Bochum schafft im ersten Finalspiel die Überraschung

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- 16.05.2026
1.792 Tage lang hatten die Wasserballerinnen der Wasserfreunde Spandau 04 auf nationaler Ebene kein Spiel mehr verloren, fast fünf Jahre also. Bis zu diesem Samstag. Nun ist diese imposante Serie ausgerechnet im ersten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gerissen. Dem SV Blau-Weiß Bochum gelang es als erstem deutschen Team seit fast fünf Jahren, die Spandauerinnen zu besiegen – 13:12 lautete der Endstand, Bochum ging damit in der Serie im Modus „Best of Three“ mit 1:0 in Führung. Spiel zwei sowie ein mögliches entscheidendes drittes Spiel finden am kommenden Wochenende in Berlin statt.
Zu Beginn wurde der Hauptstadtklub, der seit 2019 sämtliche nationalen Titel geholt hat, seiner Favoritinnenrolle zunächst gerecht. 3:0 und 5:1 führten die Spandauerinnen, ehe Bochum die Aufholjagd startete. Kurz vor der Halbzeit kam der Rekordchampion (zwölf Titel) durch Nationalspielerin Aylin Fry zum Ausgleich. Zwar legte Berlin noch einmal nach und ging somit mit einem Tor Vorsprung in die Pause, doch es war nun wieder alles offen.
Im dritten Viertel gingen die Gastgeberinnen dann sogar erstmals in Führung. Abermals kam Berlin zurück und lag Mitte des Schlussabschnitts wieder vorne. Das bessere Ende hatten jedoch die Bochumerinnen, bei denen Hannah Banks mit sieben Treffern die beste Torschützin war – allein die letzten vier Treffer der Blau-Weißen gingen allesamt auf ihr Konto. Zur Spielerin des Spiels wurde allerdings Bochums Torhüterin Darja Heinbichner ausgezeichnet, die mit zahlreichen Paraden glänzte. Beim Titelverteidiger war Ira Deike mit drei Treffern am erfolgreichsten. Ihre Mannschaft steht nach der ungewohnten Niederlage nun unter Druck. Spandau kann mit zwei Siegen im heimischen Becken aber immer noch die Titelverteidigung erreichen.










