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    Schwimmsportsommer 2026

    Das Jahr 2026 hält so einige große Schwimmsporthighlights bereit: Deutsche Meisterschaften in Berlin, Europameisterschaften in München, die Finals in Hannover. Wer live dabei sein will, kann sich für alle Veranstaltungen jetzt bereits Tickets sichern und die deutschen Schwimmsportler*innen kräftig unterstützen. 

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    Schwimmausbildung beim Deutschen Schwimm-Verband

    Die Schwimmausbildung ist eine der Kernaufgaben des Deutschen Schwimm-Verbandes, die flächendeckend in nahezu allen Schwimmvereinen bzw. –abteilungen stattfindet.

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    Die Wasserspringer Timo Barthel und Lars Ruediger stellen sich vor ihrem Wettkampf dem Publikum vor.
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Alles, was Sie über das World Aquatics Diving World Cup Super Final wissen müssen

Was genau ist das Diving World Cup Super Final?

Das World Aquatics Diving World Cup Super Final vom 04. – 06. August in Berlin ist der krönende Abschluss der diesjährigen Weltcupsaison im Wasserspringen. Dafür qualifiziert sind in den Einzelwettbewerben jeweils die besten 18 Aktiven und in den Synchron- und Team-Events die besten Acht der Welt aus den beiden vorhergegangen Weltcups in Xi’an (CHN) und Montreal (CAN). Insgesamt sind Sportler*innen aus 18 Nationen beim Weltcupfinale vertreten – darunter alle Top-Stars aus China, der seit Jahrzehnten weltweit führenden Nation in diesem Sport.

Wer ist aus Deutschland mit dabei?

Auch aus Deutschland sind alle Top-Leute am Start – darunter gleich vier Europameister*innen aus diesem Jahr. Mit starken Leistungen bei den ersten beiden Weltcup-Events haben sich insgesamt sogar acht deutsche Wasserspringer*innen für das Finale in der Hauptstadt qualifiziert. Bei den Männern sind das Turm-Europameister Timo Barthel, 3m-Europameister Moritz Wesemann (beide SV Halle), Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen) sowie Lars Rüdiger(Berliner TSC). Bei den Frauen hat die Berliner Fraktion mit Lena Hentschel, Jana Lisa Rother sowie Elena und Christina Wassen, den amtierenden Europameisterinnen im Turm-Synchronspringen, in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ein echtes Heimspiel.

Wo gibt es Tickets?

Tickets für den Weltcup sind in drei Kategorien verfügbar. Im Online-Vorverkauf sind die Tageskarten der Kategorie 1 für 29,00 (ermäßigt* 27,00) Euro, der Kategorie 2 für 26,00 (ermäßigt* 24,00) Euro und der Kategorie 3 für 23,00 (ermäßigt* 21,00) Euro erhältlich. Dauerkarten für alle drei Tage kosten je nach Kategorie 82,00/73,00/64,00 Euro bzw. ermäßigt* 76,00/67,00/58,00 Euro. Für alle Unterstützer*innen des deutsche Nationalteams wird ein Fanblock eingerichtet. Dafür einfach während des Bestellprozesses den Code „GER-9MIE49“ eingeben. Die Sitzplätze werden dann automatisch und ohne Aufpreis im Fanblock gebucht. Erstmals werden außerdem VIP-Karten angeboten, diese beinhalten den Zugang zum VIP-Block und zur VIP-Lounge. In der VIP-Lounge stehen ganztags Getränke sowie nachmittags zu den Finals ein Catering (max. drei Stunden) zur Verfügung.

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Welche Disziplinen werden ausgetragen?

Insgesamt werden an den drei Tagen neun Disziplinen ausgetragen: Die Frauen und Männer treten vom 3m-Brett sowie im Turmspringen an, und zwar jeweils sowohl im Einzel als auch als Synchronwettbewerb. Während in den Einzeln zunächst noch ein Vorkampf ansteht, geht in den Synchrondisziplinen direkt ins Finale. Zu diesen acht olympischen Disziplinen kommt noch das Mixed-Team-Event – dort starten pro Nation maximal vier Aktive, aber mindestens eine Frau und ein Mann. Zunächst bestreiten je ein Mann und eine Frau die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf die Plattform. Übrigens: In dieser Form wurde der Teamwettbewerb im vergangenen Jahr in Berlin im Rahmen des Weltcups erstmals bei einer Veranstaltung des Weltverbandes World Aquatics durchgeführt und stieß damals bei den Aktiven durchweg auf positive Resonanz.

>> Zum Zeitplan

Wie hoch ist das Preisgeld?

Das Preisgeld hat es in sich: Die Sieger*innen erhalten je 25.000 US-Dollar, Platz zwei und drei sind mit 20.000 bzw. 15.000 US-Dollar dotiert. Insgesamt gibt es Prämien bis hinab zu Platz acht in den Synchron- bzw. Platz zwölf in den Einzeldisziplinen, für die immer noch 6.000 bzw. 2.000 Dollar ausgezahlt werden. Finanziell lohnt sich der Diving World Cup für die Athlet*innen damit deutlich mehr als die frühere Diving World Series.

Welcher ist der Sprung mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad?

Bei den Männern ist es vom 3m-Brett aktuell der 2,5-fache Salto vorwärts mit drei Schrauben mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,9. Beim Turmspringen ist der schwierigste schon einmal gezeigte Sprung der 4,5-fache Vorwärtssalto gehechtet beziehungsweise der 4,5-fache Delfinsalto gehockt – beide sind mit 4,1 klassifiziert. Bei den Frauen ist momentan die 3,5-fache Auerbachschraube mit einem Schwierigkeitsgrad von 3,5 das Nonplusultra. Grundsätzlich gilt allerdings, dass auch ein Sprung mit einer niedrigeren Schwierigkeit einem am Ende schwerer fallen kann als ein höher bewerteter – das ist stets abhängig von den jeweiligen körperlichen Gegebenheiten und welche Bewegungen jemandem mehr liegen.

Was bedeuten die Sprungnummern?

Sechs verschiedene Sprunggruppen gibt es: Vorwärtssprünge (1), Rückwärtssprünge (2), Auerbachsprünge (3) – bei denen mit dem Gesicht nach vorne abgesprungen und dann rückwärts gedreht wird –, Delfinsprünge (4) – hier erfolgt der Absprung rückwärts, die Drehung verläuft vorwärts –, Schraubensprünge (5) und – nur beim Turmspringen – Handstandsprünge (6). Jeder Sprung wird durch eine drei- bzw. bei Sprüngen mit Schrauben vierstellige Sprungnummer eindeutig klassifiziert. Die erste Ziffer beschreibt die Sprunggruppe, mit der zweiten Ziffer wird ausgedrückt, ob ein Sprung mit mindestens einer Saltodrehung „normal“ (0) oder fliegend (1) – das heißt teilweise gestreckt und teilweise gehechtet oder gehockt – ausgeführt wird. Die Anzahl der halben Saltodrehungen wird durch die dritte Ziffer beschrieben, die Anzahl der halben Schrauben mit der vierten. Der abschließende Buchstabe A (gestreckt), B (gehechtet), C (gehockt) oder D (freie Ausführung) beschreibt die Ausführung. Beispiel: 5156B steht also für den zuvor erwähnten 2,5-fachen Salto vorwärts mit drei Schrauben gehechtet.

Warum wird das Wasser aufgeraut?

Zur Orientierung. Würde man das nicht machen und wäre die Wasseroberfläche spiegelglatt, würden die Springer*innen das Wasser nicht sehen, sondern nur den Grund. Aufgeraut wird entweder vom Beckenrand aus, etwa durch einen einfachen Schlauch, oder – wie in der Berliner SSE – durch spezielle Düsen am Beckenboden.

Warum ist das Sprungbrett verstellbar?

Mit dem Stellrad an der Seite, Rolle genannt, lässt sich der Härtegrad des Sprungbretts einstellen. An dieser Stelle ist der Auflagepunkt des Bretts. Je weiter vorne sich die Rolle befindet, desto weniger schwingt das Brett und desto härter ist es. Je mehr man es nach hinten verschiebt, umso größer wird die Amplitude. Die Skala reicht von 0 bis 9 – je höher die Zahl, desto weicher ist das Brett. Bei Sprüngen aus dem Anlauf bevorzugen die meisten Springer*innen ein weiches Brett, bei Sprüngen aus dem Stand gibt es welche, die es ebenfalls sehr weich und andere, die es etwas härter mögen, also auf sechs oder sieben. Die jeweilige Präferenz hängt dabei auch mit Körpergröße und -gewicht zusammen.

Wieso trocknen sich die Athlet*innen zwischen den Sprüngen jedes Mal wieder ab?

Zum einen, damit ihnen nicht kalt wird. Zum anderen, damit sie nicht abrutschen – bei gehockten Salti besteht ansonsten die Gefahr, dass sie durch die enormen Fliehkräfte aus der Balance geraten. Viele Springer*innen benutzen zudem einen speziellen Kleber auf Händen und Schienbein – vergleichbar mit denen, die beim Handball oder Wasserball verwendet werden –, der für zusätzlichen Grip sorgt. Tabu sind an den Schienbeinen vor oder beim Wettkampf übrigens alle Produkte, die die Haut allzu geschmeidig machen, wie Bodylotion, Shampoo oder Sonnencreme.

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Alle Starts des DSV-Teams bei der JEM in München

Einige der 37 Aktiven wie Linda Roth, Mitja Bauer oder Louis Hoffmann sind bei optimalem Verlauf an jedem der sechs Wettkampftage in der Olympia-Schwimmhalle im Einsatz, oftmals sogar mit Medaillenhoffnungen.

In München läuft in diesem Sommer ein Sportfestival der Superlative. Noch bis Samstag kämpfen 208 Aktive aus 31 Nationen bei den Europameisterschaften der Junior*innen im Synchronschwimmen um Medaillen. Und direkt im Anschluss folgen vom 07. – 12 Juli die Schwimmwettbewerbe im 50m-Pool mit 599 Aktiven aus 46 Ländern.

