So torreich lief der Start des DSV-Teams beim Wasserball-Weltcup

© Tino Henschel
- 07.04.2026
Die Wasserballer des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV) sind mit einem Sieg in das Weltcupturnier der Division 2 in Malta gestartet. Gegen Slowenien gewannen die DSV-Männer am Dienstag mit 22:15. Und sorgten damit zugleich für eine gelungene Premiere von Aleksandar Radovic als Bundestrainer, der beim Weltcup erstmals am Beckenrand die Verantwortung trägt.
„Man hat gespürt, dass ein gewisser Druck auf uns gelastet hat. Die Jungs waren vor allem in den ersten beiden Vierteln etwas verkrampft. In der Defensive können und müssen wir definitiv besser spielen. Natürlich sind wir mit dem Sieg zufrieden und nehmen ihn mit. Jetzt schauen wir nach vorne – das Turnier ist lang und wir gehen Schritt für Schritt weiter“, bewertete Radovic den ersten Auftritt seiner Mannschaft.
Ein starkes drittes Viertel ebnet den Weg zum Sieg
Nach kurzem Rückstand gleich zu Beginn der Partie setzte sich das deutsche Team schon einmal auf drei Tore ab (5:2). Die Slowenen blieben aber dran und konnten sich dabei vor allem auf ihr starkes Überzahlspiel und die Treffsicherheit vom Fünfmeterpunkt verlassen. Nach dem ersten Viertel stand es 5:5. Auch im zweiten Abschnitt legten meist die Deutschen meist vor. Aus dem Spiel heraus ging viel in dieser Phase, mehrfach führten sie so mit zwei Toren, aber jedes Mal kam Slowenien wieder zum Ausgleich. In einer bis dahin umkämpften Partie ging Deutschland gegen den 28. der Weltrangliste so nur mit einem knappen 11:10-Vorsprung in die Pause.
Zur zweiten Halbzeit rückte dann Max Spittank (Waspo 98 Hannover) anstelle seines Vereinskollegen Felix Benke ins deutsche Tor und konnte sich gleich mit mehreren Paraden auszeichnen. Seine Mitspieler übernahmen nun zusehend das Kommando. Bis zum 14:12 hielten die Slowenen noch mit, dann aber zog das DSV-Team bis Ende des dritten Viertels bis auf 17:12 davon. Auch das Powerplay funktionierte nun sehr gut.
Nächster DSV-Gegner ist am Donnerstag dann Hongkong
Näher als drei Tore ließen die Deutschen den Gegner auch im Schlussabschnitt nicht mehr herankommen, bevor sie gegen Ende der Partie den Abstand sogar noch einmal vergrößerten. Das war deshalb wichtig, weil beim Weltcup erstmals ein neuer Modus samt Wertung per Tournament Performance Index (TPI) zur Anwendung kommt, bei dem ein hoher Sieg mehr Punkte einbringt als eine knappe Entscheidung, aber zum Beispiel auch die Stärke des jeweiligen Gegners in Betracht gezogen wird. Beste Torschützen aus DSV-Seite waren Denis Strelezkij (Waspo 98 Hannover) mit sechs und Sebastian Andruszkiewicz (Wasserfreunde Spandau 04) mit fünf Treffern. Mark Gansen und Zoran Bozic (beide Waspo 98 Hannover) waren jeweils vier Mal erfolgreich.
Das DSV-Team bekommt aufgrund der Turnierabsage Japans nun einen Tag, ehe dann am Donnerstag (11:00 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei Recast) die nächste Partie gegen Hongkong ansteht.











