So funktioniert das neue Ranking für Europas Masters des Jahres

European Aquatics etabliert ein neues Format, um herausragende Leistungen im internationalen Masters-Schwimmen stärker in den Mittelpunkt zu rücken: das Ranking „European Master of the Year“. Dafür werden jährlich auf Basis von Welt- und Europarekorden sowie den Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften Top-Ten-Listen in den drei Wertungen Frauen, Männer und Vereine ermittelt.

 

Grundlage ist ein eigens ausgearbeitetes Punktesystem, das sowohl Wettkämpfe im Becken als auch im Freiwasser berücksichtigt. In der Einzelwertung bringt beispielsweise ein Weltrekord in einer Einzeldisziplin 50 Punkte, ein Staffelweltrekord 25 Punkte. Für WM- und EM-Medaillen im Einzel sowie im Freiwasser gibt es abgestuft 20, 15 und zehn Zähler; Staffelmedaillen werden für die Einzelwertung mit zwölf (Gold), neun (Silber) und sechs Punkten (Bronze) bewertet. Die Vereinswertung honoriert ausschließlich Staffelleistungen. Das Punktesystem im Überblick: 

 

European Master of the Year: Einzelwertung

 

Leistung

Rekord

Gold

Silber

Bronze

Masters-Weltrekord Einzel

50

     

Masters-Weltrekord Staffel

25

     

Masters-Europarekord Einzel

50

     

Masters-Europarekord Staffel

25

     

Masters-WM Einzel

 

20

15

10

Masters-WM Staffel

 

12

9

6

Masters-WM Freiwasser

 

20

15

10

Masters-EM Einzel

 

20

15

10

Masters-EM Staffel

 

12

9

6

Masters-EM Freiwasser

 

20

15

10

European Master of the Year: Vereinswertung

 

Leistung

Rekord

Gold

Silber

Bronze

Masters-Weltrekord Staffel

50

     

Masters-Europarekord Staffel

50

     

Masters-WM Staffel

 

20

15

10

Masters-EM Staffel

 

20

15

10

 

Deutschlands Masters dominierten in den Jahren 2023 bis 2025

 

Der Blick auf die bisherigen Jahrgänge zeigt: Deutschland schwimmt bei den Masters auf internationalem Spitzenniveau. 2025 sicherte sich Frank Gruner vom SCW Eschborn den Titel mit einem beeindruckenden Vorsprung von 1.916 Punkten auf den Zweitplatzierten. Gruner stellte sieben Weltrekorde und 16 Europarekorde auf und gewann vier Goldmedaillen sowie zwei Silbermedaillen in Einzelrennen, dazu eine Gold- und eine Silbermedaille in der Staffel.

2024 war sogar ein besonders starkes Jahr für den deutschen Masters-Sport. Bei den Frauen holte sich Susanne Reibel-Oberle vom SSV Lahr den Titel „European Master of the Year“ mit 735 Punkten. Sie stellte 13 Europarekorde auf und gewann bei den Weltmeisterschaften drei Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille. Den dritten Platz in der Frauenwertung sicherte sich Nicole Heidemann vom TV Meppen mit 460 Punkten – auf Basis von drei Welt- und drei Europarekorden sowie vier Gold- und vier Silbermedaillen bei der WM sowie weiteren zwei Gold-, einer Silber- und einer Bronzemedaille bei der EM.

In der Männerwertung 2024 setzte sich Stefano Razeto vom ST Erzgebirge mit drei Weltrekorden und sechs Europarekorden an die Spitze und wurde dafür ebenfalls zum „European Master of the Year“ gekürt.

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