So erfolgreich lief die Eisschwimm-WM aus deutscher Sicht

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- 09.03.2026
Während hierzulande so langsam der Frühling einkehrt, ist es im hohen Norden noch immer winterlich. In Oulu (FIN), übrigens nördlichste Großstadt der Europäischen Union und in diesem Jahr auch Kulturhauptstadt Europas, lag deshalb noch ordentlich Schnee, als dort nun die Weltmeisterschaften im Eisschwimmen der International Winter Swimming Association (IWSA) ausgetragen wurden. Dabei präsentierten sich die insgesamt 134 deutschen Teilnehmenden äußerst erfolgreich.
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Vor allem die Frauen räumten mit insgesamt 67 Medaillen ordentlich ab – demgegenüber stand am Ende sechs Mal Edelmetall bei den Männern. Marie-Therese Bartl (Serwus Burghausen) stand allein acht Mal auf dem Treppchen, gewann dabei fünf Mal Gold und schwamm über 25m und 100m Freistil auch altersklassenübergreifend die schnellste Zeit. Auch Alisa Fatum-Böker (SSV Leutzsch) durfte sich über sieben Medaillen freuen, darunter drei goldene. Auch sie war mehrfach die schnellste Frau von allen und über 450m Freistil mit 5:49,00 Minuten sogar besser als die meisten Männer mit der insgesamt fünftschnellsten Zeit.
Die über alle Altersklassen hinweg schnellsten Zeiten schwamm über 25m Brust auch Franziska Partheymüller (WSC Bad Tölz). Auf gleich mehreren Strecken gelang das auch Mareike Förster (SG Stadtwerke München), die über 50m Brust in 37,85 Sekunden zudem das Superfinale für sich entschied, in dem die Aktiven verschiedener Startklassen ausnahmsweise direkt gegeneinander antraten. Ansonsten gab es gemäß des IWSA-Reglements keine Gesamtwertung und auch nicht auf allen Strecken ein solches Superfinal.
Beim Eisschwimmen existieren mehrere internationale Dachverbände. Bei der WM starteten die deutschen Teilnehmer*innen für ihre Vereine, nicht für den Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV). Der DSV ist offiziell nur Mitglied bei der International Ice Swimming Association (IISA), deren Regeln sich etwas unterscheiden und zum Teil noch strenger sind und die bereits im Januar ihre Europameisterschaften in Molveno (ITA) ausgetragen hatte. Trotzdem waren auch nach Oulu einige Mitglieder des DSV-Eisschwimmkaders gereist. Insgesamt nahmen 50 Nationen an der WM teil. Darunter waren auch aus dem Becken bekannte internationale Namen wie Markus Rogan (AUT/zweimal Olympiasilber) oder Viktor Bromer (DEN/Europameister 2024 in Berlin).











