Die Europameisterschaften der Masters wurden in diesem Jahr zum ersten Mal in zwei Ländern parallel ausgetragen. Vom 18. – 30. August traten die Masters des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) nämlich sowohl in Šamorín und Bratislava in der Slowakei als auch in Graz (AUT) zu den Titelkämpfen in allen fünf Schwimmsportdisziplinen an. Die DSV-Masters sammelten bei dieser EM zahlreiche Titel und Podestplätze, mehrmals gab es sogar deutsche Dreifacherfolge. Neben den Wettbewerben im Becken- und Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Wasserball erfolgten dieses Mal zudem einige Wertungen im Para Schwimmen (Becken und Freiwasser).

 

Beckenschwimmen 

 

 

Im Becken legten die DSV-Masters einen starken Grundstein für die Gesamtbilanz. Die neu zugelassene AK20 feierte einen gelungenen Einstand und sorgte für mehrere deutsche Dreifacherfolge. Auch die Staffeln gehörten zu den Höhepunkten: Zehn deutsche Mannschaften gewannen den Europameistertitel, die SG Stadtwerke München stellte dabei zweimal einen Championship-Rekord auf. Nach sieben Wettkampftagen standen für das deutsche Team so insgesamt 297 Medaillen zu Buche, darunter 115 Gold-, 88 Silber- und 94 Bronzemedaillen. 

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Für die herausragenden Rekordleistungen sorgten Lars Bücker von der SG Euregio Swim Team mit einem Weltrekord über 800m Freistil in der AK25 (8:24,40 Minuten) sowie Werner Schnabel vom USV TU Dresden mit einem Europarekord (17:09,49) über dieselbe Strecke in der AK90. Schnabel setzte außerdem mehrere Championship-Rekorde. Katja Otto kam auf drei Meisterschaftsrekorde, Veronika Backhaus-Ehrenbauer und Susanne Reibel-Oberle auf jeweils zwei.

Auch sonst setzte das deutsche Team Akzente. In der AK40 feierten Sabine Zimmermann, Carla Beckmann und Kate Nicholson sowohl über 800m als auch über 200m Freistil jeweils einen deutschen Dreifachsieg. Über 800m Freistil gelang das auch in der AK25 mit Fiona Dengler-Harles, Sara Gabler und Alina Kruk sowie in der AK20 durch Laura Paduch, Lara Deininger und Leonie Kammermeyer. Bei den Männern sicherten Janik Reiher, Tim Faulwetter und Cornelius Schramm über 200m Lagen in der AK20 ebenfalls alle drei Medaillen für Deutschland. Alisa Fatum-Böker gewann zwei Titel und setzte ihre erfolgreiche Meisterschaft anschließend im Freiwasser fort.

 

Freiwasserschwimmen

 

Dort eröffnete ein deutscher Doppelsieg die Wettbewerbe: In der 4x1km-Mixedstaffel der AK80+ setzte sich der DSC 1898 Dresden vor dem ASC Göttingen durch.

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Auch in den Einzelrennen über 1,5km und 3km sammelten die DSV-Masters zahlreiche Titel – Helmut Hertelendy, Jenny Wachsmuth und Alisa Fatum-Böker gewannen sogar beide Distanzen. Hertelendy hatte ebenso wie Fatum-Böker zuvor bereits zwei Goldmedaillen im Becken gefeiert. Insgesamt kamen im Freiwasser 32 Medaillen zusammen, darunter zwölf goldene.

 

Wasserspringen

 

In Graz setzte sich das deutsche Team in der Mannschaftswertung beim Wasserspringen klar vor Schweden und Gastgeber Österreich durch. Mehrfach auf dem Podium standen Erik SeibtManuela PachAntonia PawlowskiKerstin HappkeBernadette SchröderGabriela GulyasLucie Freitag-FransenYvonne KempsonAlexander WargUschi FreitagMarkus BraunStephan AltSebastian BecherJohannes JägerBenjamin Robinson und Miriam Herzig. Pawlowski gewann unter anderem vom 1m- und 3m-Brett, im Synchronspringen, im Teamevent und vom Turm. Auch in den beiden Teamevents überzeugte das DSV-Team: In den Altersklassen 60 bis 149 Jahre sowie 150 Jahre und älter gingen jeweils Goldmedaillen an Deutschland. Insgesamt holten die deutschen Wasserspringer*innen 57 Medaillen, davon 26 Gold-, 18 Silber- und 13 Bronzemedaillen.

 

Synchronschwimmen

 

Eine Besonderheit des Programms war das Männerduett, welches es in der offenen Klasse nicht gibt. Die Frankfurter Martin Altmann und Johannes Andrees gewannen dort Gold und Silber in der Freien und Technischen Kür. Andrees vom Frankfurter VV war mit sechs Medaillen, darunter fünf Titeln, der erfolgreichste deutsche Teilnehmer. Laura Berchdolt vom SSC Schwenningen kam in Solo, Duett und Team auf fünf Plaketten. Insgesamt holten die deutschen Starter*innen 21 Medaillen: zehn Mal Gold, acht Mal Silber und drei Mal Bronze.

 

Wasserball

 

Zwei deutsche Teams holten im Wasserball den Europameistertitel: Der Düsseldorfer SC gewann ein rein deutsches Finale der Männer der Altersklasse 70+ mit 10:8 gegen den SV Cannstatt, die SGW Essen siegte bei den Frauen 50+ als einziges Team in ihrer Klasse. Insgesamt standen sieben Medaillenplatzierungen zu Buche, darunter zwei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen. Der SV Cannstatt gewann außerdem Bronze bei den Männern 75+. Bei den Männern 50+ holten die Wasserfreunde Spandau 04 Silber und die Uerdingen-Masters Bronze; Uerdingen sicherte sich zudem Silber bei den Frauen 40+.

 

Para Schwimmen

 

Sechs Starts, sechs Titel: Christina Geisler von der SG HT 16 Hamburg blieb in der Para-Wertung des Beckenschwimmens ungeschlagen. Sie gewann über 200m Freistil, 400m Lagen, 100m Schmetterling, 400m Freistil, 50m Schmetterling und 200m Schmetterling. Eva Hoffmann vom SV Hemer 1921 steuerte vier weitere Europameistertitel bei. Tina Deeken vom SSF Obernkirchen komplettierte die Erfolgsbilanz mit zwei Siegen über 1,5km und 3km im Freiwasser. Die Gesamtbilanz in den Para-Wertungen: 14 Podestplatzierungen mit zwölf EM-Siegen.

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