DJM 2026: Déjà-vu für Mira Helget und zwei Schwestern im Medaillenrausch

© Tino Henschel
- 10.06.2026
Erst ein paar Wochen ist es her, dass Mira Helget in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) schon einmal eine Goldmedaille in Empfang nehmen durfte. Bereits bei den Deutschen Meisterschaften der offenen Klasse hatte sie dort das Rennen über 200m Rücken für sich entscheiden können – mit 17 Jahren war sie die jüngste Siegerin bei diesen Titelkämpfen. Am Mittwoch gewann Helget auf dieser Strecke nun abermals einen Titel in der SSE, diesmal den bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Schwimmen (DJM). Mit 2:12,88 Minuten schwamm sie dabei sogar fast exakt genauso schnell wie bei ihrem ersten Erfolg im April (2:12,86).
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„Das hat sich heute sehr gut angefühlt, es ging locker zu schwimmen“, freute sie sich über den erneuten Triumph. Der Unterschied: Während der Sieg bei der DM durchaus überraschend kam, war sie diesmal als Favoritin ins Rennen gegangen. Gleichwohl war die Konkurrenz keine Laufkundschaft: Gleich drei Schwimmerinnen aus dem Aufgebot des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) für die Europameisterschaften der Junior*innen vom 07. – 12. Juli in München trafen im Jahrgang 2009 aufeinander, neben Helget auch noch Juliana Buttler (SC Magdeburg/2:15,46) und Laura Sophie Kohlmann (SG Essen/2:16,04). Umso mehr tankte die Siegerin durch ihren Erfolg noch einmal kräftig Selbstvertrauen für die „JEM dahoam“ in der Olympia-Schwimmhalle. „Ich freue mich sehr darauf und gehe mit einem guten Gefühl in die JEM“, sagte Helget.
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Die 17-Jährige war jüngst aus Karlsruhe nach Hamburg an den dortigen Bundesstützpunt gewechselt. „Es ist immer gut, mal eine neue Trainingsgruppe zu erleben“, sagte sie, wobei dort auch weiterhin von Jonas Holzwarth betreut wird, dem sie in die Hansestadt gefolgt war. „Aber mein ganzer Alltag ist anders. Die Schule ist etwa leichter, was mir sehr viel Druck genommen hat. Alles in allem macht es sehr viel Spaß, in Hamburg zu sein.“
Sydney Savannah Ferch erleichtert: Der JEM-Start ist ihr jetzt sicher
Juliana Buttler war vor den 200m Rücken auch schon über 400m Freistil angetreten und dort im Jahrgang 2009 zum Sieg in 4:14,12 Minuten gekrault. Hinter ihr kam Sydney Savannah Ferch (Deutscher Schwimm-Verband) auf Platz zwei. Sie lag mit 4:16,78 ebenfalls im Bereich der Norm für München und erbrachte damit den geforderten Leistungsnachweis für die JEM. „Ich bin glücklich und auch erleichtert“, meinte sie.
Im Winter und Frühjahr hatte sie aufgrund einer Weisheitszahn-OP und Problemen an der Schulter einigen Trainingsausfall zu verzeichnen, weswegen sie bislang nur unter Vorbehalt für die EM der Junior*innen nominiert worden war. Nun darf aber auch sie mit dem Start in der bayerischen Landeshauptstadt planen. Bei der DJM zeigt sich Ferch in den kommenden Tagen auch noch auf den weiteren langen Kraulstrecken. Sämtliche Rennen sind im Livestream bei Sporteurope.TV zu sehen.
Lara Vandenhirtz als schnellster Schmetterling
Auch noch andere JEM-Starterinnen überzeugten am zweiten DJM-Tag. Über 50m Schmetterling lag Lara Vandenhirtz (SG Essen) in 26,74 nur sieben Hundertstel über dem Rekord im Jahrgang 2010 und war damit auch altersübergreifend die Beste. Einen Jahrgang höher siegte Luisa Marie Herrmann (SG Bayer/26,98) ebenfalls souverän.
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Beide waren damit sogar schneller als Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz von 1892) im ältesten DJM-Jahrgang 2008. Die Chemnitzerin war mit ihrer Zeit von 27,01 und ihrem zweiten Sieg nach dem Erfolg gestern über 200m Schmetterling trotzdem einverstanden. „Aus dem vollen Training heraus war es schon ziemlich schwer, eigentlich brauche ich vorm Wettkampf immer ein, zwei Tage Ruhe, um meine optimale Leistung zu bringen. Aber an sich bin ich zufrieden.“ Für Riefstahl stehen im Sommer sogar noch zwei internationale Höhepunkte an, nach der JEM hat sie sich auch für die EM der Erwachsenen in Paris (FRA/31. Juli – 16. August) qualifiziert. „Das wird ein toller Abschluss der Saison. Ich möchte nicht nur dabei sein, sondern die beste Leistung zeigen, die ich zu dem Zeitpunkt noch abrufen kann.“
Eva Woitag schwimmt bereits zum dritten Titel
Am zweiten Wettkampftag kristallisiert sich bei der DJM oft schon heraus, wer in diesem Jahr das Zeug zur Seriensiegerin hat. So sicherte sich Eva Woitag (SC Magdeburg/2011) über 50m Schmetterling (28,02) bereits ihren dritten Titel bei der laufenden Veranstaltung. Aber auch zwei Schwestern räumen in Berlin bislang kräftig ab. Wie schon am Vortag über die 100m-Distanz feierten Pia-Marlene Spethmann und Mia-Philine Spethmann (beide SC Delphin Ingolstadt/Jahrgang 2012) auch über 400m Freistil wieder einen Doppelsieg. „Ich hoffe, dass es weiterhin so gut läuft. Unser Ziel ist, dass wir auf jeder Strecke eine Medaille holen, egal wer von uns“, sagte Pia-Marlene. „Und am liebsten stehen wir natürlich gemeinsam auf dem Podest“, ergänzte Mia-Philine. Sie hat in den kommenden Tagen noch zwei weitere Rennen, ihre Schwester sogar sechs. Eine zweistellige Medaillenausbeute für Familie Spethmann ist also auf jeden Fall möglich.
Alle DJM-Siegerinnen des zweiten Tages:
400m Freistil:
2012: Pia-Marlene Spethmann (SC Delphin Ingolstadt) 4:27,90
2011: Julia Franziska Kaul (SSG Leipzig) 4:24,66
2010: Zarina Selimovic (SG Dortmund) 4:17,84
2009: Juliana Buttler (SC Magdeburg) 4:14,12
2008: Alina Bettke (SV Halle) 4:23,70
50m Schmetterling:
2012: Talya Tok (SG Dortmund) 28,04
2011: Eva Woitag (SC Magdeburg) 28,02
2010: Lara Vandenhirtz (SG Essen) 26,74
2009: Luisa Marie Herrmann (SG Bayer) 26,98
2008: Yara Fay Riefstahl (SC Chemnitz von 1892) 27,01
200m Rücken:
2012: Mia Marie Junga (Berliner TSC) 2:22,32
2011: Hannah Victoria Bürger (Dresdner SC 1898) 2:20,50
2010: Lieselotte Nagel (SC Chemnitz von 1892) 2:17,56.
2009: Mira Helget (AMTV-WTB Hamburg) 2:12,88
2008: Ewa Zur Brügge (SV Halle) 2:16,13












