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Ab ins Schwimmbad

Leonie Beck wird Europameisterin über 10km

Schwimm-EM
21.08.2022 Kategorie: Verband, Freiwasser

©Jo Kleindl

Am letzten Tag der diesjährigen Europameisterschaften in Italien ging es für die Freiwasserschwimmer*innen in Lido di Ostia (ITA) über die olympische Zehn-Kilometer-Distanz um die Medaillen. In einem spektakulären Finish gewann Leonie Beck (SV Würzburg 05) in 2:01:13,04 Stunden Gold für Deutschland, und das, obwohl sie sich kurz vor der Zielgeraden noch zu verschwimmen drohte. Es war der erste deutsche Titel auf dieser Strecke seit Angela Maurers Erfolg 2006 in Budapest (HUN). Silber ging an die Italienerin Ginevra Taddeucci (2:01:15,2), die Bronzemedaille holte Angelica André (POR/2:01:16,4), die sich auf den letzten Metern noch an der in Magdeburg trainierenden Niederländerin Sharon van Rouwendaal (2:01:16,6) vorbeischob.

“Europameisterin ist was ganz Besonderes. Das ist auch meine erste Goldmedaille im Einzel”, strahlte Leonie Beck. “Es war ziemlich hart, es war ziemlich wellig. Es war glaube ich eins der Top-drei welligsten Rennen, die ich jemals gemacht habe. Ich habe am Anfang wieder die Gruppe verloren und musste wieder aufholen, aber an sich war es echt cool und es hat mir Spaß gemacht.”

Die beiden deutschen Starterinnen Beck und Lea Boy (SV Würzburg 05) hielten sich von Anfang an am Ende der Spitzengruppe auf, bis sich Beck dann in der letzten Runde Schritt für Schritt nach vorne kämpfte. “Die letzten 200 Meter hab ich nur noch gedacht: Ich will das gewinnen”, so die 25-Jährige. Für Beck ist der Sieg fast ein Heimspiel, denn seit knapp einem Jahr lebt und trainiert sie in Italien. Bei den Weltmeisterschaften in Budapest hatte sie vor knapp zwei Monaten bereits die Silbermedaille gewonnen, jetzt freut sie sich über den Platz ganz oben auf dem Treppchen. Lea Boy erreichte auf der olympischen Distanz Rang 13 (2:04:44,3).

Bundestrainer Constantin Depmeyer lobte: “Es war von Leonie ein sehr, sehr starkes Rennen, progressiv geschwommen und hinten raus nicht zu schlagen. Mein Glückwunsch gilt zunächst allen, die heute bei den Bedingungen durchgekommen sind, ein gutes Rennen gemacht haben und natürlich vor allem Leonie für ihren überragenden Sieg.”

Nachdem gestern Nachmittag das 25-Kilometer-Rennen wegen heftiger Winde und starkem Wellengang im Tyrrhenischen Meer nach gut zehn Runden abgebrochen werden musste, hatte sich die Wetterlage heute wieder etwas beruhigt. Dass die Bedingungen aber trotzdem sehr hart waren, zeigte unter anderem die hohe Anzahl an Aktiven, die auf dieser Strecke aufgeben mussten. Bereits nach knapp der Hälfte der Strecke hatten vier Aktive, zwei Männer und zwei Frauen, das Rennen beendet. Unter ihnen auch die deutsche Starterin Jeannette Spiwoks (SG Essen).

Oliver Klemet auf Platz fünf vor Rasovszky und Paltrinieri

Bei den Männern verpasste Top-Favorit Gregorio Paltrinieri (ITA) überraschend einen Podestplatz, für den 5km-Europameister wurde es am Ende nur Platz sieben (1:51:12,7 Stunden). Die Italiener*innen konnten trotzdem über einen Heimsieg jubeln, denn als Erster kam Domenico Acerenza nach 1:50:33,6 ins Ziel, vor den beiden Franzosen Marc-Antoine Olivier (1:50:37,3) und Logan Fontaine (1:50:39,1). Dagegen ging der junge Ungar David Betlehem, der das Feld über weite Strecken mit großem Vorsprung angeführt hatte, am Ende als Neunter (1:52:09,8) genau wie Paltrinieri leer aus.

Bester Deutscher wurde in 1:51:04,8 Oliver Klemet (SG Frankfurt), der als Fünfter noch vor dem Olympia-Zweitem Kristóf Rasovszky (1:51:04,9) und Paltrinieri anschlug. Ben Langner (SC Magdeburg) belegte in 1:58:37,4 Rang 16. Olympiasieger Florian Wellbrock (SC Magdeburg) hatte bei dieser EM wegen Trainingsausfalls nach einer Coronavirus-Infektion und anhaltender leichter Erkältung auf einen Start im Freiwasser verzichtet.

DSV-Staffel zu Abschluss der Freiwasserwettbewerbe auf Rang fünf

Ohne deutsche Medaille endete dagegen die abschließende Staffel über 4x1,25km, stattdessen wurde das Rennen zu einer Machtdemonstration des italienischen Teams. Zum Abschluss der Freiwasserwettkämpfe in Lido di Ostia übernahmen sie bereits nach der ersten Runde die Führung und ließen den anderen Teams keine Chance.

Auch als Ungarn in der letzten Runde noch einmal stark aufkamen und zwischenzeitlich sogar die Führung zu übernehmen schien, ließ sich Italien den Sieg vor heimischem Publikum nicht mehr nehmen. In einem spannenden Finish zwischen den beiden führenden Nationen konnte sich schlussendlich der italienische Schlussschwimmer Domenico Acerenza unter tobendem Applaus der Zuschauer*innen am Strand klar gegen Kristóf Rasovszky (HUN) durchsetzen und sicherte in 59:43,1 Minuten die Goldmedaille für sein Land. Ungarn holte Silber in 59:53,9, Bronze ging nach Frankreich (1:00:08,3). Für das deutsche Team starteten Lea BoyLeonie Beck (beide SV Würzburg 05), Linus Schwedler (SC Magdeburg) und Oliver Klemet (SG Frankfurt). Die am Sonntagmorgen frisch gekürte 10km-Europameistern Leonie Beck hatte sich in der zweiten Runde bis auf Platz zwei nach vorne gekämpft, diesen Vorsprung konnten die Männer in den letzten beiden Runden jedoch nicht mehr halten - am Ende belegte das Team nach 1:00:43,8 Stunden Rang fünf. Die deutsche Staffel war vor knapp zwei Monaten in Budapest (HUN) zum Weltmeistertitel geschwommen, dort jedoch mit Olympiasieger Florian Wellbrock als Schlusschwimmer.