Die DSV-Wasserballerinnen sammeln beim Weltcup wertvolle Erfahrungen

© ASA Malta / Chareace Camilleri / World Aquatics
- 22.04.2026
Deutschlands Wasserballerinnen sind derzeit beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta im Einsatz. Und Karsten Seehafer als Head Coach der Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) hatte schon im Vorfeld angesichts der schwierigen Auslosung vor allem den Lernprozess betont, den seine Mannschaft bei diesem Turnier durchlaufen soll, um in den Spielen gegen einige der Top-Nationen weiter zu wachsen.
Am Mittwoch ging es für das DSV-Team im zweiten Vorrundenspiel gegen Russland, das beim Weltcup erstmals wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne dabei ist. Die zweimaligen Olympia-Bronzemedaillengewinnerinnen gehören für Seehafer zu den sechs oder sieben besten Nationen der Welt, auch wenn sie aufgrund ihrer mehrjährigen internationalen Abwesenheit aufgrund der Suspendierung infolge des Ukraine-Kriegs in der Setzliste nur als vorletztes Team geführt werden.
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Dass Russland in Wirklichkeit deutlich stärker einzuschätzen ist, war am Mittwoch offensichtlich. Russland dominierte die Partie und führte im ersten Viertel schnell mit 6:1. Seehafer nahm daher schon früh eine Auszeit, die auch direkt Wirkung zeigte: Deutschland konnte zwischenzeitig auf 6:3 herankommen und kassierte bis zum Ende des Abschnitts nur noch einen weiteren Treffer.
Das DSV-Team hatte deutlich weniger Würfe, in Überzahl dafür eine starke Quote. Allerdings erlaubte man sich gegen die starke russische Verteidigung zu viele Ballverluste. Trotz mehrerer guter Paraden von Torhüterin Darja Heinbichner (SV Blau-Weiß Bochum) vergrößerte sich der Rückstand so bis zur Halbzeit auf 3:13.
Nach der Pause kam die junge Maria Sekulic (SSV Esslingen) zu ihrem Einsatz im deutschen Tor. Die Russinnen drückte derweil weiter aufs Gas. 21:4 führten sie nach dem dritten Viertel, der Endstand der Partie lautete schließlich 26:4. Elena Ludwig (Wasserfreunde Spandau 04) war mit zwei Treffern die beste deutsche Torschützin. „Da war nichts zu holen, da fehlt in erster Linie auch die Physis, um gegen so einen Gegner mithalten zu können. Wer weiß, wofür es gut ist. Auf alle Fälle benötigen wir Spiele auf diesem Niveau“, so das Fazit von Trainer Seehafer. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das DSV-Team am Donnerstag (13:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) auf Asien-Meister China.














