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Martin Wolfram zieht sicher ins olympische Halbfinale vom 3m-Brett ein

Wasserspringen
02.08.2021 Kategorie: Wasserspringen, Verband

©picture alliance/dpa | Oliver Weiken

Zweimal war Martin Wolfram schon bei Olympia. Beide Male erreichte er das olympische Finale, wurde Achter 2012 in London (GBR) und sogar Fünfter 2016 in Rio de Janeiro (BRA), damals allerdings jeweils noch vom Turm. Nachdem nach insgesamt vier Schulteroperationen die Belastung aus zehn Metern zu groß wurde, ist der Dresdner mittlerweile aber erfolgreich auf das 3m-Brett umgestiegen und peilt in Tokio wieder das Finale an.

Den ersten Schritt dorthin hat er am Montag gemacht: Im Vorkampf kam der EM-Dritte mit 444,50 Punkten auf Platz acht und zog damit sicher ins Halbfinale ein, das am Dienstag (ab 03:00 Uhr MESZ) ausgetragen wird. Die besten zwölf Springer qualifizieren sich dann für den Endkampf, der ebenfalls noch am Dienstag (ab 08:00 Uhr MESZ) im Tokyo Aquatics Centre über die Bühne geht.

Anfang Mai hatte Wolfram an gleicher Stelle bereits den Weltcup gewonnen. Auch diesmal zeigte er einen durchweg souveränen Auftritt und rangierte zu keinem Zeitpunkt des Wettkampfs außerhalb der Top 18. Zwischenzeitig lag er sogar für mehrere Runden auf Platz fünf. „Ich bin sehr zufrieden und sehr glücklich, dass es mir heute gelungen ist, meine Wettkampfserie sehr solide und fehlerarm ins Wasser zu kriegen. Gerade in den letzten Tagen lief es gar nicht mal so gut im Training, deshalb hatte ich ehrlich gesagt ein paar Sorgen, ob es mir heute gelingen wird, da so gut durchzukommen. Dementsprechend macht es mich sehr glücklich, dass es mir dann doch gelungen ist, mit Wettkampfadrenalin heute hier durchzukommen“, erklärte der 29-Jährige. „Ich hoffe, dass es mir morgen gelingt, die deutsche Fahne weiter hochzuhalten und hoffentlich auch der Sprung ins Finale noch gelingt. Ich weiß, dass Patrick mich da auf der Tribüne unterstützen wird. So schwer es ihm auch fallen wird, dass er da selber nicht dabei ist.“

Gemeint war natürlich Patrick Hausding (Berliner TSC), dem bei seinem letzten olympischen Wettkampf kein Happy End beschert war. Als 21. mit 364,05 Punkten verpasste der 32-Jährige den Einzug ins Halbfinale, nachdem er 2016 in Rio de Janeiro noch die Bronzemedaille geholt hatte. Im dritten Durchgang, beim 2,5-fachen Salto vorwärts mit zwei Schrauben, musste Hausding den Absprung abbrechen und konnte sich gerade noch so auf dem Brett halten, um einen kompletten Salto Nullo zu verhindern. So konnte er zwar noch einmal neu ansetzen, kräftige Abzüge gab es aber trotzdem. Auch beim anschließenden Delfinsalto hatte er Probleme beim Eintauchen – er fiel auf Platz 25 zurück, sein Rückstand auf die Top 18 betrug zu diesem Zeitpunkt bereits 28 Punkte. Seine beiden schwierigsten Sprünge hatte er sich allerdings für den Schluss aufgehoben und kam mit einem blitzsauberen 4,5-fachen Vorwärtssalto auch noch einmal heran. Beim abschließenden Versuch lief es aber erneut nicht optimal, so dass seine Aufholjagd nicht mehr belohnt wurde.

„Dass der Wettkampf nicht nach meinen Vorstellungen verlief, ist klar“, sagte er hinterher. „Ich kann auch noch nicht genau sagen, warum. Meine Fitness war da, meine Motivation war da, ich hatte eigentlich keine Nervosität, auch vor dem Hintergrund, dass ich vor ein paar Tagen schon eine Medaille gewonnen hatte. Das ist auch jetzt der beste Trostpreis, den man haben kann nach der ganzen Zeit. Wasserspringen entscheidet sich in Millisekunden, und bei mir hat heute in den entscheidenden Millisekunden irgendwas technisch nicht hingehauen.“ Der Berliner kann sich aber mit der Bronzemedaille bei diesen Spielen im 3m-Synchronspringen mit Vereinskollege Lars Rüdiger trösten. „Trotzdem habe ich die Medaille, die ich hier abholen wollte, das war der Traum, das große Glück, und das wird vieles relativieren. Das, wofür ich hier war, habe ich und das ist erstmal das Wichtigste.“

Beste Springer im Vorkampf waren die beiden Chinesen Wang Zongyuan (531,30) und Weltmeister Xie Siyi(520,90), die in Tokio bereits gemeinsam Gold im 3m-Synchronspringen holten. Ebenfalls ausgeschieden ist dagegen überraschend Vize-Europameister Nikita Shleikher (ROC/339,70) auf Rang 24.

 

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