 

>> Jetzt JEM-Tickets sichern

 

Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) schickt im Schwimmen 37 Talente im Alter zwischen 16 und 18 Jahren ins Rennen, wir zeigen hier alle DSV-Starts in der Übersicht. Nach zehn Medaillen im Vorjahr erscheint auch diesmal ein gutes Abschneiden möglich, in den Jahresbestenlisten sind insbesondere Linda Roth, Yara Fay Riefstahl, Louis Hoffmann, Mitja Bauer oder Larus Thiel sehr aussichtsreich platziert.

 

„Eine internationale Meisterschaft im eigenen Land ist etwas ganz Besonderes und kann ein zusätzlicher Antrieb sein“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes. „Wir haben in den vergangenen Monaten hart gearbeitet, sind top vorbereitet und wollen nun auch zeigen, was wir draufhaben.“

 

Die Heim-Fans sitzen im extra eingerichteten „Fanblock Deutschland“ zusammen – mit bester Sicht aufs Becken und einer Atmosphäre, die unter die Haut geht. Gebucht wird nur über den Online-Ticketshop mit dem Kennwort „DSVFAN“. Aber Achtung: Diese Plätze werden bereits knapp. Wer dabei sein will, sollte deshalb nicht mehr zu lange warten.

 

„Die Vorfreude auf diese JEM ist groß. Weil ich meine Trainingsstätte kenne und weiß, dass das Becken sehr schnell ist. Wenn man da oben reinkommt und diese riesige Glashalle sieht, ist das einfach jeden Mal magisch für mich. Diese JEM wird etwas ganz Besonderes“, sagte Simon Brugger. Der einzige Münchener im DSV-Team ist auf den Langstrecken von Lukas Märtens und Florian Wellbrock unterwegs. Hier ist Deutschland durch Brugger, Moritz Erkmann oder Mattheo Straßburger auch im Nachwuchs gut aufgestellt.

 

Besonderen Antrieb verspürt aber auch der Nürnberger Felix Brandner: „Das ist meine erste JEM, und dann gleich eine Heim-EM. Das wird etwas Besonderes, denn wir bekommen dort große Unterstützung. Familie und Freunde haben sich jedenfalls alle mit Tickets eingedeckt. Ich bin bis vor kurzem noch nie in der Olympia-Schwimmhalle geschwommen. Zum Glück konnten wir unseren Heimvorteil nutzen und zuvor auch schon einige Tage darin trainieren.“

 

Alle JEM-Starts des DSV-Teams

Tag/Uhrzeit

Streckenfolge

07. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

200m Freistil weiblich: Linda Roth, Juliana Buttler, Zarina Selimovic, Melina Nitschke

200m Freistil männlich: Nils Nolte, Rudolf Bordas, Simon Brugger, Jonas Lieschke

400m Lagen weiblich: Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann, Evelyn Wegrotzki

50m Rücken weiblich: Viktoria Hoffmann, Leonie Mau, Lara Vandenhirtz

50m Rücken männlich: Mitja Bauer, Fabian Mager, Gerad Norwisz

50m Brust weiblich: Hannah Schneider, Marlene Chrustowski,

50m Brust männlich: Louis Hoffmann, Lius Baumeister, Hugo Engelien

200m Schmetterling männlich:

4x100m Freistil weiblich: DSV

4x100m Freistil männlich: DSV

07. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

400m Lagen weiblich (F)
200m Freistil weiblich (HF)
200m Freistil männlich (HF)
50m Rücken weiblich (HF)
50m Rücken männlich (HF)
50m Brust weiblich (HF)
50m Brust männlich (HF)
200m Schmetterling männlich (HF)
4x100m Freistil weiblich (F)
4x100m Freistil männlich (F)

 

 

Tag/Uhrzeit

Streckenfolge 

08. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

100m Schmetterling weiblich:

Yara Fay Riefstahl, Linda Roth, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer

200m Lagen männlich: Jannes Schmidt

50m Freistil weiblich: Lara Vandenhirtz, Cara Vogt, Luisa Marie Herrmann, Leonie Mau

1500m Freistil männlich: Moritz Erkmann, Mattheo Straßburger, Simon Brugger, Jonas Lieschke

4x100m Freistil Mixed: DSV

1500m Freistil weiblich: Sydney Ferch

08. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

200m Freistil weiblich (F)
200m Freistil männlich (F)
50m Rücken weiblich (F)
50m Rücken männlich (F)
100m Schmetterling weiblich (HF)
200m Lagen männlich (HF)
50m Brust weiblich (F)
50m Brust männlich (F)
50m Freistil weiblich (HF)
200m Schmetterling männlich (F)
4x100m Freistil Mixed (F)
 

 

Tag/Uhrzeit 

Streckenfolge 

09. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

200m Rücken weiblich: Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann

100m Schmetterling männlich: Felix Brandner, Alexander Giesbrecht

200m Rücken männlich: Mitja Bauer, Gerad Norwisz, Fabian Mager

200m Brust weiblich: Hannah Schneider, Marlene Chrustkowski

50m Freistil männlich: Larus Thiel, Georg-Alexander Kloss,

200m Brust männlich: Hugo Engelien, Lius Baumeister, Louis Hoffmann

4x200m Freistil weiblich: DSV
 

09. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

1500m Freistil weiblich (F)
200m Rücken weiblich (HF)
200m Lagen männlich (F)
50m Freistil weiblich (F)
50m Freistil männlich (HF)
200m Brust weiblich (HF)
200m Brust männlich (HF)
200m Rücken männlich (HF)
100m Schmetterling weiblich (F)
100m Schmetterling männlich (HF)
1500m Freistil männlich (F)
4x200m Freistil weiblich (F)

Tag/Uhrzeit

Streckenfolge

10. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

100m Freistil weiblich: Linda Roth, Cara Vogt, Alina Bettke, Ronja Gerling

400m Lagen männlich: Rudolf Bordas, Jannes Schmidt

200m Schmetterling weiblich: Yara Fay Riefstahl, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer

4x100m Lagen Mixed: DSV

800m Freistil weiblich: Sydney Ferch, Juliana Buttler, Melina Nitschke

800m Freistil männlich: Moritz Erkmann, Mattheo Straßburger, Simon Brugger, Jonas Lieschke

10. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

100m Schmetterling männlich (F)
100m Freistil weiblich (HF)
200m Brust männlich (F)
200m Schmetterling weiblich (HF)
50m Freistil männlich (F)
200m Brust weiblich (F)
200m Rücken männlich (F)
200m Rücken weiblich (F)
200m Lagen männlich (F)
4x100m Lagen Mixed (F)

Tag/Uhrzeit

Streckenfolge

11. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

100m Freistil männlich: Nils Nolte, Georg-Alexander Kloss, Felix Brandner, Alexander Giesbrecht

100m Rücken weiblich: Mira Helget, Viktoria Hoffmann

100m Brust männlich: Hugo Engelien, Lius Baumeister, Louis Hoffmann

100m Brust weiblich: Hannah Schneider, Marlene
Chrustowski

100m Rücken männlich: Mitja Bauer, Fabian Mager, Gerard Norwisz

50m Schmetterling weiblich: Yara Fay Riefstahl, Luisa Marie Herrmann, Leonie Mau, Lara Vandenhirtz

50m Schmetterling männlich: Larus Thiel, Georg-Alexander Kloss

200m Lagen weiblich: Mira Helget, Laura Sophie Kohlmann, Evelyn Wegrotzki, Alina Meyer

4x200m Freistil männlich: DSV

11. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

200m Schmetterling weiblich (F)
100m Freistil männlich (HF)
100m Freistil weiblich (F)
100m Rücken männlich (HF)
100m Brust weiblich (HF)
100m Brust männlich (HF)
50m Schmetterling weiblich (HF)
50m Schmetterling männlich (HF)
200m Lagen weiblich (HF)
100m Rücken weiblich (HF)
800m Freistil männlich (F)
800m Freistil weiblich (F)
4x200m Freistil männlich (F)

Tag/Uhrzeit

Streckenfolge

12. Juli 2026, 09:00 Uhr, Vorläufe

400m Freistil weiblich: Linda Roth, Juliana Buttler, Zarina Selimovic, Melina Nitschke

400m Freistil männlich: Nils Nolte, Rudolf Bordas, Mattheo Straßburger, Simon Brugger

4x100m Lagen weiblich: DSV

4x100m Lagen männlich: DSV

12. Juli 2026, 18:00 Uhr Finals

200m Lagen weiblich (F)
100m Rücken männlich (F)
100m Rücken weiblich (F)
100m Brust männlich (F)
100m Freistil männlich (F)
100m Brust weiblich (F)
50m Schmetterling weiblich (F)
50m Schmetterling männlich (F)
400m Freistil weiblich (F)
400m Freistil männlich (F)
4x100m Lagen weiblich (F)
4x100m Lagen männlich (F)

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Brust-Triple für Louis Hoffmann und Paul Kiehl

Auch der vierte Wettkampftag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM) in Berlin bot viel Spannung bis zum allerletzten Einzelrennen. Hier sicherte sich dann Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) mit dem Sieg über 200m Brust im Jahrgang 2008 das dritte Gold in dieser Schwimmart. Mit 2:14,84 Minuten verwies er dabei Hugo Engelien (SC Magdeburg/2:16,77) auf Rang zwei und verhinderte damit dessen sechsten DJM-Sieg in Serie auf der Strecke.

