Historischer Tag für den Cannstatter Wasserball

© Carsten Trebuth

Der SV Cannstatt ist endgültig wieder in der Wasserball-Bundesliga angekommen. Im vergangenen Sommer war der Deutsche Meister von 2006 ins Oberhaus zurückgekehrt, in den ersten Wochen der neuen Saison ließ ein Erfolgserlebnis dann allerdings noch auf sich warten. Am Wochenende feierten die Stuttgarter beim 15:12 gegen die White Sharks Hannover nun ihren ersten Sieg nach dem Aufstieg. Spieler des Tages war Torwart Max Vernet Schweimer mit zahlreichen Paraden, in der Offensive glänzte Sergio Prieto Hernandez mit fünf Treffern als bester Torschütze. 

Damit schlossen die Cannstatter nach Punkten zur SG Neukölln Berlin auf, bleiben vorerst aber Tabellenletzter. An der Spitze steht unverändert der Deutsche Meister Waspo 98 Hannover, der sich beim 25:5 gegen den Duisburger SV 1898 für das entscheidende Champions-League-Spiel am Mittwoch (20:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Euroaquatics.tv) in Barcelona (ESP) bei Zodiac CNAB warmschoss.

 

Zweitligist Neustadt weiter auf der Siegerstraße

 

Das einzige noch sieglose Team in den beiden Wasserball-Bundesligen ist damit nun in der 2. Liga die SpVg Laatzen 1894. Auch die Niedersachsen waren im Sommer aufgestiegen – gegen Zweitliga-Spitzenreiter Düsseldorfer SC 1898 hielt man am Wochenende zwar über lange Zeit gut mit, musste die Punkte beim 9:13 letztlich aber doch dem Gegner überlassen. Auf dem Vormarsch bleibt dagegen der andere Aufsteiger SC Neustadt/Weinstraße, der beim SSV Esslingen bereits den fünften Saisonsieg holte (16:15) und so in die Top vier vorrückte.

Wasserball-Bundesliga

   

SG Neukölln Berlin

ASC Duisburg

11:24 (3:7, 2:6, 3:3, 3:8)

SV Cannstatt

White Sharks Hannover

15:12 (4:1, 4:6, 2:2, 5:3)

Waspo 98 Hannover

Duisburger SV 1898

25:5 (6:1, 8:1, 5:2, 6:1)

OSC Potsdam

Wasserfreunde Spandau 04

9:22 (2:4, 3:10, 2:3, 2:5)

2. Wasserball-Bundesliga

   

SSV Esslingen

SC Neustadt/Weinstraße

15:16 (2:3, 3:5, 7:5, 3:3)

SV Würzburg 05

SVV Plauen

15:16 (4:5, 3:4, 5:4, 3:3)

Düsseldorfer SC 1898

SpVg Laatzen 1894

13:9 (4:5, 3:2, 4:0, 2:2)

Wasserball-Bundesliga

         

1.

Waspo 98 Hannover

9

27

250:57

+193

2.

Wasserfreunde Spandau 04

8

20

169:87

+82

3.

ASC Duisburg

8

18

151:92

+59

4.

White Sharks Hannover

8

10

106:131

-25

5.

OSC Potsdam

8

9

90:147

-57

6.

Duisburger SV 1898

8

9

86:142

-56

7.

SG Neukölln Berlin

8

3

90:167

-77

8.

SV Cannstatt

9

3

77:196

-119

2. Wasserball-Bundesliga

         

1.

Düsseldorfer SC 1898

9

22

120:98

+22

2.

SV Krefeld 72

6

15

98:63

+35

3.

Uerdinger SV 08

7

14

100:89

+11

4.

SC Neustadt/Weinstraße

8

14

117:105

+12

5.

SVV Plauen

9

13

138:131

+7

6.

SSV Esslingen

8

12

111:115

-4

7.

SV Würzburg 05

7

3

89:119

-30

8.

SpVg Laatzen 1894

8

0

86:139

-53

 

Von wegen EM-Müdigkeit: Spandaus Frauen im doppelten Torrausch

 

In der Wasserball-Bundesliga der Frauen wurde der Spielbetrieb nach Abschluss der Europameisterschaften – bei denen sich die Niederländerinnen im Finale gegen Ungarn mit 15:13 nach Fünfmeterwerfen den Titel sicherten – mit einem Doubleheader fortgesetzt. Die Deutschen Meisterinnen der Wasserfreunde Spandau 04 trafen binnen 24 Stunden gleich zweimal auf den SSV Esslingen, der dafür auf sein Heimrecht verzichtet und sich bereiterklärt hatte, beide Partien in Berlin auszutragen. Spandau dominierte beide Spiele und siegte mit 20:7 und 27:7. Von Müdigkeit war also auch bei den EM-Teilnehmerinnen auf Spandauer Seite nichts zu spüren, obwohl sie zum Teil erst in der Nacht aus Madeira (POR) zurückgekehrt waren.

Platz

Verein

Spiele

Punkte

Torverhältnis

Tordifferenz

1.

Wasserfreunde Spandau 04

6

18

168:40

+128

2.

SV Blau-Weiß Bochum

5

12

108:48

+60

3.

SSV Esslingen

6

9

81:83

-2

4.

Eimsbütteler Turnverband

5

6

62:90

-28

5.

SC Chemnitz 1892

5

3

40:116

-76

6.

Uerdinger SV 08

5

0

39:121

-82

Diesen Artikel teilen

Weitere News