Schwimmabzeichen

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Wellbrock mit Weltjahresbestleistung, Gose mit Rekord und noch fünf erfüllte Olympianormen

Schwimmen
10.04.2021 Kategorie: Schwimmen, Verband

©Jo Kleindl

Die Schwimmer*innen des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) haben in Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli - 08. August) am Samstag starke Ausrufezeichen gesetzt. Allen voran Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock, der beim Qualifikationswettkampf in seiner Heimatstadt Magdeburg bereits im Vorlauf über 400m Freistil mit Weltjahresbestzeit (3:44,35 Minuten) glänzte und diese Top-Zeit am Nachmittag (3:44,77) noch einmal bestätigte. Im Sog des 23-jährigen Champions unterbot auch sein erst 19-jähriger Trainingskollege Lukas Märtens die Norm für Tokio (3:46,40) in 3:45,29 und 3:45,71 ebenfalls gleich zweimal deutlich.

„Das ist eine schöne neue Bestzeit, ich bin auch mit dem Ergebnis im Finale sehr zufrieden. Diese Geschwindigkeit zu haben ist eine gute Voraussetzung für die langen Strecken“, erklärte Wellbrock anschließend. „Es sind insgesamt jetzt drei deutsche Männer unter der 400m-Norm geblieben. Das freut mich natürlich, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.“ So sieht das auch Bundestrainer Bernd Berkhahn: „Lukas pusht als junger Mann immer, von dieser Konstellation profitiert natürlich auch Florian.“

Bis zum großen Qualifikationsfinale in Berlin (16. - 18. April), nach dem die maximal zwei Startplätze pro Einzeldisziplin an die schnellsten Normknacker*innen vergeben werden, bleibt es so sicher spannend. Denn in Eindhoven hatte auch Henning Mühlleitner mit Top-Zeiten auf dieser Strecke geglänzt. Bereits im Vorlauf unterbot der Neckarsulmer in 3:45,55 die Tokio-Normzeit, das Finale gewann er dann in 3:47,44. „Ich freue mich riesig für Henning, dass er sich so wieder zurückkämpfen konnte in die Weltspitze“, sagte Bundestrainer und Teamcoach Hannes Vitense. Mühlleitner war schon im Jahr 2018 als EM-Dritter erfolgreich gewesen, war anschließend aber lange von einer rätselhaften Bakterienerkrankung nach einer Knie-Operation ausgebremst worden.

Wellbrock war vor diesem Wochenende bereits über 800m und 1500m Freistil sowie den Freiwasserwettbewerb über 10km bei Olympia qualifiziert gewesen. Nach dieser Leistung muss man nun sehr gut abwägen, ob er in Tokio nun auch noch über die 400m Freistil starten will. „Diese Strecke passt in unsere bisherigen Planungen nicht mehr so gut rein, da gäbe es an manchen Tagen Überschneidungen. Aber nach so einer Leistung werden wir uns noch einmal alles ganz genau überlegen“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn. Letztlich ist es ein Luxusproblem: Denn selbst bei einem Verzicht Wellbrocks hätte Deutschland hier nun ja noch zwei weitere Finalkandidaten, mindestens.

Für eine Japan-Reise im Sommer kann sich auch Isabel Gose wappnen. Die 18-Jährige siegte daheim in Magdeburg über 400m Freistil mit der persönlichen Bestzeit von 4:06,11 Minuten und blieb dabei ebenfalls deutlich unter der Olympianorm (4:07,50). Zudem verbesserte sie den 20 Jahre alten Altersklassenrekord für 19-Jährige einer gewissen Hannah Stockbauer, die danach bekanntlich zur Doppel-Weltmeisterin aufstieg. „Die Anspannung war groß, aber Isabel hat das gut gelöst“, lobte Bundestrainer Berkhahn. „Und bis zum Sommer geht vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.“

Das denkt auch Isabel Gose selbst. "Im Training hatte sich schon abgezeichnet, dass ich gut drauf bin. Umso glücklicher bin ich, dass ich das jetzt auch schon auf dem Wettkampf hier in Magdeburg umsetzen konnte. Das war wichtig hier schonmal eine Norm zu knacken. Da fällt einem schon ein Stein vom Herzen", sagte die Abiturientin.

