Dachaus Bunnyhunters triumphieren bei den Bayerischen Meisterschaften

Bayern ist seit mehr als zwei Jahrzehnten das Zentrum des deutschen Aquaball-Sports. Am 12. September fanden in Grafing nun die Bayerischen Meisterschaften in dieser Trendsportart statt. Gastgeber war der SV Grafing-Ebersberg, der das Turnier gemeinsam mit dem Referenten für Aquaball im Deutschen Schwimm-Verband e.V. (DSV), Peter Demmelmayr, organisierte. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen traten insgesamt acht Mannschaften aus vier Vereinen in der offenen Klasse gegeneinander an.

Neben drei Mannschaften der Bunnyhunters aus Dachau waren die Münchner Kraken mit zwei Teams, die Blue Sharks aus Ingolstadt mit ihren Rookies sowie die Wild Crocks aus Grafing am Start. Insgesamt 28 Begegnungen standen auf dem Spielplan, in denen um jeden Punkt gekämpft wurde. Mehrere Spiele konnten erst im Sudden Death entschieden werden. Dabei erhielt der Sieger zwei Punkte, während auch die unterlegene Mannschaft noch einen Punkt für die Tabelle bekam. Entsprechend eng ging es vor allem im Mittelfeld der Abschlusstabelle zu.

An der Spitze entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen den Bunnyhunters I und den Münchner Kraken. Beide Mannschaften konnten sich im Laufe des Turniers gegen die Konkurrenz durchsetzen, ehe es am Nachmittag zum direkten Aufeinandertreffen kam. Die Dachauer erwischten dabei den besseren Start und konnten ihre Führung bis zur Halbzeit behaupten. Trotz einer Aufholjagd der Münchner Kraken brachte Bunnyhunters I die Partie mit 8:6 ins Ziel.

Damit gelang den Dachauern eine kleine Wachablösung im bayerischen Aquaball. Nach mehreren Jahren, in denen die Münchner Kraken die Bayerische Meisterschaft für sich entscheiden konnten, ging der Titel in diesem Jahr wieder nach Dachau. Bunnyhunters I blieb dabei über den gesamten Turniertag ungeschlagen und holte aus sieben Spielen die maximale Ausbeute von 21 Punkten. Die Münchner Kraken belegten mit 18 Punkten den zweiten Platz, Dritter wurden die Bunnyhunters II (zwölf Punkte). Der Turniersieg kam für die Dachauer passend zum 25-jährigen Jubiläum, das am 26. September übrigens noch mit einem Fest begangen wird, zu dem auch andere Aquaball-Enthusiasten herzlich willkommen sind (Pfarrheim Maria Himmelfahrt, Gröbenrieder Str. 13, 85232 Dachau).

 

Endergebnis – offene Klasse:

  1. Bunnyhunters I – 21 Punkte
  2. Münchner Kraken – 18 Punkte
  3. Bunnyhunters II – 12 Punkte
  4. Blue Sharks Rookies – 11 Punkte
  5. Blue Sharks – 8 Punkte
  6. Wild Crocks – 7 Punkte
  7. Bunnyhunters III – 7 Punkte
  8. Münchner Kraken II – 0 Punkte

 

So einfach funktioniert Aquaball

 

Aber was genau ist eigentlich Aquaball? Noch immer wird die Sportart häufig mit Wasserball verwechselt. Der Hauptunterschied: Aquaball wird in brusttiefem Wasser mit gemischten Mannschaften mit je vier Spieler*innen gespielt, die sich gehend, hüpfend, hechtend oder schwimmend fortbewegen können. Jeweils das gesamte Team greift an und verteidigt, es gibt keine festen Positionen, alle sind ins Spiel integriert. Der Ball muss auch mindestens dreimal innerhalb des Teams gepasst werden, bevor er auf das gegnerische Tor geworfen wird. Dabei gilt das One-Touch-Prinzip, der Ball wird also gefangen oder aufgenommen und direkt weitergespielt. Laufen oder schwimmen mit dem Ball ist nicht erlaubt.

Dabei gilt: Der Einsatz ist dank kleinem Spielfeld – circa 7-8m x 12-16m – und aufblasbarer Tore fast überall möglich, vom Lehrschwimmbecken bis zum Baggersee. Selbst absolute Nichtschwimmer*innen können mitmachen. Oberste Maxime beim Aquaball sind Fairplay und das körperlose Spiel – Letzteres ein entscheidender Unterschied zum Wasserball. Dank der einfachen Regeln und nicht zuletzt durch das stehtiefe Wasser eignet sich das Spiel außerdem hervorragend zur Inklusion im Sport.

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