Bundestag gibt grünes Licht für neues Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“

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Sicher schwimmen zu können, ist überlebenswichtig. Diese Fähigkeit schützt unsere Kinder im und am Wasser und schafft Zugang zu einer besonders gesunden Bewegungsform. Das Bundeskanzleramt stärkt deshalb gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) die Schwimmausbildung von Kindern. Der Haushaltshausschuss des Deutschen Bundestages hat nun grünes Licht für das neue Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“ gegeben. Von 2026 bis 2029 sind demnach insgesamt bis zu 20 Millionen Euro vorgesehen, mit denen unter anderem lokale Kooperationen unterstützt werden sollen, z.B. aus Schulen, Kitas und Schwimmvereinen.

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„Sicheres Schwimmen rettet Leben. Wir wollen deshalb die Schwimmfähigkeit in Deutschland erhöhen und mehr Kindern direkten Zugang zu gutem Schwimmunterricht bieten. Schwimmen ermöglicht eine aktive Freizeitgestaltung, die Teilhabe an Klassenfahrten und Ferienangeboten, sie schafft zudem Sicherheit für den späteren Alltag als Erwachsene. Bislang ist sicheres Schwimmen leider auch eine Frage der sozialen Herkunft. Wir müssen die Kinder deshalb dort erreichen, wo sie im Alltag sind, also insbesondere in Schulen, im Ganztag und in Kindertagesstätten. Die Entscheidung des Haushaltsausschusses rechtzeitig zum Beginn der Sommerferienzeit wird uns genau das ermöglichen. Sie ist eine gute Investition in die Zukunft und Sicherheit unserer Kinder“, sagte die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein.

Neue und zusätzliche Lösungen für den Schwimmunterricht finden und austesten

Das Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“ ergänzt die bereits vorhandenen Schwimmprogramme von Ländern und Kommunen sinnvoll. Es soll zeigen, wie unter unterschiedlichen regionalen Bedingungen zusätzliche Schwimmlern- und Wassergewöhnungsangebote entstehen können und welche Instrumente besonders wirksam sind, um mehr Kindern sicheres Schwimmen beizubringen.

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„Deutschland lernt Schwimmen ist eine große Chance für die Schwimmausbildung in Deutschland. Das Programm verbindet einen klaren bundesweiten Rahmen mit der Freiheit, vor Ort neue und zusätzliche Lösungen zu entwickeln. Denn erfolgreiche Schwimmausbildung entsteht nicht am Reißbrett, sondern dort, wo Vereine, Landesverbände, Kommunen und engagierte Partner täglich mit Kindern und Familien arbeiten“, sagt Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV). „Genau diese Expertise wollen wir nutzen: Gemeinsam mit der DLRG wollen wir zusätzliche Angebote ermöglichen und neue Wege erproben, die auch andernorts Wirkung entfalten können– mit dem Ziel, mehr Kindern den Zugang zu Wassergewöhnung und Schwimmlernangeboten zu eröffnen.“

Kooperationen, Koordination und Qualifizierung sind die Säulen von "Deutschland lernt Schwimmen"

Zusätzliche Angebote entstehen vor allem dann, wenn die maßgeblichen Institutionen wie Schulen, Kindergärten, Schwimmvereine und -schulen, Gliederungen der DLRG oder der Wasserwacht sowie Bäderbetriebe vor Ort verbindlich zusammenarbeiten.  Dadurch können mehr Menschen für Schwimmunterricht und Wassergewöhnung qualifiziert werden. Deshalb setzt das Programm „Deutschland lernt Schwimmen“ auf die drei Säulen „Kooperationen“, „Koordination“ und „Qualifizierung“.

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„Schwimmen zu können, ist der beste Schutz gegen das Ertrinken. Deshalb gehört es zur Bildung dazu wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. Mit dem Modellprojekt können wir in den kommenden vier Jahren starke Hebel in Bewegung setzen und so einen wichtigen Beitrag leisten, dass wieder mehr Kinder in Deutschland sichere Schwimmerinnen und Schwimmer werden“, sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt

Das Modellvorhaben ermöglicht die Entwicklung und Erprobung von Lösungsansätzen für strukturelle Herausforderungen, die bundesweit auftreten. Erfolgreiche Modelle können später auf andere Regionen übertragen werden. Dadurch soll die Schwimmfähigkeit von Kindern in Deutschland dauerhaft verbessert werden. Das Programm soll im Herbst mit einem ersten Förderaufruf starten, auf den sich lokale Kooperationen bewerben können.

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