DSV-Wasserballer stehen beim Weltcup im Viertelfinale

© Jo Kleindl
- 10.04.2026
Beim Weltcupturnier der Division 2 auf Malta stehen die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) im Viertelfinale. Das DSV-Team gewann im Achtelfinale am Freitagabend gegen den letztjährigen WM-Teilnehmer China mit 14:8.
Deutschland erwischte den besseren Start, lag zunächst 2:0 vorne. Mitte des ersten Viertels kamen aber auch die Chinesen besser ins Spiel, die in der Weltrangliste als 16. drei Plätze vor dem DSV-Team rangieren, und drehten die Partie bis zum Ablauf des Abschnitts (2:3). Das zweite Viertel war dann allerdings ein ganz starkes der deutschen Auswahl. Sechs Tore erzielte Deutschland in diesem Abschnitt, China kein einziges – Elias Metten (ASC Duisburg) sorgte zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für die Fünf-Tore-Führung (8:3). Mit vier Treffern war er auch insgesamt bester Torschütze beim DSV-Team, gefolgt von Yannek Chiru (Wasserfreunde Spandau 04) mit vier Toren.
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„Die Jungs waren wirklich sehr motiviert, was uns in der ersten Viertel teilweise sogar ein wenig blockiert hat. Trotzdem hatten wir insgesamt ein gutes Tempo und haben in der Defensive als Team sehr engagiert gespielt. Besonders im zweiten Viertel konnten wir dann unseren Rhythmus finden und das Spiel in unsere Richtung lenken“, sagte Bundestrainer Aleksandar Radovic.
Von diesem Vorsprung zehrte seine Mannschaft auch nach Wiederanpfiff, auch wenn China zunächst leicht verkürzen konnte. Till Hofmann (Wasserfreunde Spandau 04) stellte aber den alten Abstand wieder her, Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) legte per Strafwurf nach. Nach weiteren Treffern auf beiden Seiten ging es mit einem komfortablen Vorsprung von 10:5 in die letzte Pause. Auch das letzte Viertel entschieden die Deutschen noch einmal für sich, die am Ende des Spiels mehr Schüsse (37:30) als China und deutlich weniger Ballverluste vorweisen konnten.
Im Viertelfinale warten Australien und eine besondere Herausforderung
Gegner im Viertelfinale ist am Samstag Australien (16:30 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast). Der Olympia-Achte von 2024 setzte sich mit 18:9 gegen die Slowakei durch und ist als Zwölfter der Weltrangliste auf der deutschen Seite des Turnierbaums das höchstplatzierte Team. Als Gastgeber sind die Australier für das Weltcupfinale vom 22. – 26. Juli gesetzt, wovon Deutschland zu diesem Turnierzeitpunkt allerdings nicht profitiert. Auf sportlichem Weg lösen nur die beiden Finalisten das Ticket für die Endrunde in Sydney und treffen dann auf die besten Teams aus der Top-Division.
Für die Partie gegen Australien müssen Deutschlands Wasserballer nun ins Freibad umziehen. Nachdem die ersten drei Spiele jeweils in der Halle des Cottonera Sports Complex absolviert wurden, ist das Viertelfinale im Tal-Qroqq Sports Complex in Gzira unter freiem Himmel angesetzt. „Der Wechsel vom Hallenbad ins Freibad ist für die Spieler schwierig“, erklärte Bundestrainer Radovic. „Es ist ein völlig anderes Gefühl und deutlich anspruchsvoller, wenn man vom Hallenbad ins Freibad wechselt.“ Gegner Australien spielte beim laufenden Turnier bislang je zweimal drinnen und draußen.









