DSV-Wasserballer belohnen sich beim Weltcup für eine starke Aufholjagd

© ASA Malta/Allezea Galea/ World Aquatics

Die deutschen Wasserballer haben sich beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta dank eines starken Comebacks im Schlussabschnitt den Sieg gegen Australien gesichert und damit den Einzug ins Halbfinale. Nach drei Vierteln lag das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) noch mit 9:10 zurück, drehte in den letzten acht Minuten dann aber mächtig auf und entschied die Partie gegen den Olympia-Achten von 2024 noch mit 14:11 für sich.

In der Vorschlussrunde trifft die DSV-Auswahl nun am Sonntag (18:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) auf Georgien, das sich im Viertelfinale mit 20:9 gegen die Ukraine durchsetzte. Im Duell mit dem Zehntplatzierten der diesjährigen Europameisterschaften geht es für Deutschland dann bereits um das Ticket für das Weltcupfinale vom 22. – 26. Juli in Sydney (AUS) mit den Top-Nationen aus Division 1.

 

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„Es war wirklich ein intensives Spiel. Australien hat über weite Strecken sehr physisch gespielt und uns immer wieder unter Druck gesetzt. Im letzten Viertel haben wir dann aber die nötige Ruhe bewahrt, unsere Verteidigung stabilisiert und im Angriff die richtigen Entscheidungen getroffen – das war der Schlüssel für das Comeback“, sagte Bundestrainer Aleksandar Radovic.

 

Kein Dach, kein Problem: Auch im Freibad läuft es bei den deutschen Wasserballern

 

Für die Partie gegen Australien wartete auf das DSV-Team eine besondere Herausforderung. Schließlich musste man für diese Begegnung erstmals ins Freibad des Tal-Qroqq Sports Complex in Gzira umziehen, nachdem die ersten drei Spiele des Turniers jeweils in der Halle absolviert wurden. Die Umstellung gelang jedoch schnell: Deutschland hielt gegen die in der Weltrangliste sieben Plätze besser platzierten „Sharks“ aus Down Under von Anfang an gut mit.

3:3 hieß es nach dem ersten Viertel – dreimal hatten die Australier vorgelegt, jedes Mal konnten die Deutschen egalisieren. Im zweiten Viertel lief es andersherum: Das DSV-Team traf zuerst, der Gegner glich umgehend aus – und erarbeitete sich kurz vor der Halbzeit sogar wieder einen kleinen Vorteil. Mit 7:8 ging es in die Pause. Australien hatte zwar mehr Schüsse und spielte auch häufiger in Überzahl, Deutschland aber hatte die bessere Trefferquote und zwischen den Pfosten einen blendend aufgelegten Felix Benke (Waspo 98 Hannover).

 

Im dritten Viertel startet die Aufholjagd

 

Zu Beginn des dritten Viertels ließen die Deutschen zunächst mehrere Chancen zum Ausgleich ungenutzt. Australien dagegen traf gleich doppelt und lag auf einmal drei Tore vorne. Bis zum Ende des Abschnitts konnte die DSV-Auswahl aber wieder auf 9:10 verkürzen.

Damit war das Comeback eingeleitet. Im Schlussabschnitt traf Elias Metten (ASC Duisburg) zum Ausgleich, Denis Strelezkij (Waspo 98 Hannover) brachte Deutschland anschließend erstmals seit dem zweiten Viertel wieder in Führung. Er war mit sechs Treffern der beste DSV-Torschütze an diesem Nachmittag, gefolgt von Elias Metten mit drei Treffern. Australien schlug zwar noch einmal zurück, durch zwei Treffer in Überzahl jeweils durch Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) übernahm Deutschland kurz vor Schluss aber endgültig das Kommando. Strelezkij besorgte mit einem Strafwurf knapp zwei Minuten vor dem Ende den Endstand.

Bundestrainer Radovic blickt anschließend schon einmal voraus auf das Spiel am Sonntag. „Gegen Georgien wird es wieder eine ganz andere Herausforderung. Sie sind sehr kompakt, spielen diszipliniert und haben einige gefährliche Einzelspieler. Wenn wir unser Spiel durchziehen, vor allem defensiv konsequent bleiben und unsere Chancen vorne nutzen, sehe ich gute Möglichkeiten für uns. Es wird aber definitiv ein enges Spiel.“

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