Science in Swimming Symposium: Warum man als Coach unbedingt dabei sein sollte

Bundestrainer Bernd Berkhahn mit seiner in Paris so erfolgreichen Trainingsgruppe. Beim Symposium erklärt er Saisonplanung und Trainingsmethodik ©Jo Kleindl

Bei den Europameisterschaften in Paris (FRA) haben Johannes Liebmann, Isabel Gose, Maya Werner, Florian Welbrock, Oliver Klemet und Lukas Märtens mit ihren grandiosen Erfolgen wieder einmal gezeigt, dass die Magdeburger Trainingsgruppe von Bundestrainer Bernd Berkhahn zu den erfolgreichsten der Welt gehört. Eine bessere Werbung hätte man sich für das Science in Swimming Symposium an der Deutschen Sporthochschule (DSH) in Köln gar nicht vorstellen können. Denn Berkhahn gehört dort am 20./21. November 2026 zu den sechs Key Note Speakern, die ihr Wissen aus Theorie und Praxis interessierten Coaches tief im Detail vorstellen. Wer also die trainingsmethodischen Differenzierungen zwischen einem 400m-Weltrekordler und einem 10km-Champion oder auch die Unterschiede im Hochleistungstraining für Männer und Frauen mal ganz konkret erklärt bekommen möchte, ist hier genau richtig.

 

Die Early-Bird-Anmeldung zu Sonderkonditionen endet Ende August, die Teilnahme ist auch online möglich. Weitere Informationen findet man auf der Webseite symposium26.dsv.de. Das Science in Swimming Symposium wird auch für die A-Lizenzverlängerung anerkannt und vom Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV) aufgrund der hohen Qualität sogar ausdrücklich empfohlen. „Anders als bei einem klassischen wissenschaftlichen Symposium stellen die Referenten hier ihre wissenschaftlichen Ergebnisse nicht nur vor, sondern stellen konkret auch die Überführung dieses evidenzbasierten Wissens in die Schwimmpraxis dar. Wir investieren hier ganz bewusst zusätzliche Zeit, damit der gewünschte Praxistransfer und Mehrwert auch tatsächlich in unserem Trainingsalltag ankommt“, erklärt Diagnostik-Bundestrainer Dr. Alexander Törpel.

 

Neben Berkhahn geben auch noch andere Koryphäen der Schwimmszene ihr Wissen weiter, Poster-Session und Abendveranstaltung runden das Wochenende zusätzlich ab. Professor Patrick Wahl und Dr. Sebastian Keller von der DSH Köln sind schon seit längerem Projektpartner des DSV. Als Referent stellt Wahl vor, wie anhand der im DSV gerade erst neu etablierten Stufentest-Variante eine Typisierung der Aktiven vorgenommen werden kann. Man erfährt dabei, wie das idealtypische Profil von einem Kurzstreckler oder einem Langstreckler aussieht. Und vor allem auch, wie die in diesem neuen Stufentest gewonnenen Ergebnisse eine Orientierung bei der Bestimmung der nächsten Trainingsinhalte geben. Wissen also, das in jedem ambitionierten Verein genutzt werden sollte.

 

Keller vermittelt die möglichen Differenzierungen für eine neuromuskuläre Typisierung zur Erstellung sogenannter Lastgeschwindigkeitsprofile. Auch hier sind die Ableitungen sehr relevant für die Praxis. Denn man erfährt, ob für den jeweiligen Schwimmer eher Kraft- oder Techniktraining angezeigt ist, und zwar unterteilt für Arme und Beine. Oder ob man an der Schwimmgeschwindigkeit selbst arbeiten sollte. Passend dazu wird Professor Bjørn Harald Olstad, der als einer der führenden Sportwissenschaftler der Schwimmszene in Schweden direkt am Beckenrand mitarbeitet, die Veränderungen beim Lastgeschwindigkeitsprofil im Karriereverlauf beschreiben. Man erfährt so beispielsweise auch, welches Fähigkeitsniveau bereits im Jugend- und Übergangsbereich vorliegen sollte, damit das Eliteniveau später auch tatsächlich erreicht werden kann.

 

Aus Frankreich ist Dr. Robin Pla dabei, der dort lange leitender Trainingswissenschaftler im Schwimmverband und im nationalen Leistungszentrum war, inzwischen aber zum Triathlon gewechselt ist. Sein praxisorientierter Vortrag thematisiert den Einsatz von Technologien fürs Monitoring. Und zwar mit dem Schwerpunkt Regeneration, die bekanntlich ja eine besondere Bedeutung für die Leistungsentwicklung hat.

 

Und mit Stefan Fuhrmann gehört auch ein ausgewiesener Experte für die Schwimmtechnik zu den Vortragsrednern. Er gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Sprint-, Mittel- und Langstreckenbereich des Freistilbereichs. Auch hier dürfen sich die Coaches auf Erkenntnisse freuen, die sie direkt in das nächste Training einfließen lassen können.

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