Iris Schmidbauer triumphiert beim Weltcup in Fort Lauderdale

© Istvan Derencsenyi/World Aquatics
- 17.05.2026
2022 wurde Iris Schmidbauer (Dresdner SC 1898) erste Europameisterin der Geschichte im High Diving. Vier Jahre später läuft die inzwischen 31-Jährige nun erneut in einem EM-Jahr zu großer Form auf. Bei der ersten von zwei Stationen der diesjährigen Weltcupserie in Fort Lauderdale (USA) sprang Schmidbauer am Wochenende zu Gold. Mit 329,45 Punkten siegte sie vor der zweifachen WM-Zweiten Molly Carlson (CAN/320,50) und Kaylea Arnett (USA/310,30).
„Das muss ich erstmal sacken lassen, dass ich gerade die Nummer eins in der Welt bin“, jubelte sie. „Das war mein erster Weltcupsieg und überhaupt mein erstes Podium bei einem Event von World Aquatics. Es ist supercool, dass das geklappt hat.“ Die zweite deutsche Starterin Maike Halbisch (VfL Waiblingen) belegte mit 249,90 Platz zwölf unter ursprünglich 16 angetretenen Springerinnen.
Nach den ersten beiden Sprüngen hatte Schmidbauer zunächst auf Rang drei gelegen. Besonders stolz war sie dabei auf die doppelte Rückwärtsschraube mit drei Salti, die sie erstmals seit ihrer Schwangerschaft zeigte und die ihr bereits wieder sehr gut gelang. Am nächsten Tag rückte sie im dritten Durchgang dann schon auf Platz zwei vor, ehe sie mit einem Handstandsalto rückwärts mit zweieinhalb Salti und zwei Schrauben, einem extrem schwierigen Sprung, den Sieg perfekt machte. Die bis dahin Führende Morgane Herculano (SUI) verpatzte dagegen ihren letzten Versuch und fiel so noch auf Rang sieben zurück (297,00).
„Ich wusste immer, dass ich das Potenzial dafür habe. Dass ich es jetzt endlich im Wettkampf alles zusammensetzen und auf den Punkt bringen konnte, ist ein Traum, der wahr wird“, sagte Schmidbauer. „Und dass ich das mit meiner Tochter an meiner Seite erleben konnte, macht es umso schöner.“ Tochter Leilani ist inzwischen anderthalb Jahre alt und bei Schmidbauers Auftritten immer dabei. Als alleinerziehende Mutter ist ihre Gold-Leistung umso beindruckender.