 

>> Zur DJM-Seite mit allen Ergebnissen

 

„Die letzten Jahre waren hart. Es hat immer Spaß gemacht, sich mit Hugo zu battlen, aber diesmal hat es nun endlich geklappt“, sagte Hoffmann. Der Berliner betonte aber sogleich, dass die Vorbereitung auf die Junior*innen-Europameisterschaften (07. – 12. Juli) in der Münchener Olympiahalle von 1972 trotzdem Priorität behält. Denn: „Ich möchte dort so viel wie möglich zu abholen.“ Ähnlich äußerte sich auch Engelien, nachdem er dem Rivalen fair gratuliert hatte. „Ich bin mit der Zeit nicht unzufrieden, sehe gerade nur Positives in Richtung JEM und auch die weitere Zukunft. Louis war in Berlin schon in diesem Jahr in die Topgruppe hochgerückt, bei mir folgt das dann nächste Saison.“ Von der Zusammenarbeit mit Bundestrainer Bernd Berkhahn erhofft sich der Brustschwimmer also viel.

 

Kiehl setzt Potsdams Brustschwimmer-Tradition fort

 

Das Gold-Triple im Brustschwimmen gelang sonst nur noch Paul Kiehl (Potsdamer SV) im Jahrgang 2011, der zum dritten Mal eine Bestzeit (2:22,55) obendrauf packte. Seine Vereinskollegen Melvin Imoudu und Malte Gräfe seien Vorbilder, denen er nacheifere beim Brustschwimmen, verriet Kiehl. Nach den starken DJM-Leistungen darf er nun selbst auf seine erste Berufung in die Nationalmannschaft hoffen, und zwar beim Central European Countries Junior Meeting (CECJM) in Ljubljana (SLO/17. – 19. Juli).

 

>> Jetzt Tickets für DJM und JEM kaufen

 

Schon sein viertes Gold gewann Freistilspezialist Nils Nolte (Berliner TSC/Jahrgang 2009) und zeigte nach zuvor zwei Jahrgangsrekorden nun auch über 400m Freistil eine Topleistung (3:51,35 Minuten). „Die nächste persönliche Bestzeit, aber man merkt die Belastung der vergangenen Tage langsam. Ausgeruhter komme ich vielleicht näher an den Jahrgangsrekord heran“, sagte Nolte. Die Bestmarke hält kein Geringerer als Shootingstar Johannes Liebmann (SC Magdeburg/3:49,32). Vielleicht kann Nolte ja beim Saisonhöhepunkt in München dann auch in diese Regionen vorstoßen.

 

Nils Nolte und Pedro Stier räumen auf den Freistilstrecken ab

 

Nolte wird am Berliner Bundesstützpunkt von Bastian Schulte trainiert, der im vergangenen Jahr aus Leipzig in die Hauptstadt umgesiedelt war. Dass dieser dort sehr gute Arbeit abliefert, zeigen auch die Erfolge des ein Jahr jüngeren Pedro Stier (SG Neukölln Berlin). Der kraulte in persönlicher 400m-Bestzeit (4:01,74) auch schon zum dritten Titel, nachdem er zuvor bereits auf den beiden längeren Strecken erfolgreich gewesen war. Erstaunlich schnell war auch Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) als Sieger des Jahrgangs 2011 (4:02,96) unterwegs. Auf der Weltrekordstrecke von Olympiasieger Lukas Märtens kommen gerade also viele weitere Talente nach.
 

>> So lief der vierte DJM-Tag in der weiblichen Jugend

 

Mit seinem 400m-Sieg steht Leonard Salan (Berliner TSC/Jahrgang 2006) vor dem finalen DJM-Tag bereits bei fünf Goldmedaillen, erfolgreichster Teilnehmer könnte wie im Vorjahr aber Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04/2011). Über 50m Rücken schwamm Kube am Freitag zu seinem vierten Titel. Und am Samstag startet er in allen seinen drei verbleibenden Rennen jeweils als Titelverteidiger.

 

>> Zum DJM-Livestream auf Sporteurope.tv

 

Leipzig in der Team Challenge klar vorn

 

Die Triumphe von Tom Bodusch und Mitja Bauer über 50m Rücken sorgten unter anderem dafür, dass die SSG Leipzig ihre Führung in der „Team Challenge powered by Aquafeel” ausbauen konnte. Die Sachsen führen nun mit 473 Punkten deutlich vor der SG Essen (321) und dem Potsdamer SV (270), auf Rang vier rutschte die SG Stadtwerke München (239) vor. Bei diesem Teamwettbewerb sammeln alle Finalist*innen Punkte für ihren Verein. Mit Unterstützung von Aquafeel als Premium Pool-Partner des DSV und exklusivem Ausstatter für Oberbekleidung der DSV-Teams werden die erfolgreichsten Teams der DJM am Ende mit Prämien im Gesamtwert von 5.900 Euro belohnt.

 

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Alle DJM-Sieger des vierten Tages:

 

400m Freistil:

2012: Leonard Salan (Berliner TSC) 4:14,29

2011: Stefan Louts-Häußler (SGR Karlsruhe) 4:02,96

2010: Pedro Stier (SG Neukölln Berlin) 4:01,74

2009: Nils Nolte (Berliner TSC) 3:51,35

2008: Leo Leverkus (SGR Karlsruhe) 3:58,06

 

50m Rücken: 

2012: Tom Bodusch (SSG Leipzig) 28,15

2011: Jannis Kube (Wasserfreunde Spandau 04) 26,78

2010: Gerard Norwisz (SG Neuss) 26,37

2009: Alex Walter (SG Bergheim) 26,33

2008: Mitja Bauer (SSG Leipzig) 25,46

 

200m Brust:

2012: Bendix Adler (SC Chemnitz von 1892) 2:29,18

2011: Paul Kiehl (Potsdamer SV) 2:22,55

2010: Taku Missel (SCW Eschborn) 2:21,15

2009: Seungmin Oh (SG Essen) 2:18,12

2008: Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin) 2:14,84

 

4x100m Freistil:

SG Neuss (Max Niklitschek, Fabian Mager, Gerard Norwisz, Maximilian Bandt) 3:25,16

 

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Gold-Double für Angelina Köhler zum Auftakt der Schwimm-DM

Die vergangenen Trainingsmonate gehörten sicher zu den härtesten in Angelina Köhlers Karriere. Zusammen mit ihrem Coach Lasse Frank hatte die 25-Jährige von der SG Neukölln Berlin die Intensität noch einmal ordentlich nach oben geschraubt. Und das machte sich bereits am ersten Tag der diesjährigen Deutschen Meisterschaften in Berlin bezahlt. Zweimal stieg die Lokalmatadorin am Donnerstag ins Becken – zweimal stieg sie mit Gold dekoriert wieder heraus. Sowohl über 100m Schmetterling mit 56,35 Sekunden als auch über 50m Freistil mit 24,81 war Köhler die Schnellste und erfüllte auf beiden Strecken deutlich auch die EM-Norm.

 

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„Die letzten Monate habe ich sehr hart trainiert. Da ist es natürlich schön, dass sich das auszahlt und schon so gut klappt“, sagte Köhler. „Wir sind im Prinzip zurück zu den Wurzeln gegangen. Letzte Saison hatte ich viel an Start, Wenden und Tauchphase gearbeitet – die klappen jetzt sehr gut. Aber ich bin halt nicht mehr hintenraus gekommen. Deswegen schwimmen wir wieder ein bisschen mehr Kilometer mit härteren Sets“, erklärte sie.

 

Die tolle Atmosphäre in der der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) tat ihr übriges. Im ZDF-Livestream schwärmte Köhler vom schnellsten Pool der Welt. Und sie jubelte nicht allein, denn auch die Zweitplatzierte Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) knackte mit 58,23 die Norm für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) und verbesserte zugleich deutlich den Jahrgangsrekord für 18-Jährige. „Ich bin überwältigt“, sagte sie. „Letzte Woche hatte ich noch damit zu kämpfen, die JEM-Norm zu schwimmen, heute früh war ich froh, dass ich einen Haken dahinter setzen konnte. Und im Finale wollte ich dann einfach Spaß haben und mein Ding machen. Aber dass dabei eine solche Zeit herauskommt, hätte ich niemals gedacht.“

 

Mit der Kappe ihres Freundes zu Goldmedaille Nummer zwei

 

Kurz darauf war Angelina Köhler auch über 50m Freistil erfolgreich. Im vergangenen Jahr hatte sich auf dieser Strecke den Titel noch mit Nina Holt (SC Magdeburg) teilen müssen, die diesmal Dritte wurde (25,06). Dieses Mal stand die Berliner ganz allein auf dem höchsten Treppchen. „Meine drei Titel will ich schon für mich haben“, meinte sie augenzwinkernd – und gab damit die Marschroute für die nächsten DM-Tage vor, an denen sie auch noch über die 50m Schmetterling antreten wird.

 

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Ihren Sprint-Titel sicherte sich Köhler übrigens mit der Kappe ihres Freundes Ole Braunschweig. „Ole und ich sind ein Paar, deswegen trage ich seine Kappe. Er ist eher der Sprinter, und heute habe ich Oles Sprintglück gebraucht. Das ist eine ganz süße Geste von ihm, so ist er immer bei mir.“ Hinter der Siegerin erfüllten Julianna Dora Bocska (SG Essen/25,04), Holt und Nina Jazy (SG Essen/25,15) jeweils die U23-EM-Norm. Damit kann der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) auf dieser Strecke das Kontingent von bis zu vier Starterinnen pro Nation voll ausschöpfen. Leonie Mau (SSV PCK 90 Schwedt) erfüllte mit 25,67 die JEM-Richtzeit.

 

Isabel Gose kratzt bereits früh im Jahr am deutschen Rekord

 

Insgesamt wurden in den DM-Finals bei den Frauen am Donnerstag sogar neun neue EM-Normen erreicht, plus eine für die Jugend-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) durch Zarina Selimovic (SG Dortmund) als Siegerin des B-Finales über 400m Freistil in 4:15,98 Minuten. Im A-Finale glänzte auf dieser Strecke Isabel Gose (SC Magdeburg), die mit 4:02,92 gerade mal acht Zehntel über ihrem eigenen deutschen Rekord von den Olympischen Spielen in Paris blieb.

