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DSV-Wasserspringer*innen zeigen gute Form auf dem Weg nach Tokio

Überprüfungswettkampf
20.12.2020 Kategorie: Wasserspringen, Verband

©picture alliance/Robert Michael

Zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Tokio (JPN) haben sich die deutschen Wasserspringer*innen bereits gesichert. Vom 3m-Brett sorgten Patrick Hausding (Berliner TSC) und Tina Punzel (Dresdner SC 1898) mit ihren guten Platzierungen bei der WM 2019 in Gwangju (KOR) schon frühzeitig für Klarheit. Chef-Bundestrainer Lutz Buschkow rechnet damit, dass sich die Zahl bis zum Qualifikationsschluss noch deutlich erhöhen wird: Er hält acht bis zehn Quotenplätze für realistisch, insbesondere in den Einzeldisziplinen, wo die DSV-Asse in sämtlichen Wettbewerben gute Chancen hätten.

Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass sich die Nationalmannschaft auf einem guten Weg befindet. Kurz vor Weihnachten fand am Sonntag in Dresden ein interner Überprüfungswettkampf statt – für Athlet*innen und Trainer*innen eine wichtige Standortbestimmung, nachdem die für Dezember geplanten Deutschen Meisterschaften in Aachen aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie ausfallen mussten.

Dabei kamen bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison gleich mehrere Sportler*innen dicht an die im Sommer 2021 geforderten Qualifikationskriterien heran oder konnten diese sogar übertreffen. So blieben sowohl Patrick Hausding als auch Tina Punzel vom 3m-Brett erneut über der Olympianorm und untermauerten damit ihre aktuelle Führungsposition. Hinter den beiden brachten sich weitere Athlet*innen in Stellung, die sich mit der in Dresden gezeigten Leistung ebenfalls noch berechtigte Hoffnung auf eine Teilnahme in Tokio machen dürfen. Martin Wolfram (Dresdner SC 1898) kam auf 97% des geforderten Richtwerts, Lena Hentschel (Berliner TSC) bei den Frauen auf 92%. „Alles über 90% ist zu diesem Zeitpunkt eine gute Ausgangsposition, um darauf aufbauend die Leistungen in den kommenden Wochen noch zu verfeinern“, ordnete Lutz Buschkow ihre Auftritte ein.

Vom Turm erfüllten die Geschwister Christina und Elena Wassen (Berliner TSC) jeweils die Olympianorm: Elena mit 102% bereits im Vorkampf, ihre zwei Jahre ältere Schwester Christina dann mit 107% im Finale. Auch sonst zeigten beide ein gutes Grundniveau, weshalb sich Buschkow sicher ist: „In dieser Disziplin haben wir noch Chancen auf zwei Quotenplätze.“

Bei den Männern zeigte der erst 15-jährige Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen 1910) mit 97,8% eine sehr gute Leistung, wobei er beim 4,5-fachen Salto vorwärts gehockt sogar noch Reserven hatte. Buschkow: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, die der junge Bursche gezeigt hat. So kann er um die Olympiateilnahme ein Wörtchen mitreden.“

Mehrere Paare in den Synchronwettbewerben nah an der Olympianorm

Insgesamt waren am Sonntag 20 Athlet*innen am Start. Einige Springer*innen, die sonst ebenfalls vorne mit dabei gewesen wären, fehlten allerdings aufgrund gesundheitlicher Probleme, so dass in den Synchronwettbewerben mehrere Paare gesprengt wurden.

Trotzdem gab es auch dort gute Ergebnisse: Im 3m-Synchronspringen blieben Lena Hentschel/Tina Punzel mit 99,58% nur hauchdünn unter dem Qualifikationskriterium; bei den Männern lagen Patrick Hausding/Lars Rüdiger (Berliner TSC) mit 98% ebenfalls sehr dicht an der Norm, nachdem sie zuletzt in der Schwierigkeit noch einmal aufgestockt hatten. Am Turm erzielten Tina Punzel/Christina Wassen einen Wert von 97,4% und bewiesen somit einmal mehr, dass sie ihre Wettkampfserie jederzeit im Griff haben. Ab Ende Februar beginnt die World Series mit den ersten Events in China, Russland und Kanada. Dort sowie bei den jetzt für Ende Februar geplanten Deutschen Hallenmeisterschaften in Rostock wollen die DSV-Wasserspringer*innen ihre aktuell gute Verfassung bestätigen.

 

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