Sarah Köhler zieht Celine Rieder zur Normzeit

Danach erfüllte auch noch Celine Rieder (Neckarsulmer Sport-Union) in 16:09,00 Minuten die Olympia-Vorgabe über 1500m Freistil (16:16,00), als sie in Magdeburg hinter der bereits für Tokio qualifizierten Sarah Köhler (SG Frankfurt/16:07,71) als Zweite anschlug.

Einen weiteren deutschen Sieg gab es in Stockholm über 400m Lagen durch den bereits für Olympia qualifizierten Elmshorner Jacob Heidtmann (4:16,73 Minuten). In Magdeburg zeigte auf dieser Strecke auch Nachwuchstalent Danny Schmidt in 4:18,82 eine sehr gute Leistung. Der 19-Jährige von der SG Frankfurt erfüllte mit seiner neuen Bestzeit die Norm für die EM in Budapest im Mai.

In Eindhoven glänzte auch wieder Fabian Schwingenschlögl (Neckarsulmer Sport-Union) über 100m Brust. Nach seinem deutschen Rekord in der Vorwoche (58,95 Sekunden) wurde der 29-Jährige hinter dem niederländischen Hoffnungsträger Arno Kamminga (58,64) diesmal Zweiter und unterbot in 59,30 und 59,22 (Vorlauf) noch zweimal die Olympianorm (59,80).

Annika Bruhn fehlen nur noch fünf Hundertstel

Im Kampf um die Staffelplätze ist vor dem Berliner Qualifikationsfinale am nächsten Wochenende noch alles möglich.Über 100m Freistil schrammte Annika Bruhn (Neckarsulmer Sport-Union) als Dritte in Eindhoven in 54,15 Sekunden nur um fünf Hunderstel an der Einzelnorm vorbei – die könnte nach dieser starken Leistung aber noch in Berlin fallen.

So oder so haben Annika Bruhn, Marie Pietruschka (55,01 in Heidelberg), Lisa Höpink (55,05 in Eindhoven) und Hannah Küchler (55,42 in Eindhoven) die DSV-Staffelnorm für Tokio für die 4x100m Freistil nun bereits unterboten. Gleiches gilt für die 4x100m Lagenstaffel der Männer mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27 in Heidelberg), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95 in Heidelberg), Philip Heintz (Schmetterling: 52,42 in Stockholm) und Damian Wierling (Freistil: 48,83 in Eindhoven). Und auch für die Mixed-Staffel mit Marek Ulrich (Rücken: 54,27), Fabian Schwingenschlögl (Brust: 58,95), Lisa Höpink (Schmetterling: 58,90) und Annika Bruhn (Freistil: 54,15). Hier kann sich neben der Besetzung bis nächste Woche aber auch die Streckenverteilung zwischen Männern und Frauen noch grundsätzlich ändern.

Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) glänzte in Stockholm sogar mit einer besseren Vorlaufzeit über 100m Freistil (48,77 Sekunden), wurde im Finale dann Zweiter (49,08) hinter dem Griechen Andreas Vazaios (48,93). In die Staffelwertungen kommen allerdings nur Finalzeiten aus dem April 2021, die Olympia-Einzelnorm kann auch in Vorläufen erfüllt werden und liegt bei 48,50. Besser machte es da Damian Wierling (SG Essen) in Eindhoven, der als Finalzweiter (48,83) am Nachmittag die bessere Zeit ablieferte. Immerhin haben Wierling und Salchow damit auch schon mal die EM-Norm (49,10) erfüllt, das gelang übrigens auch noch Reva Foos (SG Frankfurt) über 400m Freistil (4:11,43) und Jenny Mensing (SC Wiebaden) über 200m Rücken (2:13,00).

 
 

>> Alle Ergebnisse in Magdeburg im Überblick

 

>>Alle Ergebnisse in Stockholm im Überblick

 

>> Alle Ergebnisse in Eindhoven im Überblick

 

>> Alle Ergebnisse in Mission Viejo im Überblick

 

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