 

„Ich bin ja oft ein bisschen selbstkritisch. Aber dafür, dass ich aktuell mit meiner Schulter zu tun habe und deshalb diesmal auch nicht so gut durchs Höhentrainingslager gekommen bin, sind 4:02 echt top!“, freute sie sich. Auf Nachfrage, wo sie trotz Schulterproblemen eine solche Zeit hergeholt habe, meinte sie: „Das ist das Training der letzten Jahre. Ich bin ja nicht erst seit gestern bei Bernd (gemeint ist Bundestrainer Bernd Berkhahn, Anm. d. Red.) trainieren, da bringe ich einen großen Puffer mit und dann kriegt man selbst so eine Verletzung gut über die Runden.“

 

Hinter Gose und Vereinskollegin Maya Werner (4:06,18), die die EM-Norm ebenfalls schon im Vorfeld abgehakt hatte und sich jetzt noch einmal steigern konnte, boten sich zwei weitere Magdeburgerinnen mit der U23-Norm für das Paris-Team an. Julianna Buttler (Jahrgang 2009) überraschte als Dritte in 4:11,45, knapp vor Leonie Märtens (4:11,79), die bereits im Freiwasser für die Europameisterschaften qualifiziert ist.

 

Roth und Benkler machen das Lagenrennen spannend bis zum Schluss

 

Spannend bis zum Schluss war das längste Rennen des Tages über 400m Lagen. Nach Schmetterling, Rücken und Brust hatte lag Noelle Benkler (SV Nikar Heidelberg) noch klar auf Kurs Titelverteidigung. Auf der Kraulstrecke kam dann aber Linda Roth (SC Magdeburg) immer näher heran und schob sich schließlich auf den letzten Metern noch an Benkler vorbei. Mit 4:43,20 beziehungsweise 4:43,38 jubelten aber beide über die EM-Norm. „25 Meter nach der Wende von Brust auf Kraul habe ich gemerkt, dass ich es schaffen kann, nochmal ranzukommen, und dann habe ich alles gegeben“, so die Siegerin. Für Roth (Jahrgang 2008) steht vor der EM in Paris noch die Jugend-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) auf dem Plan. „Ich freue mich riesig auf die JEM in München vor Heim-Publikum“, sagte sie. Benkler kommentierte den knappen Rennausgang mit: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man, so ist der Sport. Linda hat das verdient und ich freue mich mit ihr. Ich kann mit meiner Leistung zufrieden sein, die Zeit war sehr gut.“

 

Anders als Benkler konnte über 100m Rücken Lise Seidel ihren Titel verteidigen und gewann in 1:01,51 Minuten. Für die Chemnitzerin läuft diese Saison bislang nicht wie geplant, die 19-Jährige plagt sich mit Rückenproblemen und einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung herum, zudem bedeuten die Abiturprüfungen eine zusätzliche Herausforderung abseits des Beckens. „Mein Ziel war es, diesen Titel zu verteidigen und mich für die EM in eine gute Position für die Staffel zu bringen. Aber ich merke durch das wenige Training, dass es hinten raus noch fehlt. Das muss ich jetzt versuchen, bis zur EM wieder aufzuholen.“ 

 

Alle Deutschen Meisterinnen von Donnerstag

100m Schmetterling: Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin) 56,35

100m Rücken: Lise Seidel (SC Chemnitz) 1:01,51

400m Lagen: Linda Roth (SC Magdeburg) 4:43,20

50m Freistil: Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin) 24,81

400m Freistil: Isabel Gose (SC Magdeburg) 4:02,92

4x100m Freistil: Dresdner SC 1898 (Hannah Victoria Bürger, Leni von Bonin, Helena Göde, Maya Tobehn) 3:52,49

4x100m Lagen Mixed: SG Frankfurt (Fritz Dietz, Anna Elendt, Ankush Yalgi, Pia Helli Henning) 3:54,46

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Schwimm-DM 2026 in Berlin: Das sind die Highlights am Samstag

Über 200m Freistil kommt es am dritten DM-Tag zum seltenen Duell zwischen Langstrecken-Königin Isabel Gose und Sprint-Queen Nina Holt. Beide trainieren bei Bundestrainer Bernd Berkhahn am Bundesstützpunkt Magdeburg, aber unterschiedlicher als bei den beiden könnten die Trainingsprogramme kaum sein. Gose hat dabei die deutlich schnellere 200m-Bestzeit. Und gewann auf dieser Strecke schon 2017 ihren allersten Deutschen Meistertitel auf der Langbahn, ehe sie sich später auf die langen Kanten konzentrierte. Holt ist durch ihr Triple im Vorjahr Titelverteidigerin, und mit Julia Mrozinski (SCW Eschborn) ist auch die Meisterin von 2022 am Start. Auch Olympiateilnehmerin Nicole Maier (Athletic Club Palaio Faliro/GRE) ist diesmal wieder dabei. Das verspricht besonders viel Spannung.

 

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Bei Frauen und Männern geht es über 200m Freistil natürlich auch immer um die Plätze in der EM-Staffel. Hierfür wollen sich mit Kaii Liam Winkler (SG Neukölln Berlin), Jarno Bäschnitt (Team Bochum), Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) und Timo Sorgius (SC Wiesbaden) vier WM-Teilnehmer von 2025 anbieten. Mit dem zuletzt auf den Langstrecken so überragenden Youngster Johannes Liebmann (SC Magdeburg) oder auch Philipp Peschke (SG Essen) haben auch jüngere Aktive noch Ambitionen. Für ein schnelles Rennen sorgt zusätzlich Österreichs größtes Schwimmtalent Christian Giefing, der hier für die SG Dortmund startet. Der Schwimmer aus dem Jahrgang 2008 ist im Nachbarland schon für die Europameisterschaften in Paris (FRA) gesetzt, dürfte aber auch noch mal bei der JEM in München starten. Schon 2025 wurde Giefing übrigens Junioren-Europameister über 200m Freistil. Zustande kam die Verbindung nach Dortmund über das über die DSV initiierte Euro Camp, bei dem Jugendliche aus vielen Ländern gemeinsam trainieren und ihre Coaches zugleich den Wissenstransfer forcieren. Natürlich entstehen dabei auch Freundschaften über Grenzen hinweg, wie jetzt bei Giefing.

 

Noelle Benkler auf dem Weg vom Talent zur Spitzenkraft

 

Schon im vorigen Jahr sicherte sich Noelle Benkler über beide Lagenstrecken die nationale Meisterschaft, dabei war sie da noch Juniorin. Nach drei Silbermedaillen bei den Jugend-Europameisterschaften im Sommer 2025 und dem Wechsel in der von Trainer Santiago Marquez Fuentes betreuten Topgruppe des Heidelberger Bundesstützpunktes läuft nun ihre erste Saison in der offenen Klasse. Die EM in Paris soll dabei der Höhepunkt werden, die DM-Titelverteidigung über 200m Lagen wäre ein wichtiger Schritt für die 18-Jährige. Durch Linda Roth (SC Magdeburg/Jahrgang 2008) und Laura Sophie Kohlmann (SG Essen/Jahrgang 2009) dürfte es zunehmend Druck durch die jüngere Konkurrenz geben.

 

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Sein Gold vom Vorjahr möchte über 200m Lagen auch Jeremias Pock verteidigen. Der US-Student schwimmt seit dem Titelgewinn von einer Bestzeit zur nächsten, feierte im Saisonverlauf gelungene Nationalmannschaftspremieren bei Weltcup und Kurzbahn-EM. Und im März glänzte der Nürnberger auch bei den US-College-Meisterschaften NCAA mit Rekorden. Nun möchte er auch das EM-Ticket für Paris klarmachen.

 

Olympische Sprintstrecken mit Anna Elendt und Melvin Imoudu

 

Neu ins olympische Programm aufgenommen werden ab 2028 bekanntlich die drei weiteren 50m-Sprints neben Freistil. In Berlin bekommen am Samstag gleich zwei davon in jedem Geschlecht besondere Aufmerksamkeit: die 50m Brust und die 50m Rücken. Ole Braunschweig (SG Neukölln Berlin) als der beste deutsche Rückenschwimmer des vorherigen Olympiazyklus hätte ohne diese Neuerung seine Karriere wohl nicht bis zu den Spielen in Los Angeles (USA) verlängert. Doch nach einer Aufbauphase im für ihn WM-freien Sommer 2025 ging der 28-Jährige das Sportlerleben als Sprinter noch einmal völlig neu an. „Wir haben mein Training komplett umgestellt und machen jetzt ganz andere Sachen als bisher“, so Braunschweig. Intensiveres Krafttraining stand an, noch genauere Arbeit an technischen Details im Wassertraining. Die DM ist nun der erste echte Härtetest als 50m-Sprinter für Braunschweig, der früher auch schon WM-Fünfter (2024) und EM-Dritter (2022) über 50m Rücken wurde. Wohlgemerkt damals noch mit Training für die 100m-Strecke, somit sollte es jetzt noch schneller werden.

Auch Anna Elendt (SG Frankfurt/50m Brust), Lise Seidel (SC Chemnitz/50m Rücken) und Melvin Imoudu (Potsdamer SV50m Brust) könnte eine Titelverteidigung und ein gutes EM-Abschneiden helfen, sich über den weiteren Umgang mit der 50m-Strecke klarzuwerden.

 

Den Abschluss bilden am Samstag die 200m Schmetterling. Hier verspricht insbesondere das Duell zwischen Leni von Bonin (Dresdner SC) und Alina Baievych (SC Magdeburg) gute Unterhaltung. Beide gewannen in den vergangenen beiden Jahren jeweils einmal die Goldmedaille. Bei den Männern ist Louis Schubert (SSG Leipzig) als Titelverteidiger der Gejagte.

