Möglichkeit, auf die Millionen von Flüchtlingen auf der ganzen Welt hinzuweisen“, betonte Yusra Mardini, deren Geschichte schon bei den Spielen 2016 in Rio für großes Interesse bei Zuschauenden und Medien sorgte. Gemeinsam mit ihrer Schwester war sie bei ihrer Flucht von einem Flüchtlingsboot ins Wasser gesprungen, um es in Richtung Europa zu schieben. Inzwischen wird sogar eine Kinofilm über ihr Leben gedreht.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin schaffte es Yusra Mardini trotz gesteigerter Trainingsumfänge nicht in die Finals, auch in Tokio wird sie aus sportlicher Sicht chancenlos sein – darum geht es hier aber auch nicht. Trotzdem brennt großer Ehrgeiz in der 23-Jährigen, die in Hamburg mit der deutschen Olympiaschwimmerin Hannah Küchlerin einer WG wohnt.  „Natürlich kann ich immer noch nicht so schnell sein wie die besten Deutschen, mir fehlen da einfach ein paar Grundlagen, so schnell kann das halt keine aufholen, die lange nur einmal am Tag trainiert hat. Das musste ich aber auch erst lernen und akzeptieren“, sagte Mardini. „Heute setzt mich der Vergleich mit anderen nicht mehr so unter Druck. Ich verstehe, warum sie besser sind als ich – und schaue daher mehr auf mich und meine eigene Entwicklung. Ich muss ja auch Spaß haben, da darf man nicht an mögliche Schlagzeilen denken. Wasser war immer ein Ort, an dem ich alles hinter mir lassen konnte.“

Vorgenommen hat sie sich, in diesem Jahr über die 100m Freistil unter eine Minute zu kommen. „Das wäre dann knapp fünf Sekunden schneller als in Rio“, so Mardini. Und nicht nur deswegen ein großer Erfolg.