Rekordflut und ein besonderes Jubiläum bei der DM „Lange Strecken“ der Masters

Mehr als 650 Athlet*innen traten bei den Deutschen Meisterschaften der Masters in Stuttgart an, um die Besten in den Langstrecken-Wettbewerben zu ermitteln. Neben den Titelentscheidungen sorgten auch mehrere neue Rekorde für sportliche Höhepunkte bei diesen Meisterschaften. Insgesamt wurden 13 deutsche und ein Europarekord aufgestellt.

Markus Reinhardt, Klaus-Peter Katthöfer, Gert Keitmann und Volker Rumpel beendeten die 4x200m-Freistilstaffel in 10:58,82 Minuten. Die Schwimmer von der SG Dortmund freuten sich umso mehr, als über die Lautsprecher verkündet wurde, dass diese Zeit nicht nur neuen deutschen, sondern auch Europarekord bedeutete.

Über 1500m Freistil war die Rekordliste in der AK90 bislang leer. Dies änderte Helga Reich vom SC Wiking Herne. Nach 37:43,15 Minuten beendete sie im Stuttgart ihr Rennen. Erst kürzlich feierte sie ihren 90. Geburtstag und noch bis heute trainiert die Jubilarin vier Mal pro Woche. Sie ist damit der beste Beweis: Schwimmen hält fit und gesund.

 

Alle Rekorde bei der DMM Lange Strecken 2026:

Strecke

Name

AK

Verein

Zeit

Rekord

1500m Freistil

Helga Reich

90

SC Wiking Herne

37:43,15

DMR

1500m Freistil

Maren Spietzack

35

SG Heddesheim

17:55,68

DMR

200m Rücken

Verena Haselhoff

60

SSV Meschede

2:50,20

DMR

200m Rücken

Nina Runge

50

SG TSG HB10 Bremen

2:41,87

DMR

400m Lagen

Gabriele Brkowski

65

SV Hagen

6:41,11

DMR

200m Schmetterling

Jens Keil

60

SG Bayer

2:43,57

DMR

200m Schmetterling

Frank Gruner

55

SCW Eschborn

2:30,73

DMR

4x 200m Freistil

Marco Laborius, Jorge Zips, Enno Bublitz, Ralf Pfefferkorn

120+

SSG Braunschweig

8:15,44

DMR

4x 200m Freistil

Markus Reinhardt, Klaus-Peter Katthöfer, Gerd Keitmann, Volker Rumpel

280+

SG Dortmund

10:58,82

EMR

400m Freistil

Helga Reich

90

SC Wiking Herne

9:34,15

DMR

400m Freistil

Petra Rosenkranz

65

Post SV Leipzig

5:39,93

DMR

200m Brust

Jeanette Seitz

50

SSV Ulm 1846

3:02,68

DMR

200m Brust

Matthias Bendel

30

TG Biberbach

2:19,87

DMR

 

Petra Rosenkranz ist auch 50 Jahre nach ihren Olympiasiegen noch topfit

 

Anlässlich ihres Olympia-Jubiläums ging Petra Rosenkranz vom Post SV Leipzig über 800m und 400m Freistil an den Start. Vor 50 Jahren hatte sie – damals noch unter ihrem Mädchennamen Thümer – bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal (CAN) Geschichte geschrieben und sich über beide Strecken die Goldmedaille gesichert. Bis heute ist sie dem Schwimmsport treu geblieben: Mit regelmäßigem Training bei den Masters des SC Chemnitz hält sich Petra fit. Vor allem der starke Zusammenhalt innerhalb der Trainingsgruppen motiviert sie, weiterhin aktiv zu bleiben. Ein besonderes Highlight war die Rückkehr nach Montreal anlässlich der Masters-Weltmeisterschaften 1994. In Stuttgart holte Petra nun über beide Strecken Gold. Über die 400m-Distanz stellte sie zudem einen neuen deutschen Rekord in der AK60 auf.

Nach langer Wettkampfpause bei den Deutschen Mastersmeisterschaften war Maike Zeterberg wieder im Wasser zu sehen. Maike musste sehr lange krankheitsbedingt pausieren. Der Gedanke, irgendwann wieder im Wasser und in der Masters-Gemeinschaft unterwegs zu sein, hat ihr dabei geholfen, durchzuhalten. Zwischenzeitlich trainiert Maike wieder ein- bis zweimal die Woche. In Stuttgart wurde sie mit Gold über 1500m und 400m Freistil sowie Silber über 200m Rücken belohnt.

 

Großer Dank an das Organisationsteam

 

Dank des hohen Engagements und der sorgfältigen Organisation des Ausrichterteams konnten die Deutschen Meisterschaften unter hervorragenden Bedingungen und mit einem reibungslosen Wettkampfablauf durchgeführt werden. Zum Organisationsteam gehörten: Jürgen Kettinger als Abteilungsleiter Schwimmen SV Cannstatt, Fachwartin Stefanie Thalau, die den Infostand und die Akkreditierungen betreute, Jürgen Merz, der sich um die Meldungen kümmerte, sowie Christine Grimm, Silke Wiltnet und Sybille Fuchsloch, die das Catering organisierten. Ralf Schaaf und Roman Hubert komplettierten das Orga-Team.

Natürlich danken wir auch allen Helfer*innen und Kampfrichter*innen, die bei der Veranstaltung im Einsatz waren und zum Gelingen beigetragen haben. Spannende Wettkämpfe, starke Leistungen und ein reibungsloser Ablauf machten die Titelkämpfe in Stuttgart zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.

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