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Paukenschlag von Henning Mühlleitner beim Olympiaauftakt

Tokio 2020
24.07.2021 Kategorie: Verband, Schwimmen

©picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Im ersten Abschnitt der Schwimmwettbewerbe bei den Olympischen Spielen in Tokio hat Henning Mühlleitner für einen Paukenschlag gesorgt. Der 24-Jährige aus Neckarsulm kraulte über 400m Freistil in 3:43,67 Minuten die schnellste Vorlaufzeit aller Teilnehmer. Seine persönliche Bestzeit verbesserte der EM-Dritte von 2018 damit um 1,7 Sekunden und bescherte dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) im ersten Finalabschnitt am Sonntag (ab 03:30 Uhr MESZ) völlig überraschend gleich die erste Medaillenchance.

„Auf Bahn vier zu schwimmen, bringt natürlich ein bisschen Druck rein. Im ersten Moment habe ich mich riesig gefreut über die Zeit. Jetzt muss ich schauen, wie sich das organisieren lässt heute Nacht. Bis man in die Mensa kommt, dann gegessen hat und wieder runterkommt, das zieht sicher nochmal ein paar Körner. Da muss man möglichst schnell wieder einschlafen, um dann morgen wieder angreifen zu können“, sagte Mühlleitner im ZDF-Interview.

Dabei war Mühlleitner nur zu diesem Einzelstart gekommen, weil Florian Wellbrock auf dieses Rennen zugunsten der längeren Strecken verzichtet hatte. „Henning hat sich sein Rennen souverän eingeteilt und dann gemerkt, dass er noch Reserven hat. Er hat mit seinem Trainer Matt Magee in der Vorbereitung sehr gute Arbeit geleistet“, lobte Bundestrainer Bernd Berkhahn. In der ersten Rennhälfte (1:52,02) war Mühlleitner trotz Startsprung langsamer gewesen als in der zweiten.

Der Magdeburger Lukas Märtens belegte bei seiner Olympiapremiere über dieselbe Distanz in 3:46,30 Rang zwölf. Er ließ sich dabei auch vom gescheiterten Mitfavoriten Danas Rapsys (LTU/Rang 13) irritieren. „Lukas hat viel zu nervös angefangen und dabei zu viel Energie verbraucht“, analysierte Berkhahn. So fehlten dem 19-Jährigen am Ende 62 Hundertstel zum Finaleinzug. Eine Zeit in Nähe seiner Bestzeit hätte dazu locker gereicht. „Ich habe mich nie getraut, so richtig in die Wand zu schwimmen. Die Wenden waren nicht so wie ich sie mir vorgestellt hatte, das war ein Knackpunkt“, sagte Märtens, der noch zwei weitere Einzelstarts über 200m und 1500m Freistil hat.

Mit persönlicher Bestzeit über 100m Brust zog anschließend aber Lucas Matzerath in 59,40 Sekunden als Elfter der Vorläufe in das Halbfinale am Sonntag ein. Mit dieser starken Zeit war der Frankfurter sogar noch neun Hundertstel schneller als Fabian Schwingenschlögl (59,49/Rang 14) im Lauf danach. Der Neckarsulmer hatte in diesem Jahr den deutschen Rekord auf 58,95 verbessert. Beide DSV-Starter haben damit Chancen auf das Finale am Montag, in das die schnellsten Acht der Halbfinals einziehen. Vorlaufschnellster war mit Adam Peaty (GBR/57,56 Sekunden) der Olympiasieger von 2016. „Ich bin zufrieden mit der Zeit, das war um zwei Hundertstel eine neue Bestzeit. Ich werde jetzt erstmal mit meinem Trainer (Mark Jayasundara, Anm. d. Red.) nochmal Rücksprache halten, wo ich renntaktisch noch etwas verbessern kann und dann sollte noch was drin sein. Nach den Trainingsleistungen sollte es da noch ein bisschen Luft nach oben geben“, sagte Matzerath. Auch Schwingenschlögl sah noch Steigerungspotenzial. „Bei meinem ersten Rennen bei Olympia musste erst einmal die Aufregung etwas raus, ein paar Details kann ich noch besser machen. Aber wenn ich Start und Wende im Halbfinale hinkriege, dann bewege ich mich im Bereich der Bestzeit, dann ist alles drin“, sagte der 29-Jährige.

Als erster DSV-Starter war an diesem Samstag Jacob Heidtmann in den Pool des Tokyo Aquatics Centre gesprungen. Über 400m Lagen blieb er in 4:12,09 Minuten nur eine Hundertstelsekunde über seinem deutschen Rekord und belegte damit den zwölften Platz. „Ich hatte richtig Bock darauf, die Show hier zu eröffnen. Ich hätte es gerne noch ein bisschen besser gemacht fürs Team. Wir sind alle richtig gut drauf und ein richtig gutes Team, wir haben einige heiße Eisen im Feuer. Ich hoffe, ich habe den Druck jetzt ein bisschen weggenommen von den anderen, dass die hier Spaß haben können und richtig aufschwimmen“, erklärte der Elmshorner am ZDF-Mikrofon. „Offiziell war das die zweitschnellste Zeit jemals von mir, von daher ist es ganz gut. Ich fühle mich aber in einer Form, in der ich eigentlich noch schneller schwimmen sollte.“ Darauf hofft er bereits am Sonntag im Vorlauf über 200m Freistil (ab 12:00 MESZ).

Das Finale verpasst hat die Staffel über 4x100m Freistil der Frauen. In 3:39,33 Minuten belegten Lisa Höpink (54,83 Sekunden), Annika Bruhn (54,33), Marie Pietruschka (55,31) und Hannah Küchler (54,86) Rang 13, zum Finaleinzug fehlten vier Sekunden. Vorlaufschnellste waren die Australierinnen (3:31,73).