WM-Auftakt im Wasserspringen: Deutschland belegt Platz acht im Team-Event

- 26.07.2025
Die deutschen Wasserspringer*innen haben zum Auftakt der Sprungwettbewerbe bei der WM in Singapur Rang acht im Team-Event erreicht. Jette Müller (WSC Rostock), Moritz Wesemann (SV Halle), Pauline Pfeif (Berliner TSC) und WM-Debütant Ole Rösler (WSC Rostock) kamen am Samstag nach insgesamt sechs Sprüngen auf 360,85 Punkte. Gold sicherte sich im OCBC Aquatic Centre erwartungsgemäß das Quartett aus China mit Chen Yiwen, Chen Yuxi, Cheng Zilong und Cao Yuan (466,25) vor Mexiko (426,30) und Japan (409,65).
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„Wir haben alle unser Bestes gegeben. Auch wenn es nicht ganz das Ergebnis geworden ist, das wir uns erhofft hatten“, meinte Pauline Pfeif. Auch Moritz Wesemann ordnete das Resultat in dem für seinen oft etwas verrückten Verlauf bekannten Team-Event entsprechend ein: „Man hätte bis zum Ende nicht wissen können, was passieren kann. Man hat bei dem einen Australier gesehen, dass er aus Versehen falsch gesprungen hat; man hat sonst sehr stabilen Springern aus der Ukraine gesehen, dass da Fehler passieren. Das passiert einfach bei jeder Mannschaft, und das ist leider auch bei uns passiert“, sagte er. „Aber ich würde das gar nicht so negativ sehen, ehrlich gesagt. Jeder im Team hat etwas Positives gezeigt heute. Diese positiven Sachen nehmen wir mit in die nächsten Tage und greifen dann nochmal an. Wir sind bereit für die kommenden Wettkämpfe.“
Beim Team-Event starten pro Nation maximal vier Aktive, aber immer mindestens eine Frau und ein Mann. Nach dem seit 2023 geltenden Modus bestreiten zunächst je ein Mann und eine Frau die Sprünge vom 3m-Brett und das 3m-Mixed-Synchronspringen, anschließend geht es für die Einzelsprünge beider Geschlechter und das Turm-Mixed-Synchronspringen hoch auf die Plattform.
Deutschland hatte sich nach den beiden Einzeln vom 3m-Brett von Jette Müller und Moritz Wesemann zunächst auf Rang drei einsortiert, nach dem 3m-Synchronsprung der beiden lag man auf Platz fünf. Die Versuche vom Turm von Pauline Pfeif und Ole Rösler waren danach zwar in der Luft sauber ausgeführt, gerieten beim Eintauchen aber jeweils etwas zu spritzig, um damit noch ganz vorne angreifen zu können. Für Rösler war es am Samstag übrigens der erste WM-Auftritt überhaupt in der offenen Klasse. „Ich war einfach super nervös, weil man ja den ganzen Druck hat, für das Team gut performen zu wollen“, so der Rostocker.
Lena Hentschel springt vom 1m-Brett knapp am Finale vorbei
Das Finale vom 1m-Brett fand danach leider ohne deutsche Beteiligung statt. Lena Hentschel (Berliner TSC) hatte im Vorkampf mit 238,65 Punkten Platz 13 unter 52 Starterinnen belegt und damit das Weiterkommen um einen Platz knapp verpasst. Dass sie dabei gleich drei Finalistinnen des vergangenen Jahres und mit Maha Eissa (EGY) sogar die WM-Dritte von Doha (QAT) hinter sich lassen konnte, war zumindest ein kleiner Trost.
„Ich bin nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung, es gab zwei Sprünge mit denen ich ein bisschen gehadert habe“, meinte sie. Beim Rückwärtssalto ließ sie Punkte liegen; auch der Auerbach hatte eine schöne Höhe, spritzte beim Eintauchen aber etwas zu stark. Dabei ist gerade in dieser Disziplin, wo sehr viele Athletinnen die gleichen Sprünge zeigen, technische Perfektion gefragt, wie Hentschel erklärte: „Beim Ein-Meter-Brett geht es um die Eleganz, um Feinheiten, da zählen die halben Punkte. Alles ist so eng beieinander, dass man auch ganz schnell mal 13. werden kann.“ Nach zuvor den Plätzen 21 (2019) und 33 (2023) war es trotzdem das bislang beste WM-Ergebnis für die Berlinerin in dieser nicht-olympischen Disziplin.