Deutsche Jahrgangsrekorde durch Noelle Benkler und Mitja Bauer

Seinem Ruf als leidenschaftlicher Wettkämpfer wird Lukas Märtens dieser Tage mal wieder vollauf gerecht. Beim Bergen Swim Festival bot sich der 24-Jährige vom SC Magdeburg nun auch noch für einen Einsatz über 200m Freistil und damit auch der 4x200m-Staffel bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) an. Beim Sieg in Norwegen unterbot Märtens die DSV-Norm in 1:45,67 Minuten jedenfalls deutlich.

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Auf seiner Weltrekordstrecke 400m Freistil und den 800m Freistil war der Olympiasieger nach WM-Gold und WM-Bronze im Vorjahr ohnehin schon für die EM gesetzt, seine Paradestrecken wird er kommende Woche dann auch bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (23. – 26. April) bestreiten. Fünfter EM-Start könnten in den sieben Wettkampftagen von Paris zudem die 200m Rücken werden. Am Freitag hatte Märtens bereits den deutschen Rekord auf dieser Strecke auf 1:55,85 Minuten verbessert. Seine zweite EM-Norm sicherte sich in Norwegen Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg), und zwar über 50m Schmetterling (23,42 Sekunden).

Nina Holt und Angelina Köhler unter der EM-Norm 

Viele EM-Starts warten aber auch auf Märtens‘ Vereinskollegin Nina Holt. Die 23-Jährige ist bekanntlich Deutschlands schnellste Sprinterin und unterbot am Samstag über 100m Freistil in 54,52 Sekunden schon mal die EM-Norm bei den Berlin Swim Open. Das Besondere an dieser „Königsstrecke“ ist, dass sie im Einzel und in bis zu vier verschiedenen Staffeln (4x100m Freistil und 4x100m Lagen jeweils für Frauen und im Mixed) besetzt werden kann. Am Freitag hatte Holt auch schon die EM-Norm über 200m Freistil (U23) erfüllt.

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Lokalmatadorin Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin) zeigte ebenfalls, dass man von ihr tolle Leistungen bei den nationalen Titelkämpfen zum Abschluss der EM-Qualifikation in der kommenden Woche erwarten kann. In 25,64 Sekunden blieb die 25-Jährige am Samstag über 50m Schmetterling nur 14 Hundertstel ihrem deutschen Rekord. Als WM-Vierte des Vorjahres ist sie auf dieser Strecke aber ohnehin gesetzt.

Noelle Benkler und Mitja Bauer mit Jahrgangsrekorden 

Beim Nikar Quali Meet in Heidelberg nutzte Noelle Benkler den Heimvorteil und sicherte sich  schon mal ihre erste EM-Norm.  Über 200m Lagen verbesserte sie in 2:12,19 Minuten sogar den deutschen Jahrgangsrekord für 19-Jährige von Theresa Michalak aus dem Jahr 2011. Wegen einer Lebensmittelvergiftung hatte die JEM-Zweite zuletzt auf die Reise nach Stockholm (SWE) verzichten müssen, zeigte sich nun aber gut erholt. Das nimmt vor den Titelkämpfe in Berlin auch viel Druck vom Kessel. Anders als beispielsweise bei Lucas Matzerath (Team Bochum), der in Rotterdam über 100m Brust knapp über einer Minute blieb und bis nächsten Woche nur rund drei Zehntelsekunden finden muss.

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Mit den Jugend-Europameisterschaften wird der internationale Saisonhöhepunkt für die Nachwuchstalente in diesem Sommer in München (07. – 12. Juli) zum Heimspiel. Das setzt offenbar auch Kräfte frei, zumindest bei Mitja Bauer. Bei den Berlin Swim Open verbesserte der Leipziger den deutschen Jahrgangsrekord über 200m Rücken auf 1:59,34 Minuten. Bisher hatte die Bestmarke Lukas Märtens gehalten, der mit 18 Jahren im Jahr 2019 noch 56 Hundertstel langsamer war.

Außerdem kraulte Bauer auch über 100m Freistil in 50,27 Sekunden zur JEM-Norm, hier war Georg-Alexander Kloss (Potsdamer SV) in 50,01 sogar noch etwas schneller. Und über 50m Schmetterling knackte auch Kloss in 24,31 Sekunden noch eine zweite Norm. Zudem empfahlen sich Nils Nolte (Berliner TSC/3:52,63 Minuten) und Rudolf Bordas (SC Magdeburg/3:53,59) über 400m Freistil fürs „Sommermärchen dahoam“, genauso wie Louis Hoffmann (SG Neukölln Berlin/2:16,32) und Hugo Engelien (SC Magdeburg/2:16,45) über 200m Brust.

Bei den Frauen blieben Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz) über 50m Schmetterling (26,68) und Juliana Buttler (SC Magdeburg) über 400m Freistil (4:12,42) unter der DSV-Norm für die JEM. Die Qualifikationsphase endet auch hier aber erst in der kommenden Woche mit den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

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