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Henning Mühlleitner wird nach starkem Auftritt Olympia-Vierter über 400m Freistil

Tokio 2020
25.07.2021 Kategorie: Verband, Schwimmen

©picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Wieder kam er mit einem starken Endspurt auf der letzten Bahn angeflogen, wieder zeigte er mit 3:44,07 Minuten eine überragende Leistung bei diesen Olympischen Spielen in Tokio. Und nach dem Anschlag des Finallaufes über 400m Freistil konnte sich Henning Mühlleitner dann über den vierten Platz freuen. Gold sicherte sich überraschend der erst 18 Jahre alte Tunesier Ahmed Hafnaoui (3:43,36) vor dem Australier Jack McLoughlin (3:43,52) und dem US-Amerikaner Kieran Smith (3:43,94).

„Ich bin mega happy mit dem Rennen und mit dem was ich erlebt habe und dass ich einfach mega Spaß hatte“, sagte Mühlleitner anschließend. Der 24-Jährige von der Neckarsulmer Sport-Union hatte am Vorabend die schnellste Vorlaufzeit (3:43,67) erzielt und musste diese Rolle dann erst einmal verarbeiten. Er stellte dafür sein Handy aus, spielte nach dem Abendbrot mit seinem Zimmernachbarn Marco Koch noch ein Würfelspiel, um nach einer eher unruhigen, aber guten Nacht erneut zu glänzen. „Kurz bevor ich rausgelaufen bin, habe ich dann doch gemerkt: Das wird spannend. Aber ich habe trotzdem mal kurz gelächelt unter der Maske und habe den Moment maximal genießen können“, erzählte Mühlleitner.

Während die Konkurrenz gleich nach dem Startsignal wieder sehr schnell loslegte, teilte sich Mühlleiter das Rennen ähnlich wie am Vortag erneut viel gleichmäßiger ein. In der zweiten Rennhälfte rückte er so dann immer weiter nach vorn, am Ende fehlten nur 13 Hundertstel zum ersten Medaillengewinn eines deutschen Schwimmers im Einzel seit Stev Thelokes Bronze über 100m Rücken im Jahr 2000. Auf die Frage eines Reporters, ob zehn Meter mehr vielleicht für die Medaille gereicht hätten, antwortete Mühlleiter gelassen: „Also ich finde es witzig, wie man dann nochmal die Energie herziehen kann auf den letzten 50 Metern. Da haben wir ja alle plötzlich nochmal Energie gehabt. Zehn Meter länger ist egal, die Bahn ist 50 Meter lang und da zählt es, wer als Erstes die Hand an die Wand kriegt und ich war halt der Vierte heute, so ist das.“

Auch dass seine Vorlaufbestzeit vom Vortag zu Bronze gereicht hätte, vermochte den Studenten der Wirtschaftsinformatik nicht zu vertrüben. Die kurze Regenerationsphase im olympischen Zeitplan mussten ja alle gleich meistern. „Heute früh war ein neues Rennen. Ich habe mir auch Szenarien ausgemalt, dass wir heute plötzlich nur noch 3:46 schwimmen und dass da die Medaillen weggehen. Oder plötzlich kommt einer, wie jetzt der Tunesier ganz überraschend auf der Außenbahn, und schwimmt nochmal eine schnellere Zeit heute früh.“

Fakt ist, dass Mühlleitner dem Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) einen verheißungsvollen Olympiastart verschafft hat. „Henning und sein Trainer Matt Magee haben hervorragende Arbeit geleistet“, lobte auch Bundestrainer Bernd Berkhahn. Der Australier Magee arbeitet seit dem Frühjahr 2020 in Neckarsulm.

Im ersten Finalabschnitt glänzte am Sonntag auch Lucas Matzerath mit einer weiteren Bestzeit über 100m Brust (59,31 Sekunden) und landete damit eine Hundertstel vor dem deutschen Rekordhalter Fabian Schwingenschlögl (59,32). Als Neunter und Zehnter verpassten die DSV-Vertreter den Finaleinzug damit aber denkbar knapp. „Ich konnte mich weiter steigern und bin mit meinem ersten Olympiaeinsatz zufrieden, auch wenn im Training sogar noch schnellere Zeiten möglich erschienen“, sagte Matzerath. „Jetzt heißt es, in den nächsten drei Jahren bis Paris weiter hart zu arbeiten, damit es dann mit dem Finale klappt.“ Über die Besetzung der Lagenstaffel werden sich die Bundestrainer nun weiter Gedanken machen.

 „Es hat eigentlich alles gepasst, von daher war einfach nicht mehr drin“, erklärte Schwingenschlögl. Seine Rekordzeit aus dem April (58,95) hätte wohl zum Finale gereicht, aber trotzdem war der 29-Jährige zu Recht stolz auf seine Leistung: „Das Team hat jetzt gezeigt, wir können vorne mitschwimmen. Wir sind nicht irgendwo im Nirgendwo unterwegs, wir sind konkurrenzfähig.“

Goldmedaillen sicherten sich am ersten Finaltag zudem Yui Ohashi (JPN/4:32,08 Minuten) und Chase Kalisz (USA/4:09,42) jeweils über 400m Lagen sowie Australiens Staffel über 4x100m Freistil der Frauen mit Weltrekord (3:29,69 Minuten).

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