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Deutsche Wasserballer verzichten auf Turnierteilnahme in Montenegro

Wasserball
18.01.2021 Kategorie: Wasserball, Verband

©Jo Kleindl

Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft der Männer wird nicht beim Vier-Nationen-Turnier vom 27. - 29. Januar in Montenegro antreten. Nach intensiven Beratungen und nach Rücksprache mit den verantwortlichen Medizinern im Wasserball und der Mannschaft hat sich der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) aufgrund der aktuellen Corona-Lage gegen eine Teilnahme entschieden.

„Wir sind äußerst besorgt über die Corona-Entwicklungen und müssen in der besonderen Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Nationalmannschaften jegliche Reise in ein ausländisches Risikogebiet sehr sorgsam prüfen. Nicht nur wegen der gesundheitlichen Gefahren, sondern ebenso wegen zahlreicher logistischer Probleme, unklarer Quarantänebedingungen und Rückreiseoptionen im Falle von positiven Fällen“, sagt DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen.

„Wir bewerten das Infektionsrisiko momentan als sehr hoch“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm. Gerade erst hat Olympiasieger Serbien nach der Rückkehr vom Weltliga-Turnier in Debrecen (HUN) gleich drei positiv auf Corona getestete Spieler vermeldet. Auch im Team von Montenegro gibt es aktuell einen Fall – beide Länder wären bei dem Turnier Gegner der Deutschen Mannschaft gewesen, dazu noch die USA. „Wir machen uns große Sorgen, dass es auch einen unseren Spieler erwischt und haben unsere Teilnahme deshalb vorsorglich abgesagt“, sagt Stamm.

Vorbereitung komplett in Warendorf

Stattdessen wird das DSV-Team ein weiteres Trainingslager in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf absolvieren. Dabei ist geplant, dass ab 26. Januar für vier Tage auch die Ausländer und Perspektivkader vom deutschen Meister Waspo 98 Hannover sowie von Pokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 als Trainingspartner dazustoßen. „Es ist wichtig, dass wir im Spielfluss bleiben“, erklärt Stamm. Spandau und Hannover stellen ohnehin das Gros der Nationalspieler.

Das Nationalteam befindet sich zurzeit ebenfalls in der Blase in Warendorf und bestreitet dort am Dienstag (19. Januar) ein offizielles Länderspiel gegen den EM-Zehnten Georgien. Ein weiterer Lehrgang in Warendorf ist ab 03. Februar geplant. Von dort geht es direkt weiter nach Rotterdam, wo am 14. Februar das erste Spiel der Olympiaqualifikation gegen die Niederlande ansteht. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Frankreich, Russland, Rumänien und Kroatien.

DSV-Sportdirektor Kurschilgen sagt: „Wir sind der Spitzensportförderung der Bundeswehr sehr dankbar, dass sie uns in den schwierigen Zeiten der Pandemie größtmögliche Planungssicherheit gibt und der Wasserballnationalmannschaft die sicheren und guten Rahmenbedingungen der Sportschule in Warendorf ermöglicht.“

 

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