Schwimmabzeichen

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DSV-Mannschaftsarzt Prof. Dr. Alexander Beck beantwortet Fragen zum Coronavirus: Teil 1

Neue Serie als Video abrufbar
10.04.2020 Kategorie: Schwimmen, Verband, Freiwasser, Wasserball

Zusammen mit Prof. Dr. med. Alexander Beck und der Rough Water& GmbH hat der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) eine dreiteilige Videoreihe zum Coronavirus und dessen Einfluss auf Sportler erstellt. Beck ist nicht nur Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Juliusspital Würzburg, er ist auch der leitende Mannschaftsarzt im DSV für das Freiwasserschwimmen. Als solcher gehört der Mediziner auch der DSV-Taskforce an, die für den Verband den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie steuert. Für die gelungene Zusammenarbeit möchten wir uns herzlich bedanken.


>>>Das erste Video findet ihr hier.

 

Was bewirkt dieses Virus eigentlich genau und auf welche Symptome ist auch bei Sportler*innen besonders zu achten?

Prof. Dr. Alexander Beck: Es handelt sich um ein hochinfektiöses Virus, welches leicht übertragen werden kann. Am Anfang ist eine Infektion im Bereich der oberen Luftwege, also im Hals, Nasen- und Rachenraum zu beobachten, später kann die Infektion dann auf die unteren Lungenabschnitte übergehen. Der vorherrschende Übertragungsweg von SARS-CoV-2 ist eine Tröpfcheninfektion, z.B. durch Husten, Niesen oder engen Kontakt von Angesicht zu Angesicht. Hierbei kann es durch teils mild Erkrankte, aber auch asymptomatisch infizierte Personen zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kommen. Auch Übertragungen durch Schmierinfektionen sind beschrieben, betreffen allerdings nur einen kleinen Teil der Fälle.Hier nimmt man mit den Händen das Virus von einer Oberfläche, die man berührt, auf und reibt sich dann im Gesicht, damit kommt das Virus an Mund oder Nase. Übertragungen kommen im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch bei größeren Veranstaltungen vor. Typische Symptome sind Fieber, trockener Husten, Geruchs- sowie Geschmacksstörungen, Bindehautentzündung, leichter Durchfall. Aber auch Müdigkeit oder Kurzatmigkeit können verspürt werden.

 

Was versteht man unter „flatten the curve“ und warum ist das so wichtig?

Prof. Dr.  Alexander Beck: Damit ist eine Verlangsamung der Ausbreitung in der Bevölkerung gemeint. Dieses Prinzip basiert auf dem Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Wachstum. Lineares Wachstum bedeutet, dass in einer bestimmten Zeiteinheit immer derselbe Wert hinzukommt. Wenn ein Unternehmen beispielsweise jeden Tag eine bestimmte Menge an Waren produziert, steigt die Gesamtmenge der produzierten Waren jeden Tag um diesen Betrag an. Exponentielles Wachstum dagegen bedeutet, dass der Wert innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit mit einem festen Faktor multipliziert wird – also beispielsweise immer verdoppelt oder verdreifacht. Das hat zur Folge, dass die Werte zwar zunächst nur langsam steigen, aber nach kurzer Zeit nimmt das Wachstum exponentiell zu.

Als Beispiel: Würden bei einer Bevölkerung in Deutschland von 80 Millionen Menschen nach einem bestimmten Zeitraum alle gleichzeitig die Erkrankung bekommen (im Sinne einer Exponentialfunktion), wäre unser Gesundheitssystem schlagartig überfordert und das Ganze würde maximal aus dem Ruder laufen. Deshalb ist es wichtig, die Ansteckungsrate so weit wie möglich zu senken, damit sich die Erkrankungen auf einen längeren Zeitraum verteilen und die Kapazitäten für die jeweils akut erkranken Patienten ausreichen. Da man damit die steile Kurve der Fallzahlen abflacht, spricht man neudeutsch vom „flatten the curve“-Prinzip.

 

Was soll ich tun, wenn ich vermutlich infiziert bin?

Prof. Dr. Alexander Beck: Die meisten Menschen bekommen zwei bis drei Tage lang Fieber. Das ist die Zeit, in der sie sich richtig krank fühlen, abgeschlagen und müde sind, auch oft Gliederschmerzen haben. Der Husten, meist ein trockener Husten ohne Auswurf, ist hartnäckiger. Manche haben aber auch nur ein Halskratzen. Viele haben vier bis fünf Tage eine verstopfte Nase. Durchfall ist selten. Damit sollten man zu Hause in Selbstquarantäne bleiben und mit seinem Arzt kommunizieren. Zu beachten ist außerdem:

  • ·       Vermeidet sportliche Betätigung in der Gruppe.
  • ·       Kommt dem Partner, Familienmitgliedern oder anderen Personen nicht zu nahe und haltet soweit möglich den Mindestabstand ein.
  • ·       Esst getrennt und benutzt möglichst eine separate Toilette.
  • ·       Wascht die Hände regelmäßig mit Seife.
  • ·       Wendet euch telefonisch an euren Arzt und andere Personen.
  • ·       Erst wenn euer Arzt die Erlaubnis erteilt hat, könnt ihr zur normalen Routine zurückkehren.