Erfüllte EM-Normen 

Erfüllte Normen Frauen

Frauen U23

Frauen

Strecke

Männer

Männer U23

Erfüllte Normen Männer

 

25,15

25,00

50m Freistil

22,10

22,25

 

Nina Holt 54,52

55,00

54,60

100m Freistil

48,90

49,20

Josha Salchow 48,49
Timo Sorgius 49,08 (U23)

Maya Tobehn 1:58,69
Linda Roth 1:59,02
Nina Holt 2:00,02 (U23)

2:00,10

1:59,60

200m Freistil

1:47,20

1:48,00

Lukas Märtens 1:45,67
Jarno Bäschnitt 1:46,61
Oliver Klemet 1:46,79
Timo Sorgius 1:47,07

Isabel Gose 4:04,51
Maya Werner 4:07,13

4:12,80

4:08,40

400m Freistil

3:46,60

3:48,60

Lukas Märtens (gesetzt)
Oliver Klemet 3:43,14
Johannes LIebmann 3:44,59

Isabel Gose 8:24,69
Maya Werner 8:31,08

8:36,50

8:32,20

800m Freistil

7:48,90

7:52,50

Sven Schwarz (gesetzt)
Lukas Märtens (gesetzt)
Johannes Liebmann 7:37,94 (ER)
Oliver Klemet 7:45,66

Isabel Gose 15:55,04
Maya Werner 16:16,30
Leonie Märtens 16:23,57 (U23)

16:28,70

16:17,30

1500m Freistil

15:04,70

15:14,10

Sven Schwarz (gesetzt)
Johannes Liebmann 14:39,67
Oliver Klemet 14:41,71

Angelina Köhler (gesetzt)

26,45

26,25

50m Schmetterling

23,45

23,60

Luca Nik Armbruster 23,29
Ole Mats Eidam 23,41
Josha Salchow 23,42

 

59,10

58,60

100m Schmetterling

52,00

52,30

 
 

2:12,00

2:11,00

200m Schmetterling

1:57,00

1:57,90

 
 

28,45

28,25

50m Rücken

25,15

25,35

Vincent Passek 24,63
Ole Braunschweig 24,70

 

1:00,80

1:00,40

100m Rücken

54,40

54,80

Vincent Passek 54,31
Mitja Bauer 54,61 (U23/DJR)

Lise Seidel 2:12,29 (U23)
Maya Werner 2:12,77 (U23)

2:12,80

2:11,80

200m Rücken

1:58,10

1:59,00

Lukas Märtens 1:55,85 (DR)

 

31,20

31,00

50m Brust

27,35

27,55

Melvin Imoudu 27,08

Anna Elendt (gesetzt)

1:07,30

1:06,80

100m Brust

59,70

1:00,20

Melvin Imoudu 59,64

Lena Ludwig 2:26,58 (U23)

2:27,20

2:26,10

200m Brust

2:10,90

2:11,90

 

Noelle Benkler 2:12,19

2:13,80

2:12,80

200m Lagen

2:00,60

2:01,50

Timo Sorgius 2:00,66 (U23)

 

4:44,60

4:43,50

400m Lagen

4:15,60

4:17,50

 

 

Stand 19. April

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Jarno Bäschnitt und Mitja Bauer erfüllen EM-Norm für Paris

Die Deutschen Meisterschaften ab Donnerstag in Berlin (23. – 26. April) sind der nationale Saisonhöhepunkt im Beckenschwimmen und zugleich das ultimative Finale im Kampf um die Startplätze für die Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Elf Frauen und 13 Männer können dabei mit dem besonderen Selbstbewusstsein in die deutsche Hauptstadt reisen, die vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) vorgegebenen EM-Normzeiten bereits vorab erfüllt zu haben. Am Sonntag kamen mit Jarno Bäschnitt (Team Bochum) und Mitja Bauer (SSG Leipzig) dabei zwei weitere Aktive hinzu.

 

>> Alle Ergebnisse beim Rotterdam Qualification Meet

 

Beim Rotterdam Qualification Meet kraulte Bäschnitt die 200m Freistil bereits im Vorlauf in 1:46,61 Minuten und siegte im Finale dann mit 1:47,30. Damit blieb der 20-jährige Psychologiestudent unter der EM-Norm und reihte sich hinter Lukas Märtens (SC Magdeburg) im nationalen Ranking ein. Trotz neuer persönlicher Bestzeit erwartet Bäschnitt kommende Woche in Berlin noch weitere Steigerungen: „Die 1:46 am Morgen waren eine gute Leistung. Aber ich möchte versuchen, eine 1:45 zu schaffen.“ In den Niederlanden erschwamm zudem Finn Hammer (SG Essen) die U23-Norm über 200m Lagen.

 

 

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Lukas Märtens mit dem dritten Sieg und Topzeit in Norwegen 

 

Olympiasieger Märtens schwamm an diesem Wochenende beim Bergen Swim Festival (NOR) und feierte dort nach Siegen und EM-Normen über 200m Freistil und 200m Rücken mit deutschem Rekord (1:55,85) noch einen dritten Erfolg über 400m Freistil (3:44,29). Auf seiner Weltrekordstrecke ist der Magdeburger als Weltmeister allerdings bereits vom DSV vornominiert.

 

>> Alle Ergebnisse beim Bergen Swim Festival

 

Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg) hatte in Norwegen die EM-Normen über 50m und 100m Freistil nachgewiesen. Am Sonntag wurde er in 52,74 Sekunden dann noch Zweiter über 100m Schmetterling hinter den früheren Staffelweltmeister Dare Rose mit Weltjahresbestzeit (USA/50,70).

 

Youngster Passek und Bauer mit großen Leistungssprüngen 

 

Bei den Berlin Swim Open sicherte sich Vincent Passek (Berliner TSC) den Sieg über 100m Rücken und dabei schon im Vorlauf in 54,31 Sekunden seine zweite Einzelnorm. Im Finale war der 20-jährige Berliner in 54,35 ähnlich schnell. Als Zweiter stellte dort Mitja Bauer (SSG Leipzig) wie schon am Vortag einen deutschen Jahrgangsrekord für 18-Jährige auf. Seine 54,61 Sekunden unterbieten die U23-Norm für Paris, ein Doppelstart zusätzlich zu den Junioren-Europameisterschaften in München (07. – 12. Juli) scheint damit nun denkbar. Beide Athleten verbesserten ihre persönliche Bestzeit dabei um fast eine (Passek) beziehungsweise sogar mehr als eine Sekunde (Bauer).

 

>> Alle Ergebnisse der Berlin Swim Open

 

Auch Melvin Imoudu (Potsdamer SV) sicherte sich in der Schwimm-und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) seine zweite EM-Norm. Nach 27,08 Sekunden im Vorlauf über 50m reiste der WM-Fünfte aber ab, um Körner für die kommenden Titelkämpfe zu sparen. Weitere JEM-Normen erfüllten in Berlin zudem Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin/50m Brust), Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg/200m Lagen) und Juliana Buttler (SC Magdeburg/800m Freistil). Wie im Elitebereich steht das nationale JEM-Ranking aber erst nach den Deutschen Meisterschaften endgültig fest.

 

Maya Werner auch beim Rückenschwimmen schnell 

 

Beim „Barmenia Gothaer & friends“-Pokal in Magdeburg testete auch die bereits auf den langen Freistilstrecken überzeugende Maya Werner noch einmal ihre Form, über 200m Rücken erfüllte sie dabei in 2:12,77 die U23-Norm für Paris.

 

>> Alle Ergebnisse beim „Barmenia Gothaer & friends Pokal“ in Magdeburg

 

Angesichts der bisher in diesem Frühjahr erzielten Zeiten ist bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ein wahres Feuerwerk an Klasseleistungen zu erwarten. Zumal auch für die insgesamt neun möglichen EM-Staffeln viele Entscheidungen erst dort endgültig fallen werden. Dank Bäschnitt und Passek haben nun drei Staffeln die EM-Vorgabe erfüllt. Stephan Wittky, Bundestrainer Kurz- und Mittelstrecke, erwartet knapp über 30 Aktive im EM-Team für Paris.

 

Erfüllte Normen für die EM 2026 

Erfüllte Normen Frauen

Frauen U23 

Frauen 

Strecke

Männer

Männer U23

Erfüllte Normen Männer

 

25,15

25,00

50m Freistil

22,10

22,25

 

Nina Holt 54,52

55,00

54,60

100m Freistil

48,90

49,20

Josha Salchow 48,49
Timo Sorgius 49,08 (U23)

Maya Tobehn 1:58,69
Linda Roth 1:59,02
Nina Holt 2:00,02 (U23)

2:00,10

1:59,60

200m Freistil

1:47,20

1:48,00

Lukas Märtens 1:45,67
Jarno Bäschnitt 1:46,61
Oliver Klemet 1:46,79
Timo Sorgius 1:47,07

Isabel Gose 4:04,51
Maya Werner 4:07,13

4:12,80

4:08,40

400m Freistil

3:46,60

3:48,60

Lukas Märtens (gesetzt)
Oliver Klemet 3:43,14
Johannes LIebmann 3:44,59

Isabel Gose 8:24,69
Maya Werner 8:31,08

8:36,50

8:32,20

800m Freistil

7:48,90

7:52,50

Sven Schwarz (gesetzt)
Lukas Märtens (gesetzt)
Johannes Liebmann 7:37,94 (ER)
Oliver Klemet 7:45,66

Isabel Gose 15:55,04
Maya Werner 16:16,30
Leonie Märtens 16:23,57 (U23)

16:28,70

16:17,30

1500m Freistil

15:04,70

15:14,10

Sven Schwarz (gesetzt)
Johannes Liebmann 14:39,67
Oliver Klemet 14:41,71

Angelina Köhler (gesetzt)

26,45

26,25

50m Schmetterling

23,45

23,60

Luca Nik Armbruster 23,29
Ole Mats Eidam 23,41
Josha Salchow 23,42

 

59,10

58,60

100m Schmetterling

52,00

52,30

 
 

2:12,00

2:11,00

200m Schmetterling

1:57,00

1:57,90

 
 

28,45

28,25

50m Rücken

25,15

25,35

Vincent Passek 24,63
Ole Braunschweig 24,70

 

