13. Meistertitel für Anna Elendt, Goldhattrick für Nina Holt

Erstmals seit dem sensationellen WM-Triumph in Singapur bestritt Anna Elendt am Freitag wieder einen Schwimmwettkampf in ihrer Heimat. Und gewann bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin dabei unbedrängt den Titel auf ihrer Paradestrecke 100m Brust. Die 24-Jährige von der SG Frankfurt schlug nach 1:06,91 Minuten deutlich vor Jugend-Europameisterin Lena Ludwig (SV Nikar Heidelberg/1:08,08) an.

 

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„Auch wenn die Zeit vielleicht noch nicht das ist, was ich wollte: Es ist immer schön, in Berlin vor heimischem Publikum zu schwimmen“, sagte Elendt zu ihrem insgesamt 13. Meistertitel. Beim Training in Texas habe sie in dieser Saison noch einmal deutlich den Umfang erhöht, und auch vor diesen Titelkämpfen keine großen Erholungspausen eingestreut. „In einem EM-Jahr kann man im Training auch mal etwas ausprobieren. Ob es in die richtige Richtung geht oder nicht, sehen wir wahrscheinlich am Ende des Jahres.“ Also bei den Europameisterschaften in Paris (FRA/31. Juli – 16. August).

 

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Während das Brustschwimmen mit der gesetzten Weltmeisterin ansonsten keine weitere EM-Starterin zeigte, unterboten über 100m Freistil sogar gleich fünf Frauen auf einmal die EM-Norm. Titelverteidigerin Nina Holt (SC Magdeburg) setzte sich in 54,38 Sekunden vor Nicole Maier (Athletic Club Palaio Faliro/54,47), Linda Roth (SC Magdeburg/54,50), Julianna Dora Bocska (SG Essen/54,57) und Nina Sandrine Jazy (SG Essen/54,97) durch.

 

„Ich freue mich riesig, dass ich diesen Titel zum dritten Mal gewinnen konnte. Aber auch das EM-Team so anwächst, das ist für die Staffel ganz cool“, sagte Holt. Auch mit Blick auf ihre erst 17 Jahre alte Vereinskollegin Linda Roth, die im Vorlauf in 54,30 Sekunden sogar den 19 Jahre alten deutschen Jahrgangsrekord von Daniela Schreiber verbessert hatte.

 

Zweites Gold für Langstreckenkönigin Isabel Gose

 

Über 1500m Freistil kraulte zudem Isabel Gose (SC Magdeburg) in 15:59,42 Minuten zur vierten Goldmedaille in Folge auf der längsten Strecke des Beckenschwimmens, insgesamt steht sie nun auch bei 13. „Die Zeit ist grundsolide“, meinte die 23-Jährige. Zuletzt hatte die Olympiadritte mit Schulterproblemen zu kämpfen, trotz einigem Trainingsausfall macht sie sich mit Blick auf die EM trotzdem wenig Sorgen. „Meine Kondition ist gut, ich habe über die Jahre schon viele Grundlagen gelegt. Wir arbeiten eher am Feinschliff.“

 

Platz zwei ging an Vereinskollegin Leonie Märtens, die erneut unter der U23-Norm für Paris blieb und nach der wegen Handbruch verpassten WM 2025 nun wie 2024 wieder einen Doppelstart in Becken und Freiwasser in Frankreichs Hauptstadt vor sich hat. „Für mich ist das ein Jahr der Rückkehr, die Zeit soll aber möglichst bald wieder schneller werden“, meinte die Schwester von Olympiasieger Lukas Märtens.

 

Die deutschen Meisterinnen am Freitag

100m Freistil: Nina Holt (SC Magdeburg) 54,38

100m Brust: Anna Elendt (SG Frankfurt) 1:06,91

1500m Freistil: Isabel Gose (SC Magdeburg) 15:59,42

4x100m Lagen: SG Bayer (Eltje Hesse, Vivien Russ, Skadi Hesse, Luisa Marie Herrmann) 4:18,88 Minuten

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