 

Wann bin ich ggf. wieder gesund?

Prof. Dr. Alexander Beck: Wenn nach den ersten Krankheitssymptomen 14 Tage vergangen sind und mindestens die letzten 48 Stunden symptomfrei waren, gilt man als geheilt. Je nach Bundesland fordern diverse Gesundheitsämter zusätzlich noch negative Abstriche im Hals-, Nasen-, Rachenraums.

 

Sind beim Sport derzeit besondere Hygieneregeln zu beachten?

Prof. Dr. Alexander Beck: Wenn möglich, sollten sich Sportler zu Hause und nicht in Gemeinschaftsräumen umziehen und duschen. Darüber hinaus gelten die üblichen Hygieneregeln mit und ohne Sport:

  • ·       Abstandhalten von mehreren Metern zwischen Sporttreibenden.
  • ·       Vermeiden von Sport in Räumen (außer im eigenen Fitnessstudio zu Hause). 
  • ·       Keine Berührungen von Parkbänken oder Kinderspielplätzen.
  • ·       Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und heißem Wasser (30 Sec.) oder Händedesinfektion.
  • ·       Ggf. Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

 

Sollten ich vielleicht auch beim Joggen oder Radfahren einen Mundschutz tragen?

Prof. Dr. Alexander Beck: Wenn Sie alleine Joggen oder Fahrradfahren, brauchen sie keinen Mundschutz tragen, denn an der freien Luft ist wenn keine Nähe zu anderen Personen besteht keine Übertragung zu erwarten. Joggen oder Sporttreiben in Gruppen ist grob fahrlässig und muss unbedingt vermieden werden, egal ob in geschlossenen Räumen oder im Freien

 

Die Temperaturen steigen gerade ins Sommerliche. Welchen Einfluss hat das Wetter auf die Verbreitung des Coronavirus?

Prof. Dr. Alexander Beck: Prinzipiell hatte man erwartet, dass mit zunehmenden Temperaturen (wie bei der saisonalen Grippe) das Virus verschwindet, leider ist aber davon auszugehen, dass es sich trotz Frühjahr und ansteigenden Temperaturen noch länger halten wird. Ab wie viel Grad genau das Virus abgetötet wird, ist allerdings noch nicht klar. Dazu wird aktuell noch geforscht. Eines ist zumindest klar: Bei 37 Grad im menschlichen Körper fühlt sich das Virus sehr wohl!

 

Was kann ich tun, um Abwehrkräfte und Immunsystem kurzfristig noch zu stärken?

Prof. Dr. Alexander Beck: Eine abwechslungsreiche, vitaminreiche Ernährung mit ausreichend Gemüse und Obst hilft, Infektionen vorzubeugen oder die Symptome durch Verbesserung der Immunität zu verringern. Vitamin-C-haltiges Obst, etwa Orangen oder Grapefruits, sind besonders hilfreich. Ebenso wichtig ist es, genügend zu trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Bei Kälte ist die Abwehrfunktion der Schleimhäute besonders gestört, dementsprechend sollten die Atemwege möglichst warm gehalten werden.

Auch hilfreich ist ein Ausdauertraining mit moderater Intensität, hier findet eine erhöhte Zirkulation der Immunzellen sowie eine Aktivierung des Immunsystems statt. Höhere Intensitäten haben den Nachteil, dass dadurch die Immunkompetenz unterdrückt werden kann und dann eine höhere Infektionsgefahr besteht, nach der sog. „open window“-Theorie nach Extrembelastungen.

 

Warum sind die Schwimmhallen geschlossen worden, obwohl sich das Coronavirus im Chlorwasser laut WHO ja gar nicht überträgt?

Prof. Dr. Alexander Beck: Die Übertragungswege im Schwimmbad sind im Prinzip die Gleichen: Oberflächen vor allem in Sammelumkleiden, Körperkontakt, Tröpcheninfektion und Ausatemluft. Bei Tauchen unter Wasser wird man es nicht bekommen, außer man teilt einen Schnorchel oder einen Lungenautomaten mit einer anderen Person.

 

Wie sieht es mit der Ansteckungsgefahr in privaten Pools oder auch Planschbecken oder öffentlichen Seen aus?

Prof. Dr. Alexander Beck: Im Prinzip das Gleiche wie in Schwimmhallen, wenn auch an der frischen Luft das Risiko wegen der hohen Verdünnung minimiert wird.

 

Für wie lange müssen wir Ihrer Meinung nach noch mit den aktuellen Einschränkungen leben?

Prof. Dr. Alexander Beck: Dazu müsste ich Prophet sein, um das beantworten zu können. Ich persönlich glaube, dass wir mit einer Lockerung der Einschränkungen ab Anfang Mai frühestens rechnen können. Denn neben einer medizinischen Notwendigkeit haben wir auch noch eine Volkswirtschaft, die das Ganze überstehen muss.

 

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