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Sarah Wellbrock beendet ihre erfolgreiche Karriere

Schwimmen
14.06.2023 Kategorie: Schwimmen, Freiwasser, Verband

©picture-alliance/dpa/Michael Kappeler

Sie ist 2021 Olympiadritte in Tokio (JPN) geworden, hat bei Welt- und Europameisterschaften Titel gewonnen und 2019 in Berlin sogar einen Weltrekord aufgestellt. Sarah Wellbrock war im vergangenen Jahrzehnt Deutschlands erfolgreichste Schwimmerin. Nun hat sie für viele Fans überraschend das Ende ihrer Leistungssportkarriere verkündet.

„Ich werde das alles so vermissen. Der Schwimmsport war fast mein ganzes Leben ein Teil von mir und hat in den letzten 18 Jahren meinen Alltag bestimmt. Aber seit über zwei Jahren kann mein Körper der Belastung nicht mehr standhalten“, schrieb die 28-Jährige, die vor der Hochzeit mit Olympiasieger Florian Wellbrock im Jahr 2021 unter ihrem Mädchennamen Köhler so erfolgreich gewesen war, am Mittwoch auf ihrem Instagram-Account.

Immer wieder habe sie in den vergangenen zwei Jahren darauf gehofft, ihre langwierigen Schulterprobleme noch einmal in den Griff zu bekommen, heißt es zudem in einer Erklärung ihres Managements. Doch da trotz großen Aufwands nicht nur im therapeutischen Bereich einfach keine Besserung eintreten wollte, entschied sie sich nun schweren Herzens für den Abgang von der großen Sportbühne. „Ich habe alles für eine olympische Medaille gegeben und wurde belohnt, aber zu meinem eigenen Wohl muss ich nun einen Schlussstrich ziehen. Es war eine unfassbar harte Entscheidung. Ich habe immer gedacht, es würde leichter sein. Aber ich weiß (wenn ich rational bin), dass es die beste Entscheidung ist. Natürlich sind unzählbare Tränen innerhalb dieses Entscheidungsprozesses geflossen und es werden mit Sicherheit auch noch einige dazukommen“, so Sarah Wellbrock auf Instagram.

Nach den Olympischen Spielen in Tokio war – auch aufgrund der Examensklausuren fu?r ihr mittlerweile abgeschlossenes Jurastudium – der Trainingsumfang für eine Saison lang reduziert worden. Doch schon kurz nach dem Wiedereinstieg ins intensivere Aufbautraining spürte Sarah Wellbrock sehr genau, was ihr der Körper da signalisierte, und mit der Zeit wurde es dann zur endgültigen Gewissheit: „Es geht nicht mehr. Leistungssport? Unter diesen Umsta?nden nicht mehr mo?glich“, formulierte sie selbst. Schwimmen wird sie aber auch weiterhin, nächste Woche bei Christoph Strasser beim Triathlon.

Ein erzwungener Abschied vom Leistungssport tut natürlich nicht nur der Sportlerin selbst weh: „Sarah Wellbrock kann sehr stolz auf ihre Karriere sein, und wir möchten ihr ein großes Dankeschön sagen für alles, was sie für den Deutschen Schwimm-Verband geleistet hat“, sagte DSV-Leistungsportdirektor Christian Hansmann. „Mit enormem Fleiß und großer Einsatzbereitschaft hat sie beeindruckende Erfolge errungen, damit ist und bleibt Sarah Wellbrock ein leuchtendes Vorbild für den deutschen Schwimmsport.“

Auch als Aktivensprecherin der Nationalmannschaft hatte sich Sarah Wellbrock eingebracht und war dabei auch Konflikten nie ausgewichen. Künftig wird sie ihre rhetorischen Fähigkeiten nun in der beruflichen Karriere nutzen. Hierbei soll es aber weiterhin Kontaktpunkte zum Sport geben: Über die Möglichkeiten der juristischen Beratung von Aktiven ließ sich Sarah Wellbrock jedenfalls schon von gestandenen Expert*innen einweisen. „Ich bin stolz, auf das was ich geschafft habe, und sehr zuversichtlich, dass ich in der Zukunft weitere Erfolge feiern darf, wenn auch in einem anderen Rahmen. Ich freue mich auf meinen neuen Alltag und bin gespannt, was das Leben noch für mich bereithält“, sagte sie.

Natürlich versäumte es Sarah Wellbrock nicht, sich bei allen Wegbegleiter*innen, Förderern, Sponsoren und auch ihrem Verein SG Frankfurt zu bedanken. Namentlich nennt sie dabei stellvertretend ihren ersten Trainer Götz Barth, der sie einst in Bruchköbel entdeckt hatte und leider bereits verstorben ist. Und natürlich dankte sie auch Bundestrainer Bernd Berkhahn, der sie nach dem Umzug nach Magdeburg im Jahr 2018 zu den höchsten Meriten führte – Wellbrocks Bronze u?ber 1500m Freistil in Tokio war für den DSV damals die erste Becken-Medaille bei Olympischen Spielen seit 13 Jahren.

„Sarah ist eine sehr willensstarke Persönlichkeit: Der Trainingsalltag konnte mit ihr herausfordernd sein, aber an dieser Herausforderung bin ich als Trainer gewachsen“, lobte Bernd Berkhahn. „Sarah musste nach dem Wechsel nach Magdeburg vieles bis zur Erschöpfung neu erlernen. Ihre Konsequenz führte sie bis zur fantastischen Olympiamedaille von Tokio. Mit der gleichen Zielstrebigkeit bewältigte sie ihr Jurastudium. Ich bin stolz, dass ich sie auf dem kurzen Abschnitt begleiten konnte.“

Ganz am Ende ihrer Abschiedserklärung stellte Sarah Wellbrock dann aber auch noch einmal ihren Vater in den Mittelpunkt. Auf Instagram heißt es da sehr emotional: „All meine Erfolge sind das Werk jedes Einzelnen von ihnen und ich wünschte, ich hätte euch und mir noch mehr davon bringen können. Am wichtigsten war, ist und wird aber immer mein Papa sein, der alles dafür geopfert hat, dass ich meinen Weg so gehen konnte, wie ich es tat.“

 

 

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