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Wassen-Schwestern gemeinsam ins Turm-Halbfinale

Tokio 2020
04.08.2021 Kategorie: Wasserspringen, Verband

©Jo Kleindl

Dass zwei Schwestern zusammen zu den Olympischen Spielen fahren, noch dazu in derselben Disziplin, ist schon nicht alltäglich. Der gemeinsame Auftritt von Elena und Christina Wassen (beide Berliner TSC) im Vorkampf des Turmspringens war aber nicht nur deshalb bemerkenswert. Beide schafften am Mittwoch den Sprung ins Halbfinale: Elena Wassen wurde mit 323,80 Punkten Sechste und erzielte damit eine neue persönliche Bestleistung auf internationalem Parkett, Christina Wassen kam mit 297,15 Punkten auf Platz 13. Damit sind erst zum dritten Mal seit Einführung des aktuellen Modus 1996 – mit 18 Qualifikat*innen fürs Halbfinale und zwölf Finalist*innen – zwei deutsche Turmspringerinnen in den Top 18 vertreten. Zuletzt war das 2012 in London (GBR) der Fall. Das Halbfinale findet am Donnerstag (ab 03:00 Uhr MESZ) statt, das Finale der besten Zwölf dann nur wenige Stunden später (ab 08:00 Uhr MESZ).

Vor allem Elena Wassen präsentierte sich sehr souverän und lag während des gesamten Wettkampfs nie schlechter als Rang sieben. Die gebürtige Eschweilerin zeigte keine Schwäche, auch nicht beim 3,5-fachen Delfinsalto, den sie erst in diesem Jahr neu in ihr Programm aufgenommen hatte und jetzt fehlerfrei ins Becken des Tokyo Aquatics Centre brachte. „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meinem Wettkampf heute. Es haben eigentlich alle Sprünge so geklappt, wie ich sie in letzter Zeit trainiert habe oder sogar noch besser. Viel besser hätte der Wettkampf gar nicht laufen können“, sagte sie.

Für die 20-Jährige sind es bereits die zweiten Olympischen Spiele nach 2016 in Rio de Janeiro (BRA), als sie mit damals 15 Jahren das jüngste Mitglied im gesamten Team Deutschland war. Vor fünf Jahren wurde sie 17. – wenn sie im Halbfinale noch einmal so springt wie im Vorkampf, sollte sie dieses Ergebnis übertreffen können. „Der Wettkampf ist ein bisschen früher, da ist man natürlich ein bisschen müder, aber hoffentlich kann ich die Leistung morgen nochmal so abrufen.“

Auch Christina Wassen kam letztlich ungefährdet eine Runde weiter. „Sie ist stabil gesprungen, hat sich aber noch kleine Reserven gelassen“, urteilte Chef-Bundestrainer und DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Der 3,5-fache Vorwärtssalto, mit dem sie im Synchronwettbewerb mit Tina Punzel (Dresdner SC 1898) noch Probleme hatte, lief diesmal deutlich besser. Beim Handstandsalto war sie jedoch beim Eintauchen zu spät dran und lag somit vor dem letzten Versuch nur auf Platz 17. Im abschließenden Durchgang bewies die EM-Achte dann aber mit einem sehr schönen 2,5-fachen Vorwärtssalto mit einer Schraube eindrucksvoll, weshalb sie diesen Sprung auch als ihren Lieblingssprung bezeichnet.

„Ich denke, ich kann ganz zufrieden sein. Es war ja kein Riesenfehler dabei, ich bin alles relativ solide durchgesprungen“, sagte Christina Wassen, mit 22 Jahren die Ältere der beiden. „Ich bin auch ganz froh, dass es so gut geklappt hat, denn ich hatte mir kurz vorm Wettkampf noch was im Nacken eingeklemmt und war da nicht mehr so ganz bewegungsfähig. Aber das haben wir noch ganz gut hinbekommen, so dass ich dann im Wettkampf wieder relativ beschwerdefrei springen konnte. Ich freue mich jetzt einfach auf morgen und hoffe, dass ich die Leistung nochmal wiederholen und den einen oder anderen Sprung noch ein bisschen besser zeigen kann. Und ich hoffe natürlich, dass es dann fürs Finale reicht.“

Während die beiden DSV-Starterinnen insgesamt sehr solide sprangen, hatten einige andere namhafte Athletinnen doch deutliche Probleme. Überraschend ausgeschieden sind zum Beispiel Jun Hoong Cheong (MAS), die Weltmeisterin von 2017 und Olympiazweite von Rio im Turm-Synchronspringen, sowie mit Sofiia Lyskun (UKR) und Anna Konanykhina (ROC) die Siegerinnen der beiden vergangenen Europameisterschaften. Gerade noch als 18. schaffte Pandelela Pamg (MAS) den Sprung im Halbfinale, die im Mai beim Weltcup an gleicher Stelle noch gewonnen hatte. Beste Springerinnen im Vorkampf waren die beiden Chinesinnen Chen Yuxi (390,70) und Quan Hongchan (364,45).

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