So qualifiziert man sich beim Synchronschwimmen für Olympia 2028

© Jo Kleindl
- 13.01.2026
Nach Schwimmen und Freiwasserschwimmen hat das Internationale Olympische Komitee nun auch für das Synchronschwimmen den Qualifikationsmodus für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) bekanntgegeben. Dabei spielen vor allem die Weltmeisterschaften 2027 in Budapest (HUN/26. Juni – 18. Juli) sowie die noch zu vergebenen kontinentalen Titelkämpfe jenes Jahres eine wichtige Rolle. Und für Deutschland könnte der Weg zum ersehnten Ticket tatsächlich etwas leichter sein als in der Vergangenheit. Zuletzt war Deutschland 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona (ESP) mit einem Duett am Start.
Insgesamt gibt es beim Synchronschwimmen für die beiden Entscheidungen im Teamwettbewerb sowie im Duett 96 Startplätze – wie bisher. Dabei hat jede Nation maximal acht Starter*innen. Die Länder, die in beiden Disziplinen vertreten sind, müssen ihr Duett aus dem Teamaufgebot besetzen, so wurde es zuletzt auch 2024 in Paris (FRA) gehandhabt. Neu ist, dass alle Aktiven spätestens am 31. Dezember 2014 geboren sein, im Olympiajahr also 14 Jahre alt sein müssen. Vorher lag die Grenze dafür bei 15 Jahren.
Olympische Besonderheiten im Teamwettbewerb
Im Teamwettbewerb treten zehn Nationen an, die USA sind als Gastgeber gesetzt. Qualifiziert sind zudem die Top drei der WM 2027 in der Addition von Freier Kür, Technischer Kür und Acrobatic Routine. Bei Welt- und Europameisterschaften werden diese bekanntlich als getrennte Disziplinen ausgetragen, bei Olympia gibt es allerdings nur eine kombinierte Wertung. Mit dabei sind außerdem die jeweiligen Kontinentalchampions von 2027 – außer sie haben ihren Platz schon über das WM-Ergebnis erreicht.
Wichtig dabei: Es rückt niemand von den Kontinentalmeisterschaften nach, Amerikas Quotenplatz ist zudem durch die USA blockiert. Für Kontinente, die 2027 keine Titelkämpfe austragen, geht das Ticket an das beste Team der WM 2027. Alle noch offenen Startplätze werden dann erst 2028 beim World Cup Super Final vergeben.
18 Tickets im Duett sind zu haben – und Deutschland will eins davon
Bei den Duetten sind 18 Plätze zu haben, wobei es für Los Angeles keine kontinentalen Quoten mehr gibt. Das könnte auch dem Duett des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) mit Klara Bleyer, Amélie Blumenthal Haz (beide Freie Schwimmer Bochum) und Maria Denisov (SG Stadtwerke München) in die Karten spielen. Über den Teamwettbewerb ist bereits gewährleistet, dass alle fünf Kontinente vertreten sind – insgesamt zehn Duette sind auf diesem Weg dabei.
Hinzu kommen die besten fünf Duette der Weltmeisterschaften 2027, die nicht schon übers Team qualifiziert sind. Auch hierfür werden Freie Kür und Technische Kür zusammengerechnet – bei Olympia gibt es analog zum Team nur eine kombinierte Wertung. Die letzten drei Tickets gibt es dann ebenfalls erst beim Weltcupfinale 2028.
Bundestrainerin Stephanie Marx sagte: „Die neuen Qualifikationsregeln für LA 2028 sind ein starkes Signal: Acht ,echte‘ Duett-Startplätze, die sportlich ausgeschwommen werden können. Das erhöht die Chancen enorm und macht den Weg nach Los Angeles 2028 fairer und transparenter. Es ist ein starkes Signal von World Aquatics und dem IOC, dass das Feedback der vergangenen Jahre gehört und konsequent umgesetzt wurde.“