1:00,80

1:00,40

100m Rücken

54,40

54,80

Vincent Passek 54,31
Mitja Bauer 54,61 (U23/DJR)

Lise Seidel 2:12,29 (U23)
Maya Werner 2:12,77 (U23)

2:12,80

2:11,80

200m Rücken

1:58,10

1:59,00

Lukas Märtens 1:55,85 (DR)

 

31,20

31,00

50m Brust

27,35

27,55

Melvin Imoudu 27,08

Anna Elendt (gesetzt)

1:07,30

1:06,80

100m Brust

59,70

1:00,20

Melvin Imoudu 59,64

Lena Ludwig 2:26,58 (U23)

2:27,20

2:26,10

200m Brust

2:10,90

2:11,90

 

Noelle Benkler 2:12,19

2:13,80

2:12,80

200m Lagen

2:00,60

2:01,50

Timo Sorgius 2:00,66 (U23) 
Finn Hammer 2:01.35 (U23)

 

4:44,60

4:43,50

400m Lagen

4:15,60

4:17,50

 

*Stand 19. April 2026

 

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Lou Massenberg und Ole Rösler trumpfen bei der Hallen-DM auf

Im Wasserspringen stehen mit den Weltcups in Montreal (CAN/26. Februar – 01. März) und Zapopan (MEX/05. – 08. März) demnächst die ersten internationalen Aufgaben des Jahres an. Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) ist darauf gut vorbereitet. Das zeigten die Deutschen Hallenmeisterschaften an diesem Wochenende in Berlin, bei denen Pauline Pfeif (Berliner TSC), Jette Müller (Dresdner SC), Lou Massenberg (SV Halle) und Ole Rösler (WSC Rostock) mit jeweils zwei Goldmedaillen besonders glänzen konnten.

 

>> Alle DM-Ergebnisse im Überblick

 

Die WM-Zweite Pfeif steigerte sich im Einzel vom Turm nach Vorkampf und Halbfinale sukzessive auf ansehnliche 345,25 Punkte im Finale. Noch wichtiger war der 23-Jährigen in diesen Tagen aber, dass es beim Erfolg im Synchronwettbewerb mit der lange verletzten Elena Wassen (Berliner TSC) ebenfalls sehr ansprechend lief. Beim ersten gemeinsamen Wettkampf mit zweimal komplett und stabil durchgesprungener Serie sowie 286,74 Punkten im Finale gelang mit dem Titelgewinn auch der erforderliche Leistungsnachweis für einen Weltcupstart.

 

Pauline Pfeif und Elena Wassen überzeugen bei der DM-Premiere 

 

„Die Synchronität ist schon super, wir passen einfach gut zusammen. An den Einzelsprüngen gilt es noch zu arbeiten, aber die Leistung hier stimmt mich positiv“, sagte Pfeif. Und zwar nicht nur für die kommenden Wochen, sondern vor allem auch in Hinblick auf den laufenden Olympiazyklus. Nachdem bei den Spielen in Paris (FRA) 2024 kein Synchronpaar der deutschen Turmfrauen am Start war, sollte sich das in dieser neuen Besetzung in Los Angeles (USA) 2028 womöglich ändern lassen. In Kanada will man sich dem Kampfgericht nun auch international schon einmal vorstellen.

 

Die unterhaltsamste Show der Titelkämpfe lieferten am Samstag derweil die Männer vom Turm ab. Im Einzelfinale setzte sich Ole Rösler mit 505,45 Punkten vor Jaden Eikermann (SV Neptun Aachen/489,00) und Luis Avila Sanchez (Berliner TSV/467,65) durch. Alle drei blieben damit schon jetzt deutlich über der DSV-Punktenorm für die Europameisterschaften in Paris (31. Juli – 16. August). „Das war von Ole beeindruckend stabil, über 500 Punkte haben wir nur selten. Man sollte zwar nicht gleich von einer Wachablösung sprechen, aber die anderen Jungs wissen jetzt genau, dass sie viel arbeiten müssen, wenn sie vor Ole ankommen wollen. Dieser Konkurrenzdruck wird alle pushen“, lobte Chef-Bundestrainer Christoph Bohm.

 

Ein halber Punkt Vorsprung beim Krimi vom Turm 

 

Das gilt sicherlich auch für den Synchronwettbewerb. Hier siegte Rösler mit seinem Vereinskollegen Espen Prenzyna mit 415,08 Punkten und damit nur einem halben Zähler Vorsprung vor Avila Sanchez/Eikermann. Beide Paare blieben damit ebenfalls deutlich über der EM-Norm. Erstaunlich dabei ist, dass die Sieger aus Rostock wegen Bauarbeiten in der heimischen Halle derzeit weniger reguläres Wassertraining absolvieren können als gewohnt, stattdessen viel Reisetätigkeit auf sich nehmen müssen. Aber trotzdem konnten beide nun so stark und harmonisch auftreten. Lob gab es aber auch für die Zweitplatzierten: „Jaden und Luis probierten hier neue Sprünge mit höherem Schwierigkeitsgrad aus. Das ist auf lange Sicht richtig, auch wenn noch nicht alles schon stabil sitzt“, so Bohm. Schon beim Weltcup gibt es die Chance zu weiteren Verbesserungen.

 

Vom 3m-Brett setzten sich Jette Müller und Lou Massenberg im Einzel diesmal gegen ihre namhaften Konkurrent*innen Lena Hentschel und Moritz Wesemann durch, und das vor allem dank einer größeren Stabilität in ihren Serien. Doch die etablierten Kräfte werden sich in den nächsten Wochen sicherlich zu steigern wissen. Massenberg konnte zusätzlich im Synchronwettbewerb mit Vereinskollege Jonathan Schauer nachhaltig beeindrucken. Auch hier dürfte sich der Konkurrenzkampf auf nationaler Ebene in den kommenden Monaten zuspitzen, wenn auch Wesemanns lange verletzter Partner Timo Barthel wieder angreifen kann.

 

Hallen-DM: Lou Massenberg landet vor Moritz Wesemann 

 

„Dreimal über 400 Punkte und sogar persönliche Punktbestleistung im Einzel, damit kann man zu diesem Zeitpunkt nur zufrieden sein“, meinte Massenberg nach der Siegerehrung durch DSV-Präsident David Profit. Der Neuanfang mit dem Wechsel nach Halle mache sich bereits bezahlt, das Selbstbewusstsein steige dadurch auch. „Das Training bei Norman Becker hat mich und auch meinen Partner Jonathan stark vorangebracht. Ich spüre inzwischen viel mehr Sicherheit, das merke ich auch im Training“, meinte Massenberg. „Sicher muss ich noch an den Endphasen arbeiten, um auch international bestehen zu können. Nach dieser DM-Leistung kann mein Ziel nun aber nur lauten, sich beim Weltcup auch fürs Super Final zu qualifizieren.“ Der Weltcup-Abschluss findet dann in Peking (CHN/01. – 03. Mai) statt.

 

Alle Sieger*innen der Hallen-DM 2026

Frauen

1m-Brett: Vanessa Röhniß (SC DHfK Leipzig)

3m-Brett: Jette Müller (Dresdner SC)

Turm: Pauline Pfeif (Berliner TSC)

3m- Synchronspringen: Lena Hentschel/Jette Müller (Berliner TSC/Dresdner SC)

Turm- Synchronspringen: Pauline Pfeif/Elena Wassen (beide Berliner TSC)

 

Männer

1m-Brett: Moritz Wesemann (SV Halle)

3m-Brett: Lou Massenberg (SV Halle)

Turm: Ole Rösler (WSC Rostock)

3m- Synchronspringen: Jonathan Schauer/Lou Massenberg (beide SV Halle)

Turm- Synchronspringen: Ole Rösler/Espen Prenzyna (beide WSC Rostock)

 

Mixed
3m- Synchronspringen: Amelie Förster/Louis Aaron Förster (beide SC DHfK Leipzig)

Turm- Synchronspringen: Erik Camilo Amezquita Schmidtke/Mariia-Luiza Biletova (beide Berliner TSC)

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Weltmeisterin Anna Elendt schwimmt zum besten EM-Ergebnis ihrer Karriere

Bei Weltmeisterschaften hat Anna Elendt mit Gold, Silber und Bronze bereits einen kompletten Medaillensatz abgeräumt in ihrer Karriere, ihre erste EM-Plakette will die 24-Jährige von der SG Frankfurt unbedingt im kommenden August in Paris (FRA) gewinnen. Schon bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin (POL) fehlte der amtierenden Langbahn-Weltmeisterin über 100m Brust nur eine Hundertstelsekunde zu Edelmetall bei kontinentalen Titelkämpfen. In 1:03,91 Minuten blieb Elendt als Vierte nur acht Hundertstel über ihrem deutschen Rekord. Zum Titel schwamm am Mittwoch erneut die erst 18 Jahre alte Eneli Jefimova (EST/1:02,82) vor Florine Gaspard (FRA/1:03,73) und Anastasia Gorbenko (ISR/1:03,90).

„Zwei Hundertstel schneller und ich wäre noch viel zufriedener gewesen“, meinte Elendt hinterher. Die Hessin wollte aber keinesfalls damit hadern, dass diesmal nur ein Wimpernschlag zum großen Glück fehlte. „Woher eine Hundertstel nehmen? Die kann man schon bei der Reaktionszeit auf dem Block verlieren. Fakt ist: Ich wollte Bestzeit schwimmen, dazu hat heute aber irgendwo ein bisschen was gefehlt. Insgesamt ist diese Leistung aber dennoch völlig okay zu diesem Saisonzeitpunkt. Ich hake das daher jetzt auch lieber schnell ab und konzentriere mich voll auf die 200 Meter.“ Hier ergibt sich im Finale am Freitag bestenfalls schon die nächste Chance.

