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Starker WM-Auftakt für das DSV-Team mit zwei vierten Plätzen in Doha

Schwimm-WM
02.02.2024 Kategorie: Wasserspringen, Verband, Schwimm-WM

Foto: Jo Kleindl

Wasserspringen auf Weltniveau ist immer auch Kopfsache, insofern war es am Freitag beeindruckend anzusehen, wie fokussiert die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) diese Weltmeisterschaften in Doha (QAT) angehen. Quotenplätze für die Olympischen Spiele im Sommer in Paris (FRA) sind als übergeordnetes Ziel ausgerufen, alles andere ist diesmal Nebensache. Und so wurde dann auch nicht viel lamentiert, als es für Lena Hentschel, Elena Wassen (beide Berliner TSC), Moritz Wesemann und Timo Barthel (beide SV Halle) mit 362,05 Punkten beim WM-Auftakt zum vierten Platz beim nichtolympischen Team Event hinter Großbritannien (421,65), Mexiko (412,80) und Australien (385,35) kam. In Fukuoka (JPN) vor rund einem halben Jahr war hierbei in leicht veränderter Besetzung noch WM-Bronze herausgesprungen.  

“Wir haben natürlich ein bisschen die Hoffnung gehabt, bei den Podestplätzen mitzuspringen. Aber das war für uns alle vier heute nicht die Hauptaufgabe, deswegen nehmen wir das als Einspringen und dann geht's nach diesem trotzdem doch sehr gelungenen Auftakt frohen Mutes in die nächsten Tage”, sagte Lena Hentschel. Wie Wesemann hatte die Berlinerin vom 3m-Brett vor allem mit tollen Einzelsprüngen glänzen können. Beim Synchronsprung von Frau und Mann büßte man dann entscheidende Punkte ein, genauso lief es später auch bei Wassen und Barthel vom Turm. Aber man weiß genau, warum das so kam: Durch die Konzentration auf die olympischen Disziplinen war das Mixed zuletzt eben kaum trainiert worden.

Ausreden formulieren wollte nicht einmal Turm-Europameister Barthel, obwohl vor und bei seinem Sprung extrem viel Lärm von der Tribüne her für Irritationen gesorgt hatte. Auf Diskussionen mit dem Kampfgericht über eine mögliche Wiederholung wollte sich der 27-Jährige mit Blick auf die kommenden Tage aber auf keinen Fall einlassen. “Ich habe überlegt, ob ich abbreche und sage, dass es zu laut ist. Aber im Training ist es doch genauso laut. Der Sprung an sich war dann auch top, ich habe nur unten meine Hände ein bisschen verloren und deswegen kein perfektes Eintauchen gehabt. Aber ich war mit dem Sprung insgesamt zufrieden. Ob ich eine Acht oder eine Siebeneinhalb mache, war in dem Moment auch egal, weil ich gesehen habe, wie die Kampfrichter*innen hier bewerten. Es wird sehr streng gewertet, deswegen habe ich es so hingenommen”, erklärte Barthel. Um dann ausdrücklich aber noch zu betonen:  “Der vierte Platz war ein gutes Ergebnis, daran kann man anknüpfen.” 

Ein ähnlich positives Fazit durfte am Abend dann auch Jette Müller ziehen. Im Finale vom 1m-Brett wurde die 20-Jährige vom WSC Rostock erst mit dem allerletzten Sprung aus den Medaillenrängen verdrängt, mit 253,70 Punkten belegte Müller damit den vierten Platz hinter Alysha Koloi (AUS/260,50), Grace Reid (GBR/257,25) und Maha Eissa (EGY/257,15). China hatte wie schon beim Team Event auf eine Teilnahme an diesem nichtolympischen Wettbewerb verzichtet. 

“Es hätte auch eine Medaille sein können, aber ich bin nicht unzufrieden”, sagte Müller, die nach WM-Platz sieben im Jahr 2022 und Platz zehn im Vorjahr nun für das beste deutsche Ergebnis in dieser Disziplin seit dem WM-Bronze von Heike Fischer im Jahr 2005 gesorgt hat. Aber auch sie hatte anschließend sehr schnell ihren wichtigsten Wettkampf im Kopf, beim Synchronspringen vom 3m-Brett will sie mit Lena Hentschel in den kommenden Tagen das Olympiaticket für Paris sichern. “Ich wollte den 1m-Wettbewerb springen, um ein bisschen reinzukommen und ich glaube, das habe ich geschafft. Ich hatte relativ gute Anläufe, fühle mich wohl in der Halle und glaube fest daran, dass wir hier noch etwas reißen”, sagte Müller. Ein weiterer vierter Platz würde übrigens schon für Paris reichen.

Beim Vorkampf am Vormittag war Müller noch Achte gewesen, Saskia Oettinghaus (Dresdner SC 1898) landete dort auf Rang 28 (203,90 Punkte). Im zweiten Durchgang war ihr der zweieinhalbfache Salto vorwärts leicht missglückt, damit büßte sie die Chance aufs Finale früh ein. “Es ist extrem wichtig, so einen Sprung abzuhaken. Ich hatte insgesamt im Wettkampf aber ein gutes Gefühl, und das nehme ich mit auf die drei Meter”, sagte Oettinghaus. In der olympischen Disziplin geht es dann auch für sie ab Donnerstag um ein Olympiaticket.

 

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