Wie München mit seiner Doppel-EM 2026 den deutschen Schwimmnachwuchs beflügelt

Genau 40 Jahre, nachdem die Junior*innen-Europameisterschaften (JEM) im Schwimmen zuletzt in einer deutschen Stadt stattgefunden haben – damals 1986 in West-Berlin –, kehren die kontinentalen Nachwuchstitelkämpfe nach Deutschland zurück. Die Talentschau von Europas besten jungen Schwimmer*innen findet vom 07. – 12. Juli 2026 in München statt. Nachdem die Vollversammlung des Stadtrats vor dem Jahreswechsel grünes Licht gegeben hatte, wurden mittlerweile nun auch alle Verträge dazu rechtsgültig unterzeichnet.

 

Austragungsort der Titelkämpfe wird die traditionsreiche und mittlerweile umfassend sanierte Olympia-Schwimmhalle sein. Erbaut für die Olympischen Spiele 1972 und dort Bühne der Weltstars Mark Spitz (USA), Roland Matthes (DDR) oder Shane Gould (AUS). Bereits zuvor vom 30. Juni – 04. Juli richtet München außerdem die EM der Junior*innen im Synchronschwimmen aus. Das Schwimmsportfestival für den Nachwuchs findet damit erstmals in einem kombinierten Format an einem Ort statt. Es ist überhaupt das erste Mal, dass eine Nachwuchs-EM im Synchronschwimmen hierzulande stattfindet.

 

München schärft das Profil als Sportstadt

 

Der DSV-Vorstandsvorsitzende Jan Pommer sagte: „2026 wird Deutschland mit München zum Zentrum des europäischen Schwimmsports. Die Vergabe von gleich zwei Junior*innen-Europameisterschaften ist ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung und gibt unseren Talenten weiteren Rückenwind auf dem Weg zu Olympia. Zugleich unterstreicht die Doppel-Vergabe die Bedeutung unseres Landes für die Entwicklung des Spitzensports in Europa und darüber hinaus. Der Stadt München bietet sich dabei die großartige Gelegenheit, ihr Profil als lebendige Sportstadt zu schärfen. Die JEM ist für uns eine große Chance, möglichst viele junge Münchner*innen für den Schwimmsport zu begeistern.“

 

Das Event gilt als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der jungen Talente und als Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 und 2032. Bei den letztjährigen Europameisterschaften der Junior*innen in Samorin (SVK) hatte der DSV beim Schwimmen gleich zehn Podestplätze erreicht. Deutschland gelang damit als einer von nur vier Nationen eine zweistellige Medaillenausbeute. „Natürlich streben wir an, den Heimvorteil in diesem Jahr erfolgreich zu nutzen. Münchens olympisches Flair wird so manche Karriere sicherlich erst so richtig beflügeln“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Carsten Gooßes.

 

Der Ticketverkauf startet dann im März

 

Auch das Synchronschwimmen befindet sich in Deutschland derzeit stark im Aufschwung, großen Anteil daran hat gerade auch der Standort München mit seiner starken Nachwuchsarbeit. „Das Synchronschwimmen hat hierzulande in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Wir glauben, dass die Austragung der JEM diese weiter befördern kann und unseren Nachwuchs zusätzlich motivieren wird“, sagte Bundestrainerin Stephanie Marx.

 

Die JEM-Qualifikation im Schwimmen wird gemäß der DSV-Nominierungsrichtlinie bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) und am Wochenende zuvor möglich sein. Der Ticketverkauf für die JEM soll aber schon im März beginnen. Aufgrund der großen Anzahl von Teilnehmenden aus 45 Ländern werden pro Tag wohl jeweils rund 1.500 Tribünentickets zur Auswahl stehen.

 

„Wir freuen uns darauf, junge Athlet*innen aus ganz Europa in der sanierten Olympia-Schwimmhalle willkommen zu heißen – und gleichzeitig neue Impulse für den Schwimmsport in München zu setzen. Dieses Ereignis wird weit über die Wettkampftage hinaus wirken“, betonte Münchens zuständige Bürgermeisterin Verena Dietl.

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