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Florian Wellbrock erreicht als Drittschnellster das 1500m-Finale

Tokio 2020
30.07.2021 Kategorie: Verband, Schwimmen

©picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Die 1500m Freistil bezeichnet er gern als seine Lieblingsstrecke, Florian Wellbrock rechnet sich bei den Olympischen Spielen in Tokio hierbei wohl auch die besten Chancen aus. Im Vorlauf lief dabei schon einmal alles wie gewünscht. In 14:48,53 Minuten sicherte sich der 23-Jährige vom SC Magdeburg Platz drei und damit auch Bahn drei im Finale am Sonntag (ab 03:30 Uhr MESZ). Schneller waren am Freitag nur Mykhailo Romanchuk (UKR/14:45,99) und 800m-Olympiasieger Robert Finke (USA/14:47,20).

Beim vierten Platz über 800m Freistil schien zwei Tage zuvor mehr möglich gewesen, nach deutschem Rekord im Vorlauf hatte Wellbrock im Endlauf dort taktisch nicht alle Pläne umsetzen können und im Endspurt das mögliche Edelmetall knapp aus den Augen verloren. Die längere Distanz ging der Doppelweltmeister von 2019 (1500m Freistil und 10km im Freiwasser) diesmal nun bewusst mit deutlich weniger Aufwand an, kontrollierte das Feld im vorletzten Vorlauf dabei aber jederzeit. Alle anderen Favoriten, so auch der Italiener Gregorio Paltrinieri (in 14:49,17 Vorlaufvierter), hatten allerdings den Vorteil, sich im letzten Lauf dann an Wellbrocks Zeit orientieren zu können.

 „Ich bin ganz zufrieden, denn ich hatte den schwierigeren Vorlauf. Ich musste das Tempo mehr oder weniger allein machen. Ich habe noch ein bisschen die 800 Meter von gestern gemerkt, aber das wird den anderen Jungs ähnlich gegangen sein. Und nun muss man den morgigen Tag regenerativ nutzen und dann schauen, was am Sonntag möglich ist“, sagte Wellbrock. Auch sein Trainer Bernd Berkhahn zeigte sich zufrieden: „Das war körperlich und mental nicht so einfach nach dem harten 800-Meter-Finale, das hat Florian gut bewältigt. Dass jetzt eine längere Regenerationsphase von über einem Tag ansteht, wird ihm sicher guttun.“

Was das Vorkampfergebnis denn nun fürs Finale erwarten lässt, welche taktischen Änderungen womöglich bei ihm erfolgen, das wollte Wellbrock erst einmal nicht verraten: „Das muss man dann sehen. Die letzten Male konnte ich das immer ganz gut auskontern auf den 1500 Metern, wenn Gregorio vorne schnell geschwommen ist. Und was der US-Amerikaner nachher auf dem 1500 Metern machen kann, müssen wir auch abwarten. Er hat jetzt eine super Bestzeit auf den 800 Metern gemacht, aber die 1500 Meter sind fast die doppelte Distanz, deswegen bleibt es spannend.“

Wellbrocks Vereinskollege Lukas Märtens verpasste in 14:59,45 Minuten als Elfter zwar den Finaleinzug, kann aber bei seinen ersten Olympischen Spielen auf ein erfolgreiches Programm zurückschauen. Bereits fünfmal stand der 19-Jährige vor den 1500m Freistil in Tokio am Start (drei Einzel- und zwei Staffelläufe), als Startschwimmer belegte er mit der 4x200m-Freistil-Staffel sogar Rang sieben. „Lukas hat in diesem Jahr große Leistungssprünge und uns damit viel Freude gemacht. Nun hat er hier in Tokio sehen können, wie es neben den Besten der Welt das Optimum abzurufen gilt. Diese Erfahrung sollte ihn in seiner weiteren Karriere weiter voranbringen“, bilanzierte Bundestrainer Hannes Vitense.

Damit sind Wellbrock und Sarah Köhler über 800m Freistil am Samstag (ab 03:30 Uhr MESZ) die letzten von dann insgesamt acht Finalhoffnungen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) beim Beckenschwimmen in Tokio, denn anschließend reichte es für die Lagenstaffeln nicht zum Endlauf. Laura Riedemann (1:00,45), Anna Elendt (1:06,17), Lisa Höpink (58,87) und Annika Bruhn (54,67) kamen in 4:00,16 Minuten im Vorlauf auf Rang elf ein, hier waren die Kanadierinnen am schnellsten (3:55,17). Insbesondere die Frankfurter Brustschwimmerin Elendt glänzte dabei aber noch einmal mit einer Topzeit. „Ich habe mich gefreut, hier noch einmal mein bestes Rennen gezeigt zu haben. Das ist ein schönes Gefühl zum Abschluss“, sagte die 19-Jährige. „Jetzt hoffe ich nur, dass wir nicht gleich aus Tokio abreisen müssen, sondern bis Sonntag noch Sarah und Florian bestmöglich anfeuern können.“

Die DSV-Männer mit Marek Ulrich (54,54), Lucas Matzerath (58,70), Marius Kusch (52,38) und Damian Wierling (48,48) belegten in 3:34,08 Minuten ebenfalls Rang elf, Vorlaufschnellste waren die Italiener (3:30,02). Auch hier war Youngster Matzerath (21) derjenige, der sein Potenzial am besten abrief. Das lässt für die Zukunft und für die Olympischen Spiele in Paris (FRA) 2024 hoffen.