 

Lise Seidel glänzt mit Rang fünf über 200m Rücken 

 

Auch in drei anderen Finals erzielten die DSV-Aktiven am Mittwochabend Top-Platzierungen. So wurde Lise Seidel (SC Chemnitz) Fünfte über 200m Rücken, nach Platz acht bei den Weltmeisterschaften in Singapur ein weiteres Highlight der ab nächster Woche dann 19-Jährigen vom SC Chemnitz. In 2:05,45 Minuten blieb das Talent aus Sachsen dabei nur knapp über ihrem deutschen Jahrgangsrekord aus dem Halbfinale am Tag zuvor (2:05,19). Die Goldmedaille ging an Carmen Weiler Sastre (ESP/2:01,66) vor Katie Shanahan (GBR/2:02,79) und Pauline Mahieu (FRA/2:03,02). Bei den Männern siegte in dieser Disziplin der erst 18 Jahre alte John Shortt (IRL) und stellte dabei in 1:47,89 einen Junioren-Weltrekord auf.

„Ich bin sehr glücklich und schon auch ein wenig stolz, dass ich mich immer weiter so steigern kann“, sagte Seidel. „Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich bei WM und EM so weit vorn mitmischen kann, hätte ich das wahrscheinlich gar nicht geglaubt. Und natürlich soll diese Entwicklung im weiteren Saisonverlauf dann trotz der Abiturprüfungen auch auf der 50-Meter-Bahn unbedingt so weitergehen.“

 

Teenager aus Dänemark schnappt sich Schmetterlings-Gold 

 

Über 50m Schmetterling blieb auch Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin) lediglich acht Hundertstel über ihrem deutschen Rekord vom Tag zuvor, ihre 25,14 Sekunden bedeuteten am Mittwochabend Rang sechs. Den Titel holte sich die 18-jährige Dänin Martine Damborg mit Junioren-Europarekord (24,61) vor Roos Vanotterdijk (BEL/24,84) und Beryl Gastaldello (FRA/24,93). Bei den Männern setzte sich Topfavorit Noè Ponti (SUI/21,54) durch. „Die Zeit ist absolut in Ordnung, Angelina war acht Zehntel schneller als vor zwei Jahren in Otopeni“, analysierte Berlins Bundesstützpunkttrainer Lasse Frank. „Die Atmung vor der Wende und das Finish waren heute nicht ganz optimal. Aber es war ohnehin vorher klar, dass Angies Chancen im 100-Meter-Rennen größer sind.“ Dieses steht in den nächsten beiden Tagen auf dem Programm.

 

>> Alle Ergebnisse der Kurzbahn-EM

 

Über 100m Brust der Männer zeigte sich, dass Lucas Matzerath (SG Frankfurt) mittlerweile zum festen Bestandteil bei Finals internationaler Titelkämpfe geworden ist. Der WM-Sechste von Singapur blieb in 57,15 Sekunden allerdings rund drei Zehntel über seiner Bestzeit aus dem Halbfinale und landete damit an diesem Tag auf Rang acht. Gold ging wie erwartet an Caspar Corbeau (NED/55,85).

 

Gold-Gose schont sich fürs 800m-Rennen 

 

Nach Gold am Auftakttag hatte sich Isabel Gose wie Maya Werner (beide SC Magdeburg) nach dem Vorlauf über 200m Freistil am Mittwochvormittag kurzfristig dazu entschieden, auf weitere Rennen über diese Distanz zu verzichten. Stattdessen konzentriert sich die 23-Jährige bereits voll auf das am Donnerstag (Vorlauf) und Freitag (Endlauf) anstehende 800m-Rennen. „Der erste Wettkampftag hat zu viel Energie gekostet“, erklärte Bundestrainer Bernd Berkhahn das Vorgehen. Deutschland hätte beinahe trotzdem eine Schwimmerin ins Finale gebracht, denn Goses Vereinskollegin Nina Holt steigerte ihre persönliche Bestzeit um mehrere Sekunden auf 1:54,66 Minuten. Nur 14 Hundertstel fehlten der Sprintspezialistin zu Rang acht. Schnellste im Halbfinale war Freya Colbert (GBR/1:51,94).

Nach Silber über 400m Freistil war auch Lukas Märtens am Tag danach noch etwas müde und belegte im Halbfinale über 200m Freistil in 1:42,28 Minuten Rang zehn, trotz persönlicher Kurzbahn-Bestzeit fehlten 18 Hundertstel zum Finaleinzug. Timo Sorgius (SSG Leipzig) kam in 1:43,03 auf Rang 15. Tagesbestzeit erzielten in 1:41,56 zeitgleich Duncan Scott (GBR) und Lucas Henveaux (BEL). In den Finals am Donnerstag (ab 19:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport.com oder in der gleichnamigen App) steht auch Kurzbahn-Weltrekordler Florian Wellbrock (SC Magdeburg) nach der sechstschnellsten Vorlaufzeit über 1500m Freistil (14:30,53 Minuten). Johannes Liebmann (SC Magdeburg) glänzte nach Rang vier und Junioren-Weltrekord über 400m am Vortag auf der längsten Strecke abermals. Mit seinen 14:36,21 Minuten verbesserte der 18-Jährige vom SC Magdeburg den deutschen Jahrgangsrekord von Sven Schwarz um gleich mal um acht Sekunden und belegte Rang elf.

EM-Debütant Jeremias Pock (1.FCN Schwimmen) steigerte seine Bestzeit über 100m Lagen ein weiteres Mal auf 52,60 Sekunden und belegte damit nach dem Halbfinale Rang zwölf. Schnellster war bislang der Schweizer Noè Ponti (51,24).

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Umkämpfte WM-Qualifikation beginnt in Stockholm: Großes Finale bei der Schwimm-DM in Berlin

Spätestens im Frühjahr sind schnelle Zeiten gefragt, das ist beim Schwimmen auch in einer nacholympischen Saison so. Ab dieser Woche wird hierzulande nämlich um die Tickets für die Weltmeisterschaften in Singapur (13. Juli – 03. August) gekämpft. Qualifizieren können sich die Aktiven des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) zwischen 07. April und 04. Mai mit Normzeiterfüllungen bei allen vom Weltverband World Aquatics anerkannten Wettkämpfen. Den abschließenden Höhepunkt der WM-Qualifikation bilden dann die Deutschen Meisterschaften in Berlin (01. – 04. Mai).

>> Jetzt DM-Ticket sichern

Die Titelkämpfe im schnellen Becken der Berliner SSE werden zur ultimativen Leistungsschau des hiesigen Schwimmsports, denn auch die Nominierungen für sämtliche internationale Saisonhöhepunkte im Nachwuchsbereich erfolgen direkt hiernach. „Die von uns in den Nominierungsrichtlinien vorgegebenen Normzeiten sind zweifellos anspruchsvoll. Wir haben dabei extra einen längeren Zeitraum zugestanden, damit die Aktiven mehr als nur einen Schuss zur Erfüllung haben. Wir hoffen natürlich wieder auf ein sehr schlagkräftiges WM-Team“, erklärte Christian Hansmann, DSV-Vorstand für den Leistungssportbereich.

>> Die DSV-Nominierungsrichtlinien 2025 mit allen Normzeiten

Fest gesetzt für die WM im Sommer wurden vom DSV vorab lediglich die vier Aktiven mit Top-vier-Platzierung bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris (FRA). Also Lukas Märtens (SC Magdeburg/Olympiasieger über 400m Freistil), Isabel Gose (SC Magdeburg/Olympiadritte über 1500m Freistil), Angelina Köhler (SG Neukölln/Olympiavierte über 100m Schmetterling) und Melvin Imoudu (Potsdamer SV/Olympiavierter über 100m Brust). In allen anderen Einzeldisziplinen sind noch beide der maximal zwei WM-Startplätze zu vergeben.

Brutaler Konkurrenzkampf auf den Langstrecken 

„Natürlich möchte ich mir spätestens in Berlin noch weitere WM-Starts sichern“, kündigte Olympiasieger Märtens an. Im Visier hat er dabei die 100m und 200m Freistil (jeweils auch für mögliche Staffeln) sowie die 200m Rücken, was für Singapur ein ähnliches Rennprogramm wie in Paris ergeben würde. Am kommenden Wochenende will sich der 23-Jährige vom SC Magdeburg bei den Stockholm Swim Open (12. – 15. April) aber auch über 800m Freistil ausprobieren. Um dabei zu testen, wie gut es nach seiner längeren Pause im Herbst inklusive zweier Nasen-Operationen um die Ausdauer steht. Mit den anderen Stars aus der Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn reist Märtens am Donnerstag direkt nach einem dreiwöchigen Höhentraining in Spanien nach Schweden.

Startlisten und Ergebnisse der Stockholm Swim Open

Schon dort dürfte sich wieder zeigen, dass der Konkurrenzdruck auf den Langstrecken bei den Männern besonders hoch ist. Denn Deutschland beheimatet mit Florian Wellbrock (SC Magdeburg), Oliver Klemet (SG Frankfurt) und Sven Schwarz (Waspo 98 Hannover) weiterhin eine Vielzahl an Weltklasseathleten in diesem Bereich. „Ich gehe stark davon aus, dass es auf den Langstrecken wieder heftig zur Sache geht. Es ist kein Platz für Fehler und alles muss passen. Wie bei einer WM ist da wenig Raum für Taktiererei. Die Normzeit ist bei uns Langstrecklern jedenfalls Nebensache, es braucht auch die richtige Platzierung“, betonte Schwarz, der Olympiafünfte über 800m Freistil.

Doppelstart für Wellbrock und Klemet möglich 

Wie Märtens haben auch Wellbrock und Klemet ein WM-Ticket schon sicher, beide sind bereits für das Freiwasserschwimmen in Singapur qualifiziert. „Ein Doppelstart ist aber erneut mein Ziel“, so Klemet. Zur Erinnerung: Der Olympiazweite über 10km hatte in Paris zuvor bei Märtens‘ 400m-Goldrennen ebenfalls im Finale gestanden und war dort Siebter geworden.

