Emotionaler Ort und spezieller Modus beim Weltcupfinale im Wasserspringen

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- 29.04.2026
Dass das Weltcupfinale im Wasserspringen in China stattfindet, in der Wassersprung-Nation schlechthin, macht den Wettkampf vom 01. – 03. Mai allein schon besonders. „Das ist immer ein großes Ding. Wasserspringen ist hier Volkssport, das merkt man dann schon“, berichtet Chef-Bundestrainer Christoph Bohm. Dass die Wettbewerbe in Peking zudem in der Olympiahalle von 2008 ausgetragen werden, sorgt bei ihm noch zusätzlich für Ansporn. „Das erweckt natürlich Erinnerungen an die Silbermedaille von Sascha Klein und Patrick Hausding im Turm-Synchronspringen“, so Bohm. Und fügt noch hinzu: „Die Halle ist richtig cool. Wir freuen uns sehr, beim Weltcupfinale dabei zu sein.“
Im Einzel gibt es in der ersten Runde ein K.o.-System
Außergewöhnlich ist das Super Final auch wegen des besonderen Modus in den Einzeldisziplinen, der im vergangenen Jahr erstmals eingeführt wurde und den es in dieser Form nur beim Weltcupfinale gibt. In einer ersten Phase (Head-to-Head) treten die Athlet*innen dabei in insgesamt sechs Duellen gegeneinander an – jeweils der/die Bestplatzierte der Qualifikation gegen den/die Zwölfte*n, die Nummer zwei gegen die Nummer elf, und so weiter. Wer in drei Durchgängen mehr Punkte holt, ist eine Runde weiter.
>> Zum Zeitplan des Weltcupfinals
Für das Halbfinale werden die sechs verbliebenen Aktiven in zwei Dreiergruppen aufgeteilt, die Punkte aus der ersten Runde werden übernommen. Die Teilnehmer*innen führen dann die restlichen Sprünge aus ihrer Serie durch (noch drei bei den Männern, zwei bei den Frauen), anschließend scheidet der/die Schwächste jeder Gruppe aus. Die besten Vier bestreiten das Finale. Sie starten dort wieder bei Null und zeigen noch einmal ihre komplette Serie (sechs bzw. fünf Versuche).
Vier DSV-Springer*innen beim Weltcupfinale am Start
Vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) sind in den Einzeldisziplinen zwei Aktive vertreten. Lou Massenberg (SV Halle) startet vom 3m-Brett und bekommt es im K.o.-Duell zunächst mit Luis Felipe Uribe (COL) zu tun. Der Kolumbianer war Ende Februar beim ersten Weltcup der Saison in Montréal (CAN) Dritter geworden, Massenberg hatte dort Platz sieben belegt. Es war auch das bislang einzige Weltcup-Event in diesem Frühjahr: Die geplante zweite Station in Mexiko musste abgesagt werden, weil dort nach dem Tod eines Drogenbosses schwere Unruhen ausgebrochen waren. Beim Turmspringen trifft Vize-Weltmeisterin Pauline Pfeif (Berliner TSC) auf die Kanadierin Katelyn Fung.
Beide Deutschen sind auch in den Synchronwettbewerben dabei. Pfeif springt im Turm-Synchronspringen mit Vereinskollegin Elena Wassen, Massenberg im 3m-Synchronwettbewerb zusammen mit Jonathan Schauer, ebenfalls aus Halle. „Wir wollen wie schon beim Weltcup in Montréal wieder in beiden Disziplinen unter die Top sechs kommen“, sagt Bundestrainer Bohm. Alle Wettkämpfe werden im kostenfreien Livestream bei Eurovisonsport übertragen.
















