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Tiefgreifende Reformen im deutschen Spitzen- und Leistungssport

Sportpolitik
24.11.2022 Kategorie: Verband

©Jo Kleindl

Der Spitzen- und Leistungssport in Deutschland steht vor großen Veränderungen. Das Bundesinnenministerium (BMI) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben in dieser Woche neue Leitlinien veröffentlicht, die für eine moderne und transparente Förderung sorgen sollen. Mit Einführung einer Agentur für Leistungssport sollen erstmals Steuerung und Förderung des Leistungssports in Deutschland in einer Hand liegen. Die Agentur soll sportfachliche Expertise mit Verwaltungs- und Managementkompetenz verbinden, bestehende Steuerungs- und Förderelemente und -instrumente sollen dort zusammengeführt werden.

>> Zum Grobkonzept Leistungs- und Spitzensport

Bereits im Jahr 2016 hatten BMI und DOSB mit dem „Reformkonzept zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung in Deutschland“ eine erste Strukturreform eingeleitet. Die bisherigen Schritte hätten laut der gemeinsamen Pressemitteilung beider Institutionen jedoch nicht dazu geführt, dass der Abwärtstrend bei der deutschen Medaillenbilanz gestoppt werden konnte oder sich Rahmenbedingungen für Athlet*innen ausreichend verbessert hätten. Es bestehe deshalb weiterer Reformbedarf, heißt es in der Mitteilung weiter. BMI und DOSB hatten sich daher im Juni 2022 in einen Dialogprozess begeben, um die Spitzensportförderung weiterzuentwickeln. Länder und Interessenvertreter*innen des organisierten Sports wurden beteiligt.

Mit dem jetzt vorliegenden Grobkonzept haben sich BMI und DOSB auf den Rahmen für die künftige Spitzensportförderung verständigt. Deren weitere Ausarbeitung wird ab Januar 2023 eine gemeinsame Arbeitsgruppe von BMI, DOSB und den Ländern übernehmen. Weitere Stakeholder, insbesondere Athlet*innen-Gruppen, werden beteiligt. Noch im Jahr 2023 soll die Umsetzung beginnen.

„Wir sind uns im Sport und mit der Politik einig, dass der deutsche Leistungssport neue, innovative Impulse braucht“, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: „Wir wollen eine Trendwende bei den internationalen Erfolgen unserer Athlet*innen schaffen. In einer Sportagentur bündeln wir die Kräfte, indem wir Steuerung und Förderung erstmals aus einer Hand ermöglichen. Das Sportfördergesetz schafft dafür die notwendige Planungssicherheit und Kontinuität für die Sportverbände. Damit erreichen wir mehr Flexibilität im System, Bürokratie wird abgebaut und unsere Verbände können sich wieder auf das konzentrieren, was im internationalen Wettbewerb wichtig ist: die langfristige Entwicklung von Spitzenleistungen“.

Sportministerin Nancy Faeser betonte: „Mit den getroffenen Vereinbarungen machen wir den Spitzensport in Deutschland zukunftsfest. Unsere Spitzenathlet*innen brauchen exzellente und verlässliche Rahmenbedingungen. Mit einem Sportfördergesetz, das wir erstmals in der Geschichte schaffen, und einer unabhängigen Sportagentur stellen wir die Weichen für ein modernes und transparentes Fördersystem.“

Auch Thomas Berlemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, begrüßte die nun angestoßene Reform grundsätzlich: „Die diskutierte neu zu errichtende Bundesagentur für Leistungssport ist ein erster guter Schritt, um das Leistungsniveau wieder an die Weltelite heranzuführen – das gilt insbesondere für die olympischen Sommersport-Disziplinen.“ Gleichzeitig erwartet er für die konkrete Ausgestaltung die Berücksichtigung einer Reihe von Eckpunkten: „Zuvorderst die Einbeziehung der Athlet*innen in die Ausgestaltung der Reform. Die bisherige Planung, die Reform zwischen BMI und DOSB auszuhandeln, wird den Anliegen der Athlet*innen nicht gerecht und übersieht die wichtigste Stellschraube für sportliche Erfolge. Die Deutsche Sporthilfe steht seit jeher für Athlet*innenzentriertheit und fordert eine angemessene Beteiligung für sich und andere Vertreter*innen von Athlet*inneninteressen.“