Lea Boy schiebt sich im Weltcup auf Rang drei vor

©Jo Kleindl
- 01.05.2026
Mit dem dritten Sieg im dritten Weltcuprennen des Jahres dominiert Moesha Johnson (AUS) das Freiwasserschwimmen in dieser Saison nach Belieben. Die in Magdeburg trainierende Doppelweltmeisterin absolvierte die 10km-Distanz in Golfo Aranci (ITA) in 1:54:12,10 Stunden und hatte so über eine halbe Minute Vorsprung vor Angela Martinez-Guillen (ESP/1:54:37,20) und Caroline Jouisse (FRA/1:54:38,60). Im Endspurt der Verfolgergruppe verpasste Lea Boy (1:54:40,00) als Vierte eine Podestplatzierung nur ganz knapp.
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„Die Männer sind früh bei 18,7 Grad Wassertemperatur ohne Neoprenanzug geschwommen, bei uns wurden am Mittag dann nur noch 17,6 Grad gemessen. Manch eine musste dann schnell mal ins Hotel, um den Neo zu holen. Ich selber habe dann auch noch mindestens eine Runde gebraucht, um mich an den Druck auf den Schultern zu gewöhnen. Und am Ende des Rennens haben sich Hände und Füße dann trotzdem angefühlt wie Eiszapfen. Mit dem Ergebnis bin ich am Ende aber zufrieden, nachdem ich zu Wochenbeginn noch mit Magenproblemen zu kämpfen hatte“, meinte Boy.
Isabel Gose im Neoprenanzug vorsichtig wegen der Schulter
Am Ende eines herausfordernden Monats mit insgesamt drei Freiwasserrennen und weiteren Beckenwettkämpfen für die EM-Qualifikation rückte die 26-Jährige vom SV Würzburg in der Weltcup-Gesamtwertung damit sogar auf Rang drei hinter Johnson und Martinez-Guillen vor. Verteidigt sie diese Position beim vierten und letzten Weltcup in Sétubal (POR/20. Juni), würde das mit 25.000 US-Dollar belohnt.
Zum vorzeitigen Ausstieg aus dem Rennen entschied sich Isabel Gose (SC Magdeburg), um nach Schulterproblemen in den vergangenen Wochen kein Risiko einzugehen. Zudem steht mit dem Knockout Sprint am Samstag noch ein weiteres Rennen auf dem Programm (Männer ab 15:00 Uhr, Frauen ab 17:00 Uhr im Livestream bei Eurovisionsport). „Isa hat ein top Rennen gezeigt bis dahin, war sich aber unsicher wegen der Schulter. Der Ausstieg war daher eine gute Entscheidung von ihr“, sagte Bundestrainer Bernd Berkhahn.
Bei den Männern belegte Oliver Klemet (SG Frankfurt) in 1:49:20,70 Stunden Rang zehn. Der Olympiazweite von 2024 hatte in der vorletzten Runden einen Ausreißversuch gestartet, konnte sich aber nicht entscheidend vom Feld lösen. „Oliver hat in der vorletzten Runde zu hart angezogen. Das hat bei der niedrigen Temperatur zu viel Energie gekostet“, analysierte Coach Berkhahn.
Den Sieg ersprintete sich Sacha Velly (FRA/1:49:07,50) vor Landsmann Marc-Antoine Olivier (1:49:07,80) und Andrea Filadelli (ITA/1:49:08,30). Olivier und Filadelli führen die mit 50.000 US-Dollar dotierte Gesamtwertung vor dem letzten Rennen nun gemeinsam an. Florian Wellbrock (SC Magdeburg) liegt hier aufgrund des Sieges beim Weltcup-Auftakt in Ägypten auf Rang sieben, der Weltmeister war wegen Trainingsdefiziten in Sardinien diesmal aber nicht am Start. Der in der Vorwoche auf Ibiza erfolgreiche David Betlehem (HUN) kam diesmal auf Rang 18.