Angelina Köhler wurde 2024 erst Weltmeisterin und dann Olympiavierte über 100m Schmetterling. Nun möchte sie sich und der Welt beweisen, dass dies kein Zufall war. Der Formaufbau gilt den Deutschen Meisterschaften, auch wenn sie zuvor noch in Stockholm und bei den Berlin Swim Open (24. – 27. April) startet. „Ich bin seit 2021 bei diesen Titelkämpfen ungeschlagen, und das will ich auch bleiben“, sagte Köhler, die gemeinsam mit Lukas Märtens und Isabel Gose von den Werbeplakaten der Schwimm-DM grüßt. Langristig sei ihr großes Ziel, die 100m Schmetterling unter 56 Sekunden zu schwimmen. Ihr deutscher Rekord liegt seit dem WM-Triumph bei 56,11.

"Ich habe viele neue Sachen probiert und viel an meiner Technik gefeilt. Dadurch habe ich nun auch wieder richtig Lust, Wettkämpfe zu schwimmen.“

Mit besonders abwechslungsreichem Training, zum Beispiel wöchentliches Bouldern in einer Kletterhalle, hat Coach Lasse Frank seine Athletin in der nacholympischen Saison wieder in Schwung gebracht. „Ich habe in dieser Saison nicht weniger trainiert, sondern einfach anders. Ich habe viele neue Sachen probiert und viel an meiner Technik gefeilt“, berichtete Köhler denn auch. „Das macht mir richtig Spaß. Und dadurch habe ich nun auch wieder richtig Lust, Wettkämpfe zu schwimmen.“

Nina Holt strebt diesmal einen Einzelstart an 

Ähnlich äußerte sich auch Nina Holt. Die mittlerweile zum SC Magdeburg gewechselte Freistilsprinterin war bei Olympia in Paris als Staffelschwimmerin dabei, in diesem Jahr will sie einen weiteren Schritt nach vorn machen. Die WM-Norm liegt mit 54,20 Sekunden zwei Hundertstel unter ihrer Bestzeit, aber das zu schaffen sei nach den Trainingseindrücken machbar. „Ich habe gut weitergearbeitet und möchte mir über die 100m Freistil nun auch mal einen WM-Einzelstart erkämpfen. Und ich habe die Hoffnung, dass auch die kurze Freistilstaffel in Singapur endlich wieder dabei ist“, sagte Holt. Klingt ganz danach, als dürften sich die Schwimmfans in Deutschland auf ein unterhaltsames Frühjahr freuen.

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Florian Wellbrock gewinnt Weltcup-Auftakt in Ägypten und bucht WM-Ticket

Das neue Jahr begann beim Freiwasserschwimmen so, wie das vorherige endete: mit einem Weltcupsieg von Florian Wellbrock. Das Auftaktrennen 2025 über 10km in Soma Bay (EGY) gewann der 27-Jährige vom SC Magdeburg am Freitag in beeindruckend überlegener Manier. Nach 2:01:33,6 Stunden schlug der Olympiasieger von 2021 deutlich vor Logan Fontaine (FRA/2:01:44,1) und Weltcup-Titelverteidiger Marc-Antoine Olivier (FRA/2:01:44,4) an.

>> Alle Zeiten und Platzierungen des Weltcup-Auftakts

Damit sicherte sich Wellbrock zugleich auch das Ticket für die Weltmeisterschaften in Singapur (SGP/11. Juli – 03. August, die Freiwasserrennen sind vom 15. – 20. Juli), denn wie andere Nationen nutzte der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) den ersten Weltcup des Jahres dafür als Qualifikationsrennen. Nach Olympiasilber in Paris (FRA) für die WM 2025 fest gesetzt worden war vorab Oliver Klemet (SG Frankfurt), der 22-Jährige war auf Rang 21 (2:02:25,8) in Soma Bay am Freitag zweitbester Deutscher. Jonas Kusche (SC Chemnitz) belegte zudem Rang 38 (2:04:31,4), Moritz Bockes (SG Stadtwerke München) Rang 40 (2:04:59,5), Noah Lerch (SSG Günzburg-Leipheim) kam auf Rang 41 (2:04:59,6). Niklas Frach (SG Frankfurt) brach das Rennen vorzeitig ab.

Die ägyptische Halbinsel Soma Bay gilt im Schwimmsport als perfekter Ort, um im Winter bei Sonnenschein trainieren zu können. Auch die DSV-Nationalmannschaft Beckenschwimmen hatte hier im Januar deswegen ein Trainingscamp absolviert. Die Freiwasserelite traf wie erwartet auf angenehme 21,5 Grad Wassertemperatur im Roten Meer, allerdings sorgte starker Wind mit bis zu 50km/h schnellen Böen für insgesamt schwierige Bedingungen.

Gelassenheit als Schlüssel zum Erfolg für Wellbrock

Nur Wellbrock schienen Wind und Wellen nichts anhaben zu können. Wie so oft setzte er sich bald an die Spitze des 69 Mann starken Feldes und diktierte an der Spitze das Tempo nach Belieben. Attacken einzelner Rivalen fing Wellbrock nach kurzer Zeit stets wieder ein. Und auf dem letzten Kilometer kraulte er dann einfach allen auf und davon, niemand konnte ihm da mehr folgen. „Das WM-Ticket war diesmal eher mein Ziel als eine Podiumsplatzierung. Um so schöner ist das Ergebnis nun für mich“, sagte Wellbrock im Ziel. „In Runde fünf haben die Franzosen richtig Druck gemacht, da war ich kurzzeitig nur auf Rang sechs oder sieben. Aber das haben sie später dann bitter bereut bei diesen Bedingungen. Es war auf jeden Fall clever, da die Ruhe zu bewahren und dann alles in die letzte Runde zu packen.“

Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten war also der Schlüssel zum Sieg. Und nicht nur das. Wellbrock hatte zuletzt sogar das Trainingslager in Südafrika ausgelassen, stattdessen Frau Sarah und seine Eltern in den Winterurlaub begleitet. „Ich bin sehr ruhig in die Saison gestartet, habe viel mit meiner neuen Mentaltrainerin gearbeitet. Nun zeigt sich, dass der Ansatz mit mehr Ruhe und Gelassenheit besser funktioniert. Denn es war ja nie so, dass ich plötzlich nicht mehr Schwimmen kann. Ich habe es in Paris halt nur nicht ins Wasser gebracht.“

Oliver Klemet war dagegen nicht zufrieden mit seiner Leistung beim Weltcupauftakt. „Ich war am Anfang zu weit hinten, da gab es sehr viel Körperkontakt, nicht nur an den Bojen. Dann habe ich mich zwar nach vorn gearbeitet und lag in der vierten Runde sogar kurz mal an der Spitze. Aber am Ende haben dann einfach Energie und Kraftausdauer gefehlt bei diesen schwierigen Bedingungen“, sagte der Silbermedaillengewinner von Paris. Olympiasieger Kristóf Rasovszky (HUN) war in Ägypten nicht am Start.

Isabel Gose wird Weltcup-Vierte bei ihrer Freiwasser-Premiere

Im Pool gehört Isabel Gose längst zu erfolgreichsten Schwimmerinnen der Welt, am Freitag gelang der 22-Jährigen vom SC Magdeburg eine beeindruckende Premiere im Freiwasser. Beim Weltcup-Auftakt in Soma Bay wurde Gose in 2:08:35,9 Stunden auf Anhieb Vierte in ihrem allerersten 10km-Rennen überhaupt.

Die Olympiadritte von Paris über 1500m Freistil gewann dabei den Spurt der Verfolgerfeldes, nachdem sich nach vier von sechs Runden eine dreiköpfige Spitzengruppe abgesetzt hatte. Die wie der bei den Männern erfolgreiche Florian Wellbrock ebenfalls in Magdeburg trainierende Moesha Johnson (AUS/2:06:34,6) sicherte sich darin den Tagessieg vor Ginevra Tadeucci (ITA/2:06:37,6) und Chelsea Gubecka (AUS/2:06:51,0).

WM-Ticket auch für Jeannette Spiwoks

Aus der Mannschaft des DSV schafften es Jeannette Spiwoks (SG Essen) als Sechste (2:08:37,7) und Lea Boy (SV Würzburg 05) als Achte (2:08:43,4) ebenfalls in die Top Ten. Celine Rieder (Sport-Union Neckarsulm) belegte zudem Rang 18 (2:09:09,1). Laut DSV-Nominierungsrichtlinien haben sich Gose und Spiwoks damit die WM-Tickets für den kommenden Sommer erkämpft.

„Letztlich ist es auch nur Schwimmen, die Geschwindigkeit war gut machbar. Aber ich war ganz schön genervt zwischendurch. Denn da wird kräftig ausgeteilt. Man hatte mir das vorher zwar alles so erzählt, aber so richtig geglaubt hatte ich es nicht. Jetzt habe ich es am eigenen Leib erfahren, schön ist was anderes“, erzählte Gose hinterher. Die Olympiadritte und Kurzbahn-Weltmeisterin über 1500m Freistil hatte sich meist relativ weit vorn im Feld platziert. „Bei ein, zwei Bojen habe ich dann aber harte Schläge abbekommen und bin zurückgefallen beim Versuch, dem aus dem Weg zu gehen. Dadurch habe ich dann auch zu spät gesehen, dass vorn schon drei dann zu weit weg waren.“

Auch Bundestrainer Bernd Berkhahn lobte: „Das hat Isabel trotz der schwierigen Bedingungen alles sehr souverän gemeistert. So, als ob schon seit Jahren dabei wäre.“ An ihren Plänen ändern will Gose trotz der Topplatzierung in Ägypten aber erst einmal nichts, das Beckenschwimmen soll auch künftig ihre Heimat bleiben. „Im Freiwasser liegt mein Fokus vor allem auf der Staffel“, so Gose. Am Samstag (11:00 Uhr, live bei Eurovisionsport) steht in Soma Bay bereits ihre nächste Premiere an.

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Korbacher Straße 93
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Fax: +49 561 94